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Naturschutztagebuch - Teil 5 |
Begleiten Sie einen ehrenamtlichen Naturschützer.
Lernen Sie die Natur
und den Naturschutz von einer anderen, persönlichen Seite kennen.
Impressum

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Pilzexkursion mit Gabriele Wohnsiedler und Martin Zorzi ![]() Der September, so ist es allgemein bekannt, ist die Zeit der Pilze. Doch während wir sogenannten Pilzexperten den Herbst für die eigentliche Pilzzeit halten, scheinen die Pilze heuer überhaupt keine Jahreszeiten zu kennen, geschweige denn sich daran zu halten. Lesen Pilze den keine Fachbücher? Können Pilze überhaupt lesen? Und überhaupt, was sind denn eigentlich Pilze? Es ist Zeit diesen Fragen einmal nachzugehen. Mit einem Korb, einem Messer und einem guten Pilzbuch geht es in die Wälder hinaus. ![]() Die Welt ist im Wandel. Diese
Pilze, die Sie hier sehen, werden bestimmt kein Fachbuch mehr lesen
können. Es handelt sich um die Krause Glucke. Zugegeben sie schaut
ein bisschen mehr aus wie ein Badeschwamm oder ein Gehirn. Aber sie ist
trotzdem sehr lecker und sehr ergiebig. In 10 Minuten hatte ich
meine Pilzmahlzeit zusammen. Die Krause Glucke parasitiert an der
Kiefer. Also Kiefern suchen und diese wunderbaren Pilze finden.Ich fühle es im Wasser. Ich fühle es in der Erde. Ich rieche es in der Luft. (J.R.R. Tolkien, Herr der Ringe) ![]() Es ist spannend die Zusammenhänge zwischen Bäumen und Pilzen zu erkennen. Das Ökosystem Wald ist weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Doch jetzt will ich mehr wissen. Am besten geht man dabei mit einem erfahrenen Pilzkenner auf die Pirsch. Oder, so wie heute, besucht die Pilzexkursion eines Naturschutzverbandes. Martin Zorzi und Gabriele Wohnsiedler zeigten bei Crailsheim das breite Spektrum der Pilze. Die, die Sie hier sehen, wurden innerhalb von 20 Minuten gesammelt. Es gibt so viele. Super lecker die einen, tödlich giftig die anderen. Eine kleine Auswahl von Namen: Stinkende Lederkoralle, Klebriger Hörnling, Maronen, Riesenschirmling, Safranschirmling, Fichtenreizker, Eichenrotkappe, div. Milchlinge und Täublinge wie z.B. der Frauentäubling (weil er sich unten so schön weich anfühlt, sagt FRAU Wohnsiedler), Schleiering und so weiter und so weiter. ![]() Gehen Sie doch auch einmal wieder vor die Haustüre. Pilze wachsen überall. Sie brauchen sie ja auch nicht gleich zu essen. Schon gar nicht, wenn Sie sich nicht sicher sind. Anschauen. Die Natur genießen und immer ein Auge auf deren kleine verstecke Schönheiten haben. Bon Appétit. ![]() Pilze im Internet: http://www.pilzepilze.de http://www.pilzfinder.de Unser Storchen- und Biberlebensraum in den Wörnitzauen nimmt Gestalt an Biotopgestaltung zur Lebensraumverbesserung Kooperation Naturschutz, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, FlurbereinigungIm Dienste des Naturschutzes wurde kürzlich auf einer ökologisch wertvollen Feuchtwiese an der Wörnitz bei Aufkirchen gebaggert, die der Bund Naturschutz erworben hat. Ziel war die ökologische Aufwertung der Fläche, so BN-Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther. Mit unterschiedlichen Maßnahmen sollten die Lebensbedingungen von feuchtigkeitsliebenden Tier- und Pflanzenarten verbessert werden, ebenso solle hiermit ein Beitrag zur Vermeidung möglicher Nutzungskonflikte mit dem Biber auf angrenzenden Privatflächen geleistet werden.
