| Naturschutztagebuch - Teil 6 |
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Naturschutztagebuch - Forum
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Nach der Informationsveranstaltung
"Agro-Gentechnik" ist das Ziel ein gentechnikfreier Landkreis Ansbach 17. Oktober 2007 ![]() Am 17. Oktober wollten wir ein Bündnis ins Leben rufen gegen die Verwendung der Gentechnik in Stadt und Landkreis Ansbach. Der Bauerverband hat sich in der Versammlung noch etwas Zeit erbeten, um in seinen Gremien zu einer Entscheidung zu kommen. Solange wollen wir gerne warten. Statt einem Bündnis haben wir bis dahin einen Arbeitskreis. Das nächste Treffen ist am 8. November vorgesehen. Details folgen hier im Naturschutztagebuch. Hier können Sie unsere Presseerklärung lesen: Ansbach.
„Die Agro-Gentechnik schadet der bäuerlichen
Landwirtschaft und der Umwelt und nützt den Verbrauchern nichts“. Dies
war das
Fazit von Marion Ruppaner, Agrarreferentin beim Bund Naturschutz, bei
einer vom
BN initiierten Informationsveranstaltung zum Thema Agro-Gentechnik.
Gentechnik sei
keineswegs eine Weiterentwicklung der Sortenzüchtung. Vielmehr werden
durch das
Einpflanzen von Genen unterschiedlichster Gruppen natürliche Grenzen
übersprungen. Genmanipulierte Schweine mit Kuhhaut, Anti-Matschtomaten
die beim
Transport aufplatzten, seien absurde Ergebnisse davon. Das Hauptproblem
im
Naturhaushalt sei, dass einmal freigesetzte Gene nicht mehr rückholbar
seien.
Ruppaner übte in diesem Zusammenhang deutliche Kritik an
Landwirtschaftsminister Seehofer und der CDU/CSU: Der zukünftig
gesetzlich
vorgesehne Grenzabstand von 150 Meter bei Mais sei viel zu niedrig.
Pflanzen wie
Raps könnten bis in mehr als 20
km weit Entfernung
auskreuzen. Die von der Regierung gewünschte „Koexistenz“ sei in
Wirklichkeit
das Sprungbrett für Genpflanzen und gefährde den Großteil der
Landwirte, die
weiterhin gentechnikfrei produzieren wollen. Weltweit
werden bislang 5 % der Fläche mit genveränderten
Pflanzen bebaut, v. a. in Nord- und Südamerika. Die erhofften Vorteile
wie Herbizid-
und Insektenresistenz seien ein fataler Bummerang. Am Beispiel der
Maisschädlinge Zünsler und zukünftig Wurzelbohrer zeigte Ruppaner die
Kontraproduktivität auf. Während normale Pflanzen durch Ausscheidungen
Nützlinge anlocken und so die Schädlinge wieder reduziert würden, sei
dieser
pflanzliche Selbstschutz bei genveränderten Pflanzen ausgeschaltet,
weil diese
nur gegen eine bestimmte Art resistent sein könnten. Die
Argumente der Befürworter seien im Wesentlichen falsch.
So biete die Agro-Gentechnik bundesweit nur etwa 400 Arbeitsplätze,
während
beispielsweise im ökologischen Landbau 150.000 Personen beschäftigt
seien. Sie
bringe im Schnitt auch keine höheren Erträge, sondern Mindererträge. Ebenso wenig sei sie zur
Lösung des
Welthungerproblems geeignet. Ganz im Gegenteil schaffe sie neue
Abhängigkeiten,
z. B. dadurch, dass Saatguthandel und chemischer Pflanzenschutz in
einer Hand seien. Der Landwirt Peter Hecht aus Weihenzell-Wernsbach zeigte auf, wie bei der Schweinemast der Einstieg in gentechnikfreien Eiweißfutterzukauf gelingen kann. Auf die Fütterung von Soja als Eiweißträger könne in der konventionellen Schweinemast nicht gänzlich verzichtet werden. Der Anteil könne durch Zusatz z. B. von Rapsölkuchen allenfalls auf etwa 13 % reduziert werden. Seit etwa einem Jahr füttert er an seine jährlich etwa 2.500 Mastschweine gentechnikfreies Soja, was mit Mehrkosten von etwa 2,80 EUR/100 Kilo verbunden ist. Einen Teil der Mehrkosten erhält er bei der Vermarktung über den Metzgerschlachthof Fürth erstattet, der für diese „Metzgerschweine“ pro Kilo Fleisch einen Cent Aufpreis bezahlt. Hecht zeigte sich überzeugt, dass die konventionelle Landwirtschaft weiterhin keine Gentechnik braucht.