Aber der Reihe nach: Zwischen 2003 und 2007 hat der Bund Naturschutz im Flurbereinigungsverfahren Aufkirchen Einlageflächen erworben, die dann bei der Neuverteilung des Verfahrens im vergangenen Jahr „an die richtige Stelle“ zwischen Aufkirchen und Reichenbach gelegt wurden. Dort nennt der Bund Naturschutz jetzt etwa 5,5 Hektar sein eigen. Die Ankaufskosten von über 50.000,- EUR wurden nach Altreuthers Angaben vom Bay. Naturschutzfonds gefördert, der Eigenanteil des BN wurde durch Spendengelder aufgebracht. Die vom BN erworbene Fläche wies im ökologischen Sinn schon eine gute Struktur auf: Das Oberflächenrelief ist schon sehr differenziert und weist viele Flutmulden auf, ebenso ist sie durch bisherige Wiesen-Grenzgräben kleinräumig gegliedert. Beide seien zum einen wichtig für den zeitweisen Wasserrückhalt solcher Auwiesen. Zum anderen sorgen diese Feuchtstellen lange Zeit des Jahres für ein gutes Nahrungsangebot für wiesenbrütende Vogelarten wie z. B. Bekassine und Weißstorch. Die Wassertrüdinger Störche gehen dort regelmäßig auf Nahrungssuche. ![]() Bei der Gestaltungsmaßnahme wurden die vorhandenen Gräben an etlichen Stellen in differenzierter Weise aufgeweitet und unterschiedlich profiliert, um den Strukturreichtum zu erhöhen. Davon würden beispielsweise Amphibien und Libellen profitieren, auch die Wasserrückhaltefunktion verbessere sich. Der Aushub wurde von 8 örtlichen Landwirten unter Regie von Wegbaumeister Gerhard Feldner abgefahren und zur Bodenverbesserung auf Äckern verwendet. Wichtig war, dass im Wörnitz-Überschwemmungsbereich keinerlei Erdablagerungen wg. des Nährstoffeintrages erfolgten. ![]() Während der Talgrund offen bleiben soll, ist dies am Wörnitzufer anders. Der Uferstreifen dort sowie größere Flächen in den Mäandern stehen in Eigentum des Wasserwirtschaftsamtes und ist großteils der natürlichen Entwicklung überlassen. Langfristig ist hier eine Entwicklung hin zu einem Auwald das Ziel, zumal der Bereich seit Jahren auch vom Biber als Lebensraum genutzt wird. Um die Auwaldentwicklung zu beschleunigen, hat das WWA im vergangenen Jahr bereits etliche Gehölzpflanzungen mit Weiden und anderen Weichhölzern angelegt. Ergänzend wurde jetzt an einigen Stellen mit dem Bagger jetzt noch etliche Quadratmeter Oberboden abgeschürft. Auf diesem wechselfeuchten Rohboden ist innerhalb zweier Vegetationsperioden das Selbstaufkommen von Pionier-Weichhölzern durch Samenflug zu erwarten, ist sich Altreuther sicher. Mit der Begünstigung der Gehölzbestockung in den Randbereichen habe man im Hinterkopf, dass sich mittelfristig die Kernfläche des Biberreviers hierher verlagere und Nutzungskonflikte auf Privatflächen unwahrscheinlicher würden. "An Mariä Geburt fliegen die Schwalben fort" Das Fest Mariä Geburt wird im Kirchenjahr der Römisch-katholischen Kirche alljährlich am 8. September gefeiert. Im Volksmund wird Mariä Geburt mit dem Beginn des Herbstes in Verbindung gebracht: „Mariä Geburt fliegen die Schwalben fort.“ Demnach endet mit dem heutigen Tag der Schwalbensommer. Noch sind sie da, die schönen Schwalben. Alleine in dem Kuhstall meiner Familie konnten in diesen Tagen noch 60 bis 70 Rauchschwalben gezählt werden. Doch bald werden sich auf den Leitungsdrähten ungezählte Mehl- und Rauchschwalben versammeln, alte und junge, dicht gedrängt, um die Reise anzutreten ins afrikanische Winterquartier. Pünktlich wie im Vers: An Mariae Geburt flogen die Schwalben fort. Früher war nicht alles besser. Für Schwalben aber schon. Die Rauchschwalben kommen mit weniger Lehm aus, sie bauen ein offenes Nest, armieren es mit Halmen, stützen es auf einen Eisenträger oder etwas ähnlichesin einem Stall. Deshalb braucht der Lehm nicht ganz so fett sein wie für ein Mehlschwalbennest.