Der Weihenzeller Landwirt Peter Hecht, Diskussionsleiter Dr. Marcus Döbert und BN-Agrarreferentin Marion Ruppaner zeigten Möglichkeiten auf, den Landkreis Ansbach gentechnikanbaufrei zu halten. Einladung im Beitrag vom 29. September.Weitere Informationen im Internet: Bund Naturschutzschutz/Gentechnik Keine-Gentechnik.de Gentechnikfreie-Regionen.de Standortregister (wird bei Ihnen das Zeug angebaut?) Greenpeace/Gentechnik SOS - save our seeds Flyer vom Arche Noah Garten der Sinne in Dinkelsbühl 16. Oktober 2007 ![]() Jetzt war soviel vom Arche Noah Garten der Sinne in Dinkelsbühl die Rede, dass ich Ihnen auch einmal unseren Flyer vorstellen möchte. ![]() Goldener Oktober 15. Oktober 2007 Was bin ich in diesen Tagen hin- und her gerannt. Da war letzten Mittwoch zum Beispiel eine Sitzung des Naturschutzbeirates im Landratsamt mit Landrat Rudolf Schwemmbauer. Am Abend des selben Tages traf sich noch die Agenda21 um die Passivhaus-Tage in den von mir so geliebten Sitzungen beim Griechen vorzubereiten. Am Donnerstag dann eine sehr gut besuchte Monatsversammlung meiner BN-Ortsgruppe und so weiter. Da konnte ich wieder viel Schreibstoff sammeln. Doch damit möchte ich Sie in diesen schönen Tagen nicht behelligen. Zu schön ist der "Goldene Oktober". Gehen Sie raus - aus dem Internet, aus den "eigenen" vier Wänden, in die herbstliche Natur hinein. Zur Einstimmung einige Bilder und Gedichte. Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst und bedanke mich bei Susi Wolf für die Anregung. ![]() Herbsttag Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Rainer Maria Rilke ![]() Der Herbst
steht auf der Leiter Der Herbst steht auf der Leiter Und malt die Blätter an, Ein lustiger Waldarbeiter, Ein froher Malersmann. Er kleckst und pinselt fleißig Auf jedes Blattgewächs, Und kommt ein frecher Zeisig, Schwupp, kriegt der auch ´nen Klecks. Die Tanne spricht zum Herbste: Das ist ja fürchterlich, die anderen Bäume färbste, Was färbste nicht mal mich? Die Blätter flattern munter Und finden sich so schön. Sie werden immer bunter. Am Ende falln sie runter. Peter Hacks ![]() Der Herbst Im Herbst bei kaltem Wetter fallen vom Baum die Blätter – Donnerwetter, im Frühjahr dann, sind sie wieder dran – sieh mal an.
Heinz
Ehrhardt
Mein Beitrag zum Herbstanfang vom 23. September. Webcamübertragung vom Dinkelsbühler Ledermarkt 09. Oktober 2007 ![]() Seit heute Nachmittag haben wir wieder eine Webcamübertragung vom Ledermarkt. Wir haben die Kamera ausgetauscht und sind bis jetzt mit der Bildqualität zufrieden. Natürlich ist das nur eine Übergangslösung, bis wir eine neue Technik für die Storchenkamera gefunden haben. Die bisherigen Störungen hängen mit den Umbauarbeiten im Alten Rathaus zusammen, bei denen die Arbeiter immer wieder unser Kabel ausstecken. Ich möchte mich an der Stelle bei Xaver Lingel und Wolfgang Horlacher für ihre technische Hilfe bedanken. Nach dem Storch ist nun die wunderschöne Altstadt von Dinkelsbühl der "Star": www.storch24.de ![]() Ein Kindergarten kommt zur Apfelernte und zum Saftpressen 08. Oktober 2007 ![]() Heute kamen 30 Vorschulkinder des Dietrich-Bonhoeffer-Kindergarten zur Apfelernte und zum Saftpressen in den Arche Noah Garten der Sinne in Dinkelsbühl. Für mich war das heuer die letzte Streuobstaktion mit Kindern. Christiane Breu und Sabine Flierl werden in den nächsten Tagen aber noch viele Schulklassen und Kindergärten mit ihrer Saftpresse besuchen. ![]() Orgelimprovisation zum Film "Mikrokosmos" 07. Oktober 2007 ![]() Heute besuchte ich ein Orgelkonzert in der Feuchtwanger Stiftskirche. Es war eine Orgelimprovisation von Prof. KMD Willibald Bezler zum Film "Mikrokosmos". Dieser Film zeigt das Volk der Gräser. Der Schauplatz ist eine Wiese in Frankreich und die Hauptdarsteller deren winzige Bewohner. ![]() Hier sehen Sie einen kleinen Filmausschnitt von Orgelmusik begleitet. Es wird die Schönheit und Erhabenheit einer Stechmückengeburt gezeigt. Dieser Film ist wirklich zu empfehlen. Ich selber werde ihn mir kaufen! Außerdem möchte ich mich dafür einsetzen, dass dieser Film an den Schulen gezeigt wird. Veranstaltungshinweis in der Fränkischen Landeszeitung vom 5. Oktober 2007 Der Film Mikrokosmos wird von Orgelmusik begleitet Feuchtwangen. Zum 25-jährigen Bestehen der Siftskirchenorgel lädt die evangelische Kirchengemeinde Feuchtwangen am 7. Oktober zu einem besonderen Orgelkonzert ein: Kirchenmusikdirektor Professer Willibald Bezler aus Ellwangen improvisiert zum Film "Mikrokosmos". Das Konzert beginnt um 19 Uhr und ist für Familien mit Kindern geeignet. Für "Mikrokosmos" beobachteten die Biologen Claude Nuridsany