Auf unserem Bauernhof habe ich in diesem Jahr 29 Rauchschwalbennester gezählt. Ich weiß nicht wieviele davon belegt waren und ob es in manchen Nestern mehrere Bruten gegeben hat. Am Haus fand ich vier Nester von den Mehlschwalben. Zwei davon wurden von Mehlschwalben, zwei von Spatzen bewohnt. Die Spatzen warten gerne bis das Nest fast fertig ist - um dann selber einzuziehen. Die Mehlschwalbe
links wohnen Mehlschwalben - rechts die Spatzen
Der Spatz hat Frühlingsgefühle (Beitrag vom 5. April) Weitere Infos über die Mehlschwalbe mit Stimme Die Rauchschwalbe
Bilder aus dem Kuhstall daheim vom Juli
![]() Weitere Infos über die Rauchschwalbe mit Stimme Die Uferschwalbe
Die kleinste unserer drei heimischen Schwalben ist die Uferschwalbe. Früher lebte sie an den Steilwänden, die die Flussdynamik jedes Jahr neu schuf. Doch heute, da unsere Flüsse alle gezähmt sind, weicht sie auf die Steilwände von Sandgruben aus, in die sie ihre Röhren gräbt, an deren Ende die Brutkammer sich befindet. Dafür hat sie extra an den Beinchen ein kleines hartes Büschelchen Federn - zum hinauskehren des gerade abgegrabenen Sandes. Momentan kenne ich nur noch zwei Brutkolonien bei mir in der Nähe. Zwei weitere wurden in der letzten Zeit leider aufgegeben. Uferschwalben kann man ganz leicht helfen. Sie brauchen jedes Jahr nur eine frische Steilwand, in der sie ihre Röhren anlegen können.
Weitere Infos über die Uferschwalbe mit Stimme Jeden
Tag erlebe ich ein ganz besonders Schauspiel zu Hause. Die Schwalben
versammeln sich und schimpfen. Wenn sie tiefe Warnrufe von sich geben, dann ist Jack unterwegs... ![]() ...sind die Warnlaute jedoch hoch, dann versucht wieder einmal der Sperber sein Glück. Wird jedoch meistens von den Schwalben rechtzeitig bemerkt und gemeinsam attaktiert. ![]() Doch ob es morgen noch Schwalben bei uns geben wird, liegt nicht an diesen beiden, die doch nur das wollen, was wir für uns auch in Anspruch nehmen: Essen. Sorgen wir lieber dafür, dass es weiterhin eine bäuerliche Landwirtschaft mit einer vielgliedrigen Kulturlandschaft gibt und Dörfer mit Lehmpfützen. Tun Sie etwas gegen den Klimawandel. Dann kommen die Schwalben auch um den 10. April herum wieder. Das Zeltlager der Hesselbergstrolche - der Montag ![]() Kerstin und Caro machten heute das Essen. Zu Mittag gab es Gulasch mit Nudeln. Wir gingen noch einmal die alte Lindenallee hoch zum Hesselberg. Bei Tageslicht betrachtet war die Scheuchenparade schon nimmer so gruselig. ![]() Unser Ziel war der Hesselberg-Schäfer Friedrich Belzner aus Wittelshofen. Er wandert mit seiner Herde über den Hesselberg und sorgt damit für eine offene und artenreiche Landschaft. Die Kinder durften ihn mit seiner Herde ein Stück weit begleiten. Impressionen Der Hesselberg ist ein wunderbares Stück Kulturlandschaft ![]() Die Silberdistel ist sein Wahrzeichen ![]() Schafe halten den Hesselberg "offen". In jeder Herde gibt es ein schwarzes Schaf. ![]() Schäfer
Friedrich Belzner hat an die 500 Schafe und rund 40 Ziegen dabei. Die
Ziegen sollen dabei verhindern, dass die Heide verbuscht. Sonst
würde hier irgendwann wieder Wald sein. ![]() Die
Schafherde weidet in Formation. Als sie vorüber gezogen ist, hat sogar
diese kleine Erdkröte überlebt. Eine naturschonende Art der
Landschaftspflege ist die Hüteschäferei. ![]() Typisch
ist hier der Wacholder. Er ist stachelig. Das mögen die Schafe
nicht. Im Schatten einer alten Esche lässt es sich gut aushalten. Unten