und Marie Pérennou das Reich der Insekten in einem eng begrenzten Lebensraum. Mit Hilfe eigens entwickelter Kameratechnik fingen sie atemberaubende Bilder aus einer faszinierenden Welt ein. Marienkäfer oder etwa die Fledermaus-Azurjungfer, eine Libellenart, wurden ihre Hauptdarsteller. Willibald Bezler ist seit 1967 Kirchenmusiker an der Basilika St. Vitus Ellwangen. Seit 1979 ist er Professor für Orgelimprovisation und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Kompositorische Tätigkeit im In- und Ausland, hauptsächlich mit Orgelimprovisationen zu Texten, Filmen und Kunstwerken, kennzeichnen sein reiches künstlerisches Wirken. Der vierte Wiesenschnitt 07. Oktober 2007 Während ich diese Zeilen am Sonntag schreibe - es ist gerade 21.45 Uhr - heult in der Nacht draußen der Maishäcksler. Beim Nachbarn wird noch siliert. Weder die Natur noch die Bauern kommen zur Ruhe. Auch unser bäuerlicher Familienbetrieb zuhause, mit seinen rund 40 Milchkühen, hat das schöne Wetter genutzt, um die Wiesen das vierte Mal zu mähen. Am Montag soll das Gras silliert werden. Es ist dieses Spannungsfeld zwischen den Interessen der modernen Landwirtschaft und den Erfordernissen des Naturschutzes von dem hier immer wieder die Rede sein soll. Naturschützer wollen eine Wiese nur ein- oder zweimal im Jahr gemäht sehen. Dann können sich die Tiere und Pflanzen optimal entwickeln. Das ist die Voraussetzung für eine artenreiche Wiese. Die Realität ist eine andere. Die Hochleistungsrinder von heute brauchen junges, frisches Gras. Bereits zum vierten Mal mähen wir heuer unsere Wiesen. Da traut sich kaum noch eine Blume den Blütenkopf erheben und in der Tierwelt sieht es nach der Mahd aus wie nach einer Schlacht. Wiesenbrüter gibt es im Wörnitztal bei Wilburgstetten schon lange nicht mehr. Wer eine der modernen Argarzeitschriften durchblättert, wird viel von Grünlandoptimierung lesen können, doch nur wenig von Naturschutz, vom Brachvogel oder selten gewordenen Wiesenblumen. Es ist die Sprachlosigkeit zwischen der Landwirtschaft und dem Naturschutz die mir Sorge bereitet. Die Schere öffnet sich und niemand unternimmt etwas dagegen. Nur leere Worte, denen kaum wirkungsvolle Taten folgen. Was soll man da machen, als Landwirt, als Naturschützer? Glückliche Kühe auf der Weide
werden zu einer Seltenheit. ![]() Hier sehen Sie wie
eine Wiese gemäht und anschließend geschwadet wird.
Die Mahd Das Schwaden Nochmal mit zwei Schulklassen zur Apfelernte und zum Saftpressen im Arche Noah Garten (mit Filmaufnahmen) 04. Oktober 2007 Heute kamen noch einmal zwei Schulklassen von der 4. Jahrgangsstufe in Dinkelsbühl zur Apfelernte und zum Saftpressen in den Arche Noah Garten der Sinne. Dieses mal waren es 48 Kinder - und es hatte geregnet. ![]() Im Folgenden sehen Sie drei kleine Filmausschnitte von der heutigen Aktion. Dieser kurze Filmbeitrag zeigt das zerkleinern der Äpfel zu Maische. Die Presse wird danach mit der Maische gefüllt. Das ist anscheinend nicht jedermanns Sache. Bis zum letzten Tropfen Apfelsaft wird gepresst. Am Anfang geht es noch ganz leicht, doch zum Ende hin wird es richtig anstrengend für die Kinder - wie diese Bilder zeigen. Neu mit dabei war heute unser Praktikant David. Unsere Praktikantin Christiane kennen Sie ja schon. Dann wären da noch Susanne Schön... ![]() ...Walter Naser und Josef Merz waren heute für die Apfelernte "zuständig". Matthias schaute auch mal vorbei. ![]() Die Kinder haben trotz des Regens fleißig gearbeitet und auch noch das letzte bisschen Saft aus den Äpfel gepresst. Der Rest, der dann noch übrig bleibt, kommt auf den Kompost - zur Freude der Tiere. ![]() Apfelsaft von heimischen
Streuobstwiesen schmeckt lecker! ![]() Agenda21 bereitet die Passivhaus-Tage 2007 in Herrieden vor 03. Oktober 2007 ![]() Heute war das 85. Treffen des Agenda21-Arbeitskreises Umwelt,Energie und Klimaschutz im Landkreis Ansbach. Es ging um die weitere Vorbereitung der PASSIVHAUS-TAGE
2007 in Herrieden Fachvorträge und Gewerbeschau für energieeffizientes Bauen und Sanieren 9. - 11.11.2007 Flyer (PDF) Wir möchten Sie herzlich zu dieser sehr interessanten Veranstaltung einladen und möchten Sie auch bitten, diese Information an entsprechend Interessierte weiterzuleiten. Apfelernte und Saftpressen im Arche Noah Garten 02. Oktober 2007 Der Arche Noah Garten der Sinne ist eine wunderschöne Streuobstwiese an der historischen Stadtmauer von Dinkelsbühl. ![]() Es
ist uns schon eine kleine liebgewonnene Tradition geworden, die
Schulklassen der vierten Jahrgangsstufe der Grundschule Dinkelsbühl zur
Apfelernte und zum Saftpressen in den Arche Noah Garten einzuladen.