seht ihr ein Lamm, das erst am Vortag geboren wurde. ![]() ![]() Schäfer Friedrich Belzner nimmt sich Zeit für die Fragen der Kinder ![]() Es war ein schönes Zeltlager. Das Wetter war toll. Den Kindern als auch den Betreuern hat es sichtlich gefallen. Niemanden ist etwas passiert. Wunderbar! Um 18 Uhr wurden die Kinder wieder von ihren Eltern abgeholt. Bis zum nächsten Jahr! Bei allen ehrenamtlichen Helfern möchten wir uns ganz herzlich bedanken! Engel-Brauerei. Inhaber Teufel. Unser Getränkelieferant ;-)
Das Zeltlager der Hesselbergstrolche - der Sonntag Der Morgen beginnt mit Katzenwäsche. Hier sehen Sie Dave an der Waschstation beim Zähneputzen. ![]() Danach gab es ein schmackhaftes Frühstück. Heute hatte Kerstin die Küche unter sich. Im Anschluß besprachen wir das Geländespiel und haben es vorbereitet. ![]() Das Geländespiel Hier sehen Sie meine Gruppe an der 1. Station... ![]() ...dem Bogenschießen. Bernd und Carola betreuten die Station. ![]() ![]() Weiter
ging`s zum "Geschmackserlebnis", zu Kerstin in`s Küchenzelt. Sie
wollen gar nicht wissen, was die sich alles ausgedacht hat. ![]() Sinnes- und Barfußpfad mit Christiane Wenn
man nichts sieht und sich - ganz ungewohnt - auf seine anderen Sinne
verlassen muss, dann ist das für viele Kinder eine ganz neue
Sinneserfahrung. ![]() ![]() Zur nächsten Station müssen wir ein Stück den Hesselberg hochlaufen. An der Schafsquelle wartet Carolin auf uns mit... ![]() Apfel beißen In einem Gefäß mit Wasser schwimmt ein Apfel - gar nicht so leicht den zu kriegen ![]() geschafft ![]() der nächste bitte ![]() Mit nassen Haaren geht`s zum "Hexenhäuschen" ![]() Hier macht Dave das Naturmemory Einen
Moment lang können die Kinder Dinge sehen, die Dave in der Umgebung
gesammelt hat. Dann wird alles zugeklappt und die Kinder müssen alles
nun selber finden und dann Dave zeigen. Erst danach dürfen Sie weiter
zur nächsten Station. ![]() ![]() Die nächste Station mit Siggi und Roswitha Der Schlafende Geizhals Der
Imker ist blind, seine Augen sind verbunden. "Bienen" müssen versuchen
seinen süßen Schatz zu stehlen. Sobald der Geizhals etwas hört, schlägt
er mit einem Tuch danach. Wer schafft es, ungehört und ungeschlagen an
den Schatz zu kommen? Gar nicht so leicht - und ein Riesenspaß. ![]() ![]() Die Betreuer auf dem Rückweg ![]() Wer will alles Eis? ![]() Danach gab`s Badespaß zur Abkühlung ![]() ![]() fitte Kinder - schlafende Betreuer ![]() Impressionen ![]() Das obligatorische Fußballmatch ![]() Ein weiteres Highlight war heute das Grillen mit Karl-Heinz ![]() Unser Zeltlager am idyllischen Badeweiher von Röckingen ![]() Als
es dunkel wurde, brachen wir ohne Taschenlampen auf zur Nachtwanderung.
Es ging die alte Lindenallee den Hesselberg hoch. Dort stehen ganz
viele Vogelscheuchen - ein Kunstprojekt. Beinahe machten sie uns
Angst. Die kleinen Kinder fasten fest an unsere Hände....plötzlich
wurden manche "Vogelscheuchen" lebendig. Leider habe ich davon keine Bilder. Aber die Schreie, die hab ich heute noch im Ohr. Wer wollte, durfte mit uns anschließend am Lagerfeuer "durchmachen". Das Zeltlager der Hesselbergstrolche - der Samstag Unser Zeltlager der Hesselbergstrolche gibt es schon seit etwa 14 Jahren. 30 Kinder im Alter von 8-12 Jahren verbrachten mit uns - 12 Betreuer vom Bund Naturschutz - ein gemeinsames Natur-Erlebnis-Wochenende am idyllisch gelegenen Badeweiher von Röckingen am Hesselberg. Bevor die Kinder kommen ist alles ruhig. Die Schafe sind noch im Pferch. Den nahen Hahnenkamm verhüllt der Morgennebel.
Treffpunkt ist in Gerolfingen. Um 9 Uhr können die Kinder kommen.
Im Küchenzelt ist Lagebesprechung. Hier sehen Sie einen Teil der Betreuer.
Nachdem die Eltern die Zelte aufgebaut haben und die Kinder begrüßt wurden, macht Caro mit den Kindern Kennenlernspiele....
....währendessen kocht Klaus das Mittagessen. Selbstverständlich verzieht hier Klaus das Gesicht nur für die Kamera zum Spaß. Er kocht einfach wunderbar und seine Nudeln mit Tomatensoße waren superlecker! Zum Nachtisch gab es Wassermelonen.
Beim 1. Essen gab es auch gleich das 1. Opfer. Eigentlich rufen wir da unser medizinisches Notfallpersonal: Kerstin. Das war in dem Fall nicht notwendig. Hier sehen Sie den Daumen von ähm Kerstin.
Badespaß Baywatch - die beiden Jungbetreuerinen Julia und Lena passen auf.
An jedem Tag des Zeltlagers haben wir uns ein besonderes Thema ausgedacht: Der Imker kommt
Die Kinder können einen Schutz tragen. Die Betreuer natürlich auch. Schnell sucht sich noch jeder ein Blatt vom Spitzwegerich. Der wächst überall und jedes Kind kennt seine Wirkung: Der Saft des Blattes lindert die Entzündung und den Schmerz. ![]() Doch bei Fritz Schellmann aus Ehingen ist noch nie ein Kind gestochen worden. Nur er. Er lässt sich bei jeder Führung einmal - zur Freude der Kinder - stechen um das den Kindern mal zu zeigen. Also halb so schlimm, sagt er. Kinder brauchen keine Angst vor Bienen, Wespen, Hornisse und Co. haben. Zum Beweis streicheln die Kindern nun die Bienen. "Sind die weich!" ![]() Bienen
sind fleißig. Eine Königin legt am Tag bis zu 2000 Eier! Oben können
Sie mal versuchen, die Königin umgeben von ihrem Hofstaat zu finden. Ein Produkt der fleißigen Bienen ist Wachs - damit kann man z. B. Kerzen machen. ![]() ... und natürlich Honig. Den naschten die mutigen Kinder gleich aus den Honigwaben, die voller Bienen waren. "Süß" sind Bienen also in jeder Hinsicht. ![]() ![]() Die 1. Lektion war also: Keine Angst vor Bienen und Co. Nun wollten wir aber noch die anderen Vertreter dieser Insektengruppe vorstellen und vorallem deren Bedeutung für den Naturhaushalt. Sprich die Bestäubungsleistung. Das viele Obst würde schießlich um uns herum ohne diese großartige Arbeit der Bienen, Hummeln und Co nicht wachsen. Hier stelle ich gerade den Hummelstaat vor. Im Gegensatz zu den Bienen überwintern die Hummeln nicht als Staat. Die Geschlechtstiere (Königinen und Drohnen) sind schon geschlüpft und ausgeflogen. Nur die Königinen werden überwintern und im nächsten Jahr neue Staaten gründen. Wir sehen hier nur noch das Ende eines einst blühenden "Staatswesens". Das Hummeljahr, zumindest für dieses Steinhummelvolk, ist vorüber. Die Steinhummel erkennen Sie ganz einfach: Schwarze Hummel mit roten Hinterteil. ![]() ![]() Dann
gibt es noch Solitärbienen. Bienen also, die keine Staaten bilden. Die
allein leben. Es gibt soviele Arten, die ganz unterschiedlich leben.