Heute und am Donnerstag kommen je zwei Schuklassen. Das Thema steht dort gerade auf dem Lehrplan und der Arche Noah Garten wurde zum Klassenzimmer im Grünen. Eigentlich sollten die Kinder die Äpfel von den Bäumen runterholen, doch die Kinder wollten erstmal zu den Äpfel hinaufklettern. Wir haben natürlich aufgepasst das nichts passiert ist.
![]() Danach wurden die Äpfel geerntet. Mit dem Sauhaken wurde das Obst von den Bäumen geschüttelt und die, die noch oben geblieben sind, mit dem Apfelpflücker gebrockt. Die Äpfel am Boden wurden von den Kindern aufgelesen. ![]() ![]() Mit vollen Körben geht es dann
dann weiter zum Saftpressen. Aus den Äpfeln wollen wir leckeren
Apfelsaft machen. ![]() ![]() Viele
Äpfel werden hierher gebracht und auch gebraucht. Zuerst
einmal
werden sie gewaschen, bevor die faulen Stellen aus dem Obst heraus- und
die Äpfel kleingeschnitten werden. ![]() Hier hilft Susanne Schön den
Kindern beim Apfelschneiden. ![]() Danach wird das Obst grob
zermahlen, die Maische wird in einer Wanne aufgefangen. Jeder durfte
und wollte mal drehen.
![]() Die Maische wird in die Saftpresse gefüllt. Endlich können wir anfangen Saft zu pressen. Unsere Praktikantin Christiane Breu erklärt den Kindern wie die Presse funktioniert.
![]() Jetzt kann`s losgehen. Das letzte bisschen Saft wird aus der Maische gepresst.
![]() ![]() ![]() Wer Apfelsaft
von unseren heimischen Streuobstwiesen trinkt ist ein Naturschützer! So
einfach und lecker kann Naturschutz sein. ![]() Lecker! ![]() An
der Stelle möchte ich mich noch einmal bei unseren Helfern heute
bedanken: bei Matthias Bräuer, Susanne Schön, Walter Naser und
Christiane Breu und den vielen anderen im Hintergrund. Bei der Stadt
Dinkelsbühl für das Überlassen der wunderschönen Streuobstwiese und bei
der Grundschule Dinkelsbühl für die gute Zusammenarbeit und das
gemeinsame Interesse, den 43 Kindern heute das
Thema Streuobstwiese "schmackhaft" zu machen. ![]() Streuobstwiesen Apfelrezepte Ausstellung Obstwiesen (Alle Infotafeln im PDF-Format) Empfehlenswerte Obstsorten für Mittelfranken (PDF vom LPV Mfr.) Kelten im Heimatmuseum Weiltingen 30. September 2007 Heute war in Weiltingen Herbstmarkt und aus diesem Anlaß haben wir unsere Infotafeln zu den Kelten und zur Keltenschanze ins Heimatmuseum gestellt. Es gab auch Impressionen vom Keltenfest zu sehen. ![]() Oben
wurde ein Raum in einen keltischen Eichenhain verwandelt. Die
Museumsleiterin Barbara Winter las den Kindern ein keltisches
Märchen vor. ![]() Susanne Schön zeigte den Kindern das Brettchenweben ![]() Barbara Rost machte mit den Kindern Schmuck ![]() Wer wollte, konnte auch Getreide mahlen oder etwas malen ![]() Im Gebäude nebenan waren die
Römer. Der kleine Fabian war von der römischen Playmobil-Welt
ganz begeistert. Wir möchten die
Schulen einladen, die Keltenausstellung zu besuchen. Ein neues "Übrigens" zum Efeu 30. September 2007 Fällt Ihnen spontan ein, wie und wann der Efeu blüht und fruchtet? Der Efeu blüht derzeit üppig und wird noch bis in den Oktober allerhand Schmetterlinge, Schwebfliegen und Bienen laben, also eigentlich in einer Zeit in der sonst kaum noch was zu holen ist. Es lohnt sich, die Blütenbiologie genau zu betrachten, denn man kann sehr gut die einzelnen Blütenteile erkennen: Staubblätter, Fruchtblätter und Nektardrüsen. Lesen Sie dazu von Landschaftsarchitektin Susanne Wolf das neue "Übrigens". Der Kormoran 29. September 2007 Der Naturschutz ist so facettenreich, dass eigentlich für jeden etwas dabei sein müsste: der eine arbeitet gerne mit Kindern, der andere sucht am liebsten seltene Blumen oder beobachtet schöne Vögel. Doch wer will sich schon der Problemarten annehmen und mit den Betroffenen meist sehr emotionale Diskussionen führen? Ich selbst habe dieses jahrelang getan und in wenigen Tagen werde ich es wieder tun müssen. Man könnte meinen, der Kabarettist Gerhard Polt war bei so manch einer solchen Auseinandersetzung schon einmal dabei gewesen. Die Fakten und Argumente sind längst auf dem Tisch. Zu einer Versachlichung der Diskussion ist es dennoch leider nicht gekommen. Hier können Sie sich ausführlich über den Kormoran informieren. Einladung zur Informationsveranstaltung "Agro-Gentechnik" 29. September 2007
Einladung zur Informationsveranstaltung „Agro-Gentechnik“Wir laden Sie recht herzlich zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch,
17. Oktober, um 19.30 Uhr, im
Gasthof Rangau in Ansbach-Elpersdorf ein. Als ReferentInnen konnten gewonnen werden:
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Bitte informieren Sie auch Mitarbeiter, Kollegen, Bekannte. Mit freundlichen Grüßen Geschäftsführer Wie geht`s weiter mit unserer Storchenkamera www.storch24.de? 28. September 2007 ![]() Unser Ersatzbild in der storchenfreien Zeit ist recht farbenfroh. Hier können Sie den Dinkelsbühler Ledermarkt durch die rosarote Brille sehen. Ob sich unsere Kamera in den märchenhaft schönen Anblick der Dinkelsbühler Altstadt verliebt hat? Für den Fall, dass ein technisches Problem der Grund für die farbenfreude sein sollte, haben wir uns bereits eine Ersatzkamera besorgt und möchten diese in den nächsten Tagen montieren. ![]() Heute haben wir uns in der Essbar getroffen, um zu beraten, wie es mit der Storchenkamera weitergehen soll. Auf dem Foto sehen Sie von links: Wolfgang Horlacher, Xaver Lingel, Carola und Bernd Gaar und last but not least ähm mich. Das Foto hat Andreas Kamm gemacht und im Hintergrund, also hinter mir, sitzt Reinhard Reck. Thomas Ziegler konnte leider nicht an der Besprechung teilnehmen. Seinem Wunsch, "im neuen Jahr eine optimale Technik", wollen wir aber gerne nachkommen. In den nächsten Wochen schauen wir mal was mittlerweile technisch und natürlich auch finanziell für uns machbar ist. Spende für unsere Biotoppflege von der Natur- und Umweltstiftung in Stadt und Landkreis Ansbach 27. September 2007 ![]() Um die rund 160 Naturschutzflächen im gesamten Landkreis Ansbach regelmäßig zu pflegen, ist viel Arbeit und Geld nötig. Die Natur- und Umweltstiftung in Stadt und Landkreis Ansbach spendete deshalb dem Kreisverband Ansbach im Bund Naturschutz (BN) 3000 Euro. Die gespendete Summe kommt den Biotoppflegearbeiten im Landkreis zugute. Über 140 der insgesamt 236 Hektar Naturwiesen müssten ein bis zwei mal pro Jahr mit einer speziellen Mähmaschine bearbeitet werden. Die Sicherung und Gestaltung von Lebensräumen ist das Hauptziel der Natur- und Umweltstiftung, die uns seit ihrer Gründung 2003 regelmäßig bei unserer gemeinnützigen Arbeit unterstützt. Die Räume unserer Geschäftsstelle, in denen wir uns heute abend zur Vorstandssitzung getroffen haben, gehören zum Beispiel auch der Stiftung und sind von uns angemietet. Dinkelsbühler Gymnasium hilft uns bei der Biotoppflege im Wolfertsbronner Tal 24. September 2007
Im idyllisch gelegenen „Wolfertsbronner Tal“ schwangen heute für einige Stunden 25 SchülerInnen des Dinkelsbühler Gymnasiums unter Anleitung ihres Klassenlehrers Gerhard Krenig ausnahmsweise Streugabeln statt Schreibgeräte. Sie reagierten damit auf einen „Hilferuf“ des Bund Naturschutz um Mithilfe bei einer kurzfristig anberaumten Biotoppflegeaktion. BN-Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther zeigte sich dafür äußerst dankbar. Das Aufladen und teilweise Heraustragen des Mähgutes war nämlich nur innerhalb eines sehr kurzen Zeitfensters möglich, wo das Grasmaterial einigermaßen abgetrocknet war und ohne Flurschäden abtransportiert werden konnte. Aufgrund des insgesamt nassen Sommers musste dies im Wolfertsbronner Tal, das wie ein Schwamm das dringend notwendige Wasser aufnimmt und zurückhält, mehrmals verschoben werden.
Helmut Altreuther, der Kreisgeschäftsführer des Bund Naturschutz, erläuterte anfangs den Schülern Sinn und Zweck der Maßnahme. Diese Feuchtwiesen bezeichnet man auch als „Streuwiesen“, weil das Mähgut in früheren Jahrzehnten meist als Einstreu in Viehställe verwendet wurde. Da solche Streuwiesen landwirtschaftlich inzwischen uninteressant sind, wurde häufig die Nutzung aufgegeben, mit Großmaschinen wäre dies auch gar nicht möglich und vertretbar. Die charakteristische Pflanzen- und Tiergesellschaft solcher inzwischen sehr seltenen Flächen könne aber nur erhalten werden, wenn eine Pflege, die sich an der früheren Nutzungsform orientiere, durchgeführt wird.
Die botanisch wertvollsten Teilbereiche wurden deshalb mit dem speziellen Mähgerät des Bund Naturschutz in der Vorwoche gemäht. Dadurch konnte das Mähgut abtrocknen und die meisten Kleintiere hätten sich dann in die ungemähten Bereiche zurückgezogen. Zahlreiche Grasfrösche, aber auch Spinnentiere zeigte Altreuther als Beispiele den Schülern. Das Mähgut wurde dann ebenfalls mit leichtem Spezialgerät geschwadet. Die fleißigen Schülerinnen und Schüler luden dann in 2 Stunden die 3 Fuhren des Mähgutes in Handarbeit auf. Der Effekt dabei sei, dass damit der Fläche Biomasse entzogen und am Boden Licht geschaffen werde. Nur so bleiben die völlig ungedüngten Flächen nährstoffarm. Dies wiederum sei in Verbindung mit dem hohen Grundwasserstand Voraussetzung dafür, dass auch im nächsten Jahr neben typen Feuchtezeigern wie Seggen und Binsen Arten wie Sumpfschafgarbe, Teufelsabbiß, Orchideen wie z. B. Breitblättriges Knabenkraut und Sumpfwurz oder Enzianarten wie der Fiberklee existieren können.
Auf einem Teil der Fläche konnte das Mähgut maschinell von einem Landwirt im Lohnauftrag zu Rundballen gepresst werden, ebenso wie dies auf etwa 15 weiteren vom BN betreuten Feuchtwiesen im Raum Dinkelsbühl schon in den vorhergehenden Wochen geschah. ![]() Herbstanfang 23. September 2007 Herbstanfang. Die Vorbereitungen auf den Winter beginnen jetzt schon in der Natur. Die erste Laubfärbung hat eingesetzt. Bunt sind schon die Wälder. Mit einem großartigen Farbenzauber verabschieden sich die laubwerfenden Gehölze in den Herbstwochen in die Winterruhe. Der Herbst ist auch die Zeit der Ernte. "Jede Blüte will zur Frucht"...ein gutes Obstjahr haben wir heuer. ![]() Welkes Blatt Jede
Blüte will zur Frucht,
Hermann
Hesse ![]() Wenn die Spinnen segeln im September und dazu die Sonne scheint, dann können wir einen Altweibersommer genießen. ![]() Septembermorgen Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen: bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmen Golde fließen. Eduard Mörike ![]() Genießen
Sie diese Tage. Beobachten Sie die Veränderungen in der Natur. Lassen
Sie sich noch einmal
die Sonne so richtig ins Gesicht scheinen und stellen Sie sich einfach
in die Wälder wenn die Blätter sich verfärben und von den Bäumen fallen. Maishäcksler im Einsatz 22. September 2007 Der Fuhrpark in der Landwirtschaft wird immer umfangreicher, die Maschinen immer größer. Damals waren die Menschen den Maschinen noch "gewachsen". Der Maishäcksler konnte nur eine Maisreihe aufnehmen und war an einen Bulldog montiert ![]() Wenn
heute der Maishäcksler kommt, sieht die Sache schon anders aus: 600 PS,
7,5 Meter Arbeitsbreite, das sind zehn Reihen Mais auf einmal, die er
häckseln kann. Traktoren fahren neben dem Häcksler mit 140 PS drein und
ein Radlader steht im Fahrsilo. In wenigen Stunden ist heute alles
vorbei.
![]() Der Mais ist aus der Sicht der Landwirtschaft scheinbar eine gutes Futter für das Vieh und für die Biogasanlage. Er „säuft“ geradezu die eh viel zu viel vorhandene Gülle und macht nicht so viel Arbeit wie die damalige Grünlandwirtschaft. Außerdem gab es jahrzehntelang einen Haufen Geld von der EU für den Maisanbau. Durch den Boom der Biogasanlagen ist von einer Ausweitung des Maisanbaus auszugehen. Die Naturschützer sahen hingegen in den letzten Jahrzehnten mit dem Aufkommen des Maisanbaus die Wiesen verschwinden und die Kühe von der Weide. Heute stehen die meisten von ihnen im Stall und weit mehr glückliche Kühe strahlen Ihnen heute von den Verpackungen der Lebensmittelkonzerne entgegen als von der Weide. Der intensive Maisanbau belastet die Umwelt, ist ein Synonym für die Güllewirtschaft geworden und öffnet der Bodenerosion Tür und Tor. Über die moderne Landwirtschaft und deren Auswirkungen kann man viel diskutieren. Doch ob die Landwirtschaft darüber mit uns reden will, daran habe ich berechtige Zweifel. Hier sehen Sie einen modernen Maishäcksler bei uns daheim im Einsatz. Weitere Videoclips unserer BUND-Klimabotschafter 21. September 2007 Hier sehen Sie weitere Videoclips der Klimabotschafter, ein Projekt des BUND für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND). Lassen Sie sich von den unkonventionellen Ideen und Botschaften der verschiedenen Videoclips überraschen. Klimabotschafter Ecco Meineke von der Münchner Lach- und Schieß Klimabotschafter Fritz Rau, Konzert-Veranstalter Klimabotschafterin Ena Roth, Sängerin & Musikerin Klimabotschafterin Franziska Reichenbacher, ARD-Moderatorin & Lotto-Fee Klimabotschafter Erich Schöndorf, ehem. Oberstaatsanwalt & Krimiautor Klimabotschafter Thomas Ranft, Moderator Klimabotschafter Egbert Rühl, Veranstalter BN-Brennpunkt Klimawandel 20. September 2007 Auf der Homepage des Bund Naturschutz in Bayern finden Sie einen Brennpunkt zum Klimawandel. Sehr gut werden Sie auch auf der Homepage des BUND über den Klimawandel informiert. Eine der BUND-Aktionen sind die Klimabotschafter.Einer dieser Klimabotschafter ist der Kabarettist Claus von Wagner, der den Bayerischen Kabarettpreis 2007 gewonnen hat und dessen Fan ich bin. storch24:
in der storchenfreien Zeit senden wir Bilder vom Ledermarkt In der storchenfreien Zeit möchten wir Ihnen aus der Vogelperspektive den Ledermarkt zeigen. Das Bild wird auf unserer Storchenseite alle 5 Sekunden aktualisiert.