Die einen Mauern sich was, andere gehen in Schneckenhäuser, wiederum
andere legen ihre Brut in Löcher von einem Durchmesser - je nach Art -
von 2 bis 10 mm. Für diese bauten wir Insektenhotels. Bau eines Insektenhotels Zuerst kommt Lehm in Ecken... Wildbienen können sich hier selber ihre Wohnröhren graben. ![]() ...was für ein Spaß....danach befestiegen wir Holzstücke. ![]() Die
Holzstücke werden angebohrt. Der Bohrer darf hier ruhig ganz tief
reingehen. Nur nicht durchbohren bitte. Die empfohlene Bohrstärke (2-10
mm). ![]() Die Lücken werden mit Schilfrohr gefüllt. Diese sind innen hohl. Weitere Brutmöglichkeiten also. ![]() Voila - die Wildbienenhotels vom BN-Zeltlager in Röckingen... Hier
sehen Sie im Detail: Lehm, in den wir Löcher machten, angebohrte
Holzstücke und hohle Schilfhalme. Jetzt das ganze wettergeschützt an
eine sonnige Stelle hängen und schon bald werden die ersten Löcher
geschlossen sein. Ein farbenfrohes Leben kann dann im eigenen Garten
beobachtet werden. Da wir keinen Strom hatten und auf Akkus zurückgreifen mussten, konnen wir natürlich nicht so viele Löcher bohren. Das können die Kinder zuhause nachholen. ![]() Den Bau der Wildbienen-Hotels hat Klaus Eberhardt vorbereitet. Vielen Dank Klaus! ![]() Hier gibt es noch einen kleinen Filmbeitrag von Bernd und Carola. Er zeigt unsere Kinder zwischen den Bienen. Gucken Sie doch mal. Mehr zum Thema (Linkliste): http://www.hymenoptera.de/ http://www.wildbienen.de/index.htm http://www.bienenhotel.de http://de.wikipedia.org/wiki/Bienen http://de.wikipedia.org/wiki/Wildbienen ![]() Noch`n Gedicht von Heinz Erhardt An die Bienen Bienen! Immen! Sumseriche! Wer sich je mit euch vergliche, der verdient, daß man ihn töte! Daß zumindest er erröte! Denn, wie ihr in Tal und Berg schafft ohne Zutun der Gewerkschaft, ohne daß man euch bezahle, ohne Streik und Lohnspirale, täglich, stündlich darauf bedacht, daß ihr für uns Honig macht, ihr seid's wert, daß man euch ehre! Wobei vorzuschlagen wäre - ob nun alt ihr, ob Novizen - euch von heute ab zu siezen! Unser Dank, unser Applaus säh in etwa dann so aus: "Sehr geehrte Honigbienen! Wir Verbraucher danken Ihnen!" Nach dem Abendessen gab es die Zeltkontrolle. Jedoch verlief diese ohne Beanstandungen. Die Kinder waren alle sehr ordentlich. Danach gab es ein packendes Fußballturnier. Sie sehen gerade das spannende Elfmeter-Finale. ![]() Zum Ausklang des Tages gab es dann Lagerfeuer-Romantik. Roswitha spielte dabei Gitarre und die Kinder machten sich leckeres Stockbrot am Lagerfeuer. ![]() ![]() Der erste Tag ging somit langsam zu Ende. ![]() Fledermausführung in Dinkelsbühl - Ferienprogramm Los geht`s - den lautlosen Jägern der Nacht lauthals auf der Spur. ![]() In der alten Stadt wohnen die Fledermäuse und im angrenzende Stadtpark kann man sie bei ihren Jagdausflügen beobachten.
Die Kinder kamen pünktlich um 19.45 Uhr, die Fledermäuse ca. 20 Minuten nach Sonnenuntergang, also nach 21 Uhr. Besonders zahlreich waren wieder die Wasserfledermäuse am Rothenburger Weiher unterwegs. Sie haben auch gar keine Scheu ganz nah an uns am Ufer vorbei zu sausen. Im Scheinwerferlicht der Taschenlampen lassen sie sich gut beobachten. Von den Kindern und dem Weiher sehen sie auf dem Bild zugegebener Maßen nicht besonders viel, dafür ist das beleuchtete Rothenburger Tor um so schöner anzuschauen.
Ein
Spaziergang in der Nacht in einer alten Stadt oder in der Natur ist
immer etwas ganz besonders. Hier sehen sie das weltbekannte "Deutsche Haus", eines der schönsten Fachwerkhäuser, das ich kenne.