Die Dinkelsbühler Störche haben uns vor rund drei Wochen verlassen. Ebenso verlassen scheint uns die Storchenkamera zu haben. Sie ist kaputt, sendet zumindest keine Bilder mehr. Seit einiger Zeit haben wir von der Storchenkamera kein Videosignal mehr erhalten. Leider konnten wir noch nicht die Kamera begutachten. Dazu müssten wir mit der Feuerwehrdrehleiter hochfahren. Solange Störche im Nest waren, konnten und wollten wir das nicht machen. Hinzu kommt noch der Umbau des alten Rathauses zum Museum. Der Hof ist aufgegraben und wird es auch noch vermutlich die nächsten zwei Monate sein.
Ich hoffe, die Bilder vom Ledermarkt trösten Sie über eine gewisse Zeit hinweg. Wir planen schon die neue Technik. Bewegte Bilder wollen wir, eine schwenkbare Kamera mit Ton. Eine Übertragung der Kinderzeche ins Internet...in ein paar Tagen wollen wir darüber sprechen was wünschenswert und machbar ist. Hier werden Sie es als erstes erfahren. Am 29. Juni 2002 waren wir schon einmal mit der Feuerwehrdrehleiter an der Kamera. Unglaublich wie ein so großes Auto durch ein so enges Tor hindurchfahren kann und wie hoch das Nest ist. Schauen Sie sich den entsprechenden Eintrag im Storchentagebuch von Thomas Ziegler über den Reparatureinsatz an.
Mit Gabeln
und Gummistiefeln im Naturschutzgebiet Walk- und Gaisweiher Die Biotoppflege des Bund Naturschutz geht weiter, etwa 70 Hektar sind zu mähen. Hier sehen Sie den Rasant, unser Spezialfahrzeug zur Biotoppflege, an den ein Mähbalken montiert wurde. Damit können selbst feuchte Streuwiesen bodenschonend gemäht werden.
Die kleine Streuwiese am Naturschutzgebiet Walk- und Gaisweiher in Dinkelsbühl ist so nass, dass das Mähgut weder maschinell geschwadet noch mit der Ballenpresse auf der Fläche gepresst werden kann. Deshalb muss das Mähgut von unserem Pflegetrupp aus der Fläche herausgetragen werden, damit es die Ballenpresse aufnehmen kann. Die Rundballen nimmt ein Landwirt - so wie damals - als Einstreu.
![]() Wir leben in einer Kulturlandschaft. Die Streuwiesen sind ein artenreiches Relikt aus einer Zeit, als man die Sauergräser noch als Stalleinstreu gebraucht hat. In den 50er-60er Jahren war das aber vorbei. Man hatte genug Stroh oder stellte das Vieh gleich auf Betonspalten über einen Güllekanal. Viele Streuwiesen wurden aufgeforstet, in Fischteiche umgewandelt oder einfach nicht mehr gemäht. Weil wir aber deren Artenvielfalt und Schönheit nicht missen möchten, ahmen wir seitdem die frühere Nutzung nach. Sehen Sie wie klein dieses Biotop ist?
Viele Lebensräume sind einfach zu klein geworden, sind zerschnitten und liegen isoliert ohne jede Vernetzung in einer modernen Agrarlandschaft. Gerade einmal 0,2 % des Landkreises Ansbach sind als Naturschutzgebiet, Naturdenkmal oder geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen. Das ist wirklich nicht viel. Wir gabeln gegen diese Entwicklung gelassen und beharrlich an. Haben Sie nicht auch Lust sich daran zu beteiligen? Die Ochrideenaktien stehen dann nicht schlecht. Bei unseren Exkursionen können Sie die Rendite sehen. Ich lade Sie recht herzlich ein, sich an unseren Biotoppflegeeinsätzen zu beteiligen. Fragen Sie doch einfach mal Ihre Umweltgruppe vor Ort, die freuen sich immer über helfende Hände. Tag
des Geotops am Hesselberg Heute war der Tag des Geotops und ich habe Peter Klemenz und seine Tochter Petra bei einer Wanderung entlang des Geologischen Lehrpfades am Hesselberg begleitet.
Der Hesselberg gehört zu Bayerns schönsten Geotopen (klicken Sie auf die 28). Auf den beiden in diesem Beitrag genannten Links finden Sie viele Informationen über die Geologie des Hesselberges. Wer sucht, findet hier
eigentlich immer Versteinerungen.
Hier war früher einmal ein Meer. Wir debattieren ja gerade im Zuge der Klimaerwärmung über einen möglichen Anstieg des Meeresspiegels von einigen Dezimetern in den nächsten Jahrzehnten. Das Jurameer existierte Jahrmilionen, wie groß mögen dort die Veränderungen gewesen sein? Die oberen Kalkschichten entstanden teilweise aus Schwammriffen. Allerdings sind die Schwämme, die am Hesselberg gefunden werden können, nicht so schön wie auf dem Foto unten. Das sieht ja schon fast wie ein "Steinpilz" aus.