Impressionen von der Zeitreise zu den Kelten - dem Keltenfest ![]() Ok,
so ein archäologisches Bodendenkmal macht auf den ersten Blick nicht
viel her. So besser? Jetzt kann man sich schon vorstellen was hier
mal gewesen sein könnte. ![]() Wir
haben selbstverständlich darauf geachtet, dass das Bodendenkmal nicht
beeinträchtigt wird. Die Palisade steht nur auf der Wiese. Der Boden
blieb unversehrt. ![]() Dazu gab es Met und "Wildschwein". Es soll ein ganz wildes Spanferkel im Stall gewesen sein ;-) ![]() Ganz
besonders wollten wir uns der Kinder annehmen. Die haben wir aus den
umliegenden Gemeinden im Rahmen ihrer Ferienprogramm eingeladen. Und
sie kamen...erstmal nicht zur Keltenschanze, sondern auf einen
Parkplatz. Dem Treffpunkt. ![]() Dort wurden sie von römischen Auxilartruppen begrüßt. Das sind Hilfstruppen, die eigentlich keine Römer waren, sondern Söldner aus allen Teilen des damaligen Weltreiches. Vielleicht waren im nahen Reiterkastell Ruffenhofen sogar Kelten stationiert. Man weiß es nicht. Die Kinder konnten sich nun mit Menschen unterhalten, die vor ca. 1800 Jahren hier am Limes Dienst geschoben haben. Entlang des heute noch sichtbaren Limes (=Grenze) ging es dann in Richtung Keltenschanze. Die
römische Patroullie näherte sich langsam der Keltenschanze und damit
feindlichem Gebiet. Dennoch kam der scharf gerittene Angriff der Kelten für viele überraschend. ![]() Die Kinder wurden überwältigt und auf die Keltenschanze verschleppt. ![]() Nur Text ist ja langweilig. Deshalb standen "echte" Kelten den Kindern Rede und Antwort. ![]() Danach
stürzten sich die Kinder ins Lagerleben und durften alles das machen,
was damals die Kelten auch gemacht und gekannt haben. ![]() Die Kelten kannten seit dem 3. Jahrhundert vor Christus schon Münzen als Zahlungsmittel, die sogenannten Regenbogenschüsselchen. Bei uns ging es damals, vor mehr als 2000 Jahren, wohl eher ländlich zu, d. h. hier überwog der Tauschhandel. ![]() Hier sehen Sie eine kleine Auswahl von dem was die Kinder machen durften. ![]() Die Kinder konnten sich selber ein Amulett aus Zinn gießen. ![]() Mit dem Blasebalg wird die notwendige Hitze für den Zinnguß schnell erreicht. Normalerweise durften/mussten das die Kinder aber machen. ![]() Ein Amulett aus Horn (vom Reh) mit nem Schmuckstein herstellen. ![]() Ein Torques, ein keltisches Halsreif, den auch die Männer voller Stolz als Statussymbol trugen.
![]() Töpfern macht Spaß ![]() Wer wollte konnte sich auch was selber weben ![]() Dort war auch Barbara Winter anzutreffen, die Leiterin des Weiltinger Museums. ![]() Wer wollte, konnte sich auch ans Lagerfeuer setzen und sich etwas ausruhen. Dort las der Nördlinger Autor Ronald Hummel
aus seinem spannenden Buch "Im Bann des Keltenfürsten", in dem ein
tapferer Köhlerjunge seine Abenteuer in der Keltenzeit
erlebt. ![]() Action war aber nicht nur zu hören, sondern konnte auch erlebt werden. Schaukampf: Holger der Franke gegen Felix den Slawen... ![]() ...zum mitmachen. Hier wehrt ein Kind gerade einen Axthieb des Franken Holger ab... ![]() ...und umgekehrt. ![]() Alle auf Felix - ihre Schilde haben die Kinder selber gemacht. ![]() ...sogar Eltern (schluck) ![]() Bogen bauen - Bogen schießen ![]() ![]() Andrea kocht einfach wunderbar die alten Gerichte ![]() Viele Leute kamen. Eine Kutsche mit einem Traktor davor pendelte zum Parkplatz. ![]() Es gab viel zu sehen. Kelten ![]() Germanen ![]() Alemannen ![]() Ok,
in Wirklichkeit hätten sich diese Menschen nie getroffen - zwischen
ihnen liegen Jahrhunderte. Hier sehen Sie einen Römer einen Slawen und
einen Alemannen. Unten kämpft eine Keltin gegen einen Alemannen. ![]() Die Kinder hatten ihren Spaß... ![]() ...und wir auch ![]() Vielen Dank und auf Wiedersehn im nächsten Jahr! ![]()
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