Nicht bei uns aber an anderer Stelle gab es Korallenriffe.
Natürlich
beschäftigt man sich bei einer solchen Exkursion viel mit Steinen oder
philosophiert angesichts dieser ungeheuer großen Zeiträume über
die Zeit und die Vergänglichkeit. Es macht einen bescheiden
und
nachdenklich. Kleine Schönheiten begleiteten
uns am Wegesrand.
Praktischer
Naturschutz in feuchten
Streuwiesen und trockenen Streuobstbeständen Sie haben sich vielleicht schon gewundert, warum in diesem meinem Naturschutztagebuch so wenig vom praktischen Naturschutz die Rede ist. Jetzt um diese Jahreszeit wird die Biotoppflege einen Hauptteil der Arbeit von uns ehrenamtlichen Naturschützern ausmachen. Derzeit betreut der Bund Naturschutz rund 240 Hektar Fläche im Landkreis Ansbach. Darunter sind wahre Edelsteine wie die feuchten Streuwiesen, wertvolle Hutungen oder Streuobstbestände aber auch Wildnisgebiete, in denen die Natur Natur sein darf. Geschützter Landschaftsbestandteil steht hier - pflegen und damit erhalten tun wir das vom BN.
Hier sehen Sie Bilder von der Rappelach. In meinem Beitrag vom 23. Mai habe ich Ihnen diese wunderschöne Fläche, die zu den schönsten Orchideenwiesen in unserem Landkreis zählt, bereits kurz vorgestellt. Das schöne Wetter muss man ausnutzen. Das Mähgut ist getrocknet. Nun wird es von Herbert, unserem Mitarbeiter, mit einem Spezialfahrzeug bodenschonend geschwandet. Anschließend wird es zu Ballen gepresst. ![]() Hier sehen Sie ein kurzes Video von mir, das Herbert beim Schwaden in der Rappelach zeigt.
Gleichzeitig haben wir heuer ein gutes Obstjahr und sind mitten in der Obsternte. Alte Streuobstwiesen sind herrliche Lebensräume. Doch erhalten werden Sie nur, wenn die Menschen einen angemessenen Preis für Ihr Obst bekommen. Nur dann werden Sie die Bestände pflegen und erhalten und neue Obstbäume pflanzen. Wir vom Bund Naturschutz kaufen das Obst zum aktuellen Tagespreis von 12,60 Euro/100 Kilo auf und die Hohenloher Fruchtsäfte machen daraus Grünspecht-Apfelsaft . Der positive Nebeneffekt: die Konkurrenz kann nicht mehr bloß 5 Euro auf den Doppelzentner bezahlen und muss mitziehen. Noch nie wurde bei uns soviel Werbung des Streuobstes wegen gemacht. Ein Riesenerfolg für den Landschafts- und Naturschutz und das schon seit den 80er Jahren. Helmut Altreuther, unser Kreisgeschäftsführer, war hier in unserem Raum der Initiator. Im August 2006 gründeten auf Initiative des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken und der Fränkischen Moststraße 34 engagierte Personen (da sind übrigens der BN, Helmut Altreuther und ich mit dabei) aus der Region um den Hesselberg die allfra (alles aus Franken). Neben dem Grünspecht gibt es seitdem den Hesselberger. Bei der Streuobstannahme in Weidelbach für den Hesselberger habe ich diesen Freitag und Samstag etwas geholfen. Hier sind einige Bilder
Hier finden Sie einige Infos
über Streuobst und leckere Apfelrezepte: Am Abend war ich dann noch kurz Pilze suchen im Wald gewesen. Ich kenne eine Stelle, an der wunderschön und beständig die Kraus Glucke wächst. Hier sehen Sie wie viele ich dort gefunden habe. Kiefernwälder sind auf unseren Sandböden nichts seltenes. Warum gerade hier die Krause Glucke so zahlreich zu finden ist und an anderer Stelle nicht, vermag ich nicht zu sagen. Ich freue mich einfach jedes Mal so schnell zu einer superleckeren Pilzmahlzeit zu kommen.
Monatstreffen
beim Bund Naturschutz
in Dinkelsbühl
Nach der Sommerpause wollen wir uns wieder jeden 2. Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr in der Essbar treffen. Heute ging es u.a. um die Vorbereitung der Apfelernte im Arche Noah Garten der Sinne mit Kindern von der Grundschule Dinkelsbühl. Die Kinder, vermutlich werden es vier 4. Klassen sein, werden mit uns gemeinsam an zwei Vormittagen die Äpfel ernten und daraus köstlichen Saft machen. Das ist Naturschutz und Umweltbildung, die Spaß macht und schmeckt. Carola hat einen Kalender über unsere Störche angeregt. Sie selber hat schon mal die Bilder von heuer für sich zu einem Buch binden lassen. Am Mittwoch wollen wir zusammen mit Xaver Lingel das leider immer noch schwarze Bild auf unserer Storchenhomepage versuchen durch Live-Bilder von der Altstadt ersetzen. Leider können wir die kaputte Storchenkamera aufgrund der Baumaßnahmen die nächsten zwei Monate am alten Rathaus noch nicht reparieren. Natürlich, wie könnte es um diese Zeit anders sein, ging es auch um die Biotoppflege und den Ankauf von Feuchtflächen. Denn Ankauf ist nun mal der beste Schutz.
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