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Naturschutztagebuch - Teil 3 |
Begleiten Sie einen ehrenamtlichen Naturschützer.
Lernen Sie die Natur
und den Naturschutz von einer anderen, persönlichen Seite kennen.
Impressum

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7. Juli 2007 Ein Teil der Akteure hat sich am Samstag die Keltenschanze angeschaut... ![]() ...und eine unserer "Zielgruppen" gleich mitgebracht ![]() Heute haben wir uns an der alten Keltenschanze in Weiltingen getroffen, um die "Zeitreise zu den Kelten" vorzubereiten (siehe Veranstaltungshinweise). Neben Susanne Schön und mir waren noch die Vertreter einiger historischer Gruppen mit dabei gewesen. Gemeinsam wollen wir am 28. und 29. Juli ein Wochenende lang ehrenamtlich eine Keltenschanze in Weiltingen beleben. Es ist noch viel zu tun und vorzubereiten und die Zeit ist knapp. Der Etat, der uns für dieses ambitionierte Vorhaben zur Verfügung steht, ist geradezu winzig. Um genau zu sein, haben wir gar keinen. Doch dank einer unglaublichen Unterstützung, die uns überall zuteil wird, können wir den Menschen in unserer Region die Kelten, und damit einen Teil unserer eigenen Geschichte, nahezubringen. Der Keltengruppe Epona ist es gelungen, einige historische Gruppen für dieses Vorhaben zu gewinnen. So zum Beispiel die Keltengruppe Cernunnos Keltoi aus Treuchtlingen und aus Giengen die Gruppe Dux Huntari. Neben Kelten werden also auch Alamannen und Franken mit dabei sein. Im Landkreis Ansbach wissen wir von fünf Keltenschanzen. Eines unserer Anliegen ist es, diese archäologischen Bodendenkmäler dauerhaft zu erhalten und die Menschen darüber zu informieren. Wissen Sie eigentlich über die Kelten und die Keltenschanzen bescheid? Bis vor einem Jahr konnte ich das von mir noch nicht behaupten. Es gibt über die Kelten mehr Fragen als Antworten. Hier sehen Sie einen Teil der Weiltinger Keltenschanze. In der Flurbereinigung wurde sie in öffentliches Eigentum überführt und eingegrünt. Kein Pflug geht hier mehr durch die Erde und zerstört das dort seit über 2000 Jahren Schlummernde. Die Gemeinde Weiltingen und der Museumsverein Weiltingen unterstützen uns. ![]() Von der Keltenschanze aus hat man einen herrlichen Blick auf den Hesselberg und die Wörnitz (Luftbild). ![]() Den alten Eingang benutzen wir auch heute noch ![]() Wir
haben nicht nur Kelten, sondern auch - wie auf diesem Bild zu sehen -
einen slawischen und einen fränkischen Krieger. In der Mitte sehen Sie
eine unserer "Zielgruppen" - die Kinder aus der Region. ![]() Jutta - eine keltische Frau von der Keltengruppe Epona ![]() Katarina, ein "modernes" Mädchen, hier mit fränkischem Schild und Schwert ![]() Ein keltisches "Ehepaar" ![]() Felix - ein slawischer Krieger ![]() Florian, Benno und Jutta - eine keltische Familie ![]() Benno und Jutta - ein keltisches Ehepaar ![]() Sabine von Cernunnos Keltoi aus Treuchtlingen ![]() Holger - ein fränkischer Krieger von der der Gruppe Dux Huntari ![]() Bianca - eine verheiratete Alamannin (Dux Huntari) ![]() Damals wurde nicht lange gefackelt oder diskutiert ![]() ![]() Katarina mit Franziska (Franziska ist ein fränkisches Wurfbeil. Katarina ist die Tochter von Susanne Schön) ![]() drei Frauen - drei Zeitalter von links Die Keltin Jutta = ca. 200 v. Chr. Susanne = Jetztzeit Die Alamannin Bianca = ca. 600 n. Chr. ![]() Karl-Heinz, der Häuptling von Epona ![]() Der Kelte Rolf ![]() Hier stehe ich und kann nicht anders (Ich bin ein Franke. Das verrät das Schwert, das Schild und die Jeans. Letztere wurde ja bekanntlich von einem Franken erfunden) ![]() Es
haben sich von verschiedenen historischen Gruppen ca. 30 Personen
angemeldet, die mit ca. 15 Zelten kommen möchten. Die Keltengruppe
Epona wird am Freitag her reiten. Wir freuen uns schon alle wahnsinnig auf dieses Wochenende und würden uns auch über Ihren Besuch sehr freuen! Botanische Kartierungsexkursion 7. Juli 2007 Ich wohne im Grenzgebiet von Bayern zu Baden-Württemberg und zudem noch zwischen den bayerischen Regierungsbezirken Mittelfranken und Schwaben. Solche Grenzgebiete sind oftmals von der Natur her sehr interessant, andererseits fühlt sich hier aber niemand so richtig zuständig, nach der Natur zu schauen und die Veränderungen, die sich hier fast unmerklich ständig abspielen, zu dokumentieren. Deshalb freut es mich, dass der Verein zur Erforschung der Flora des Regnitzgebietes sich um meinen Raum hier kümmert und dabei unsere von Menschenhand gemachten Grenzen einfach ignoriert. Wenn eine ihrer Kartierungsgruppen bei mir im Gebiet unterwegs sind, versuche ich immer mitzugehen. Da es sich hier um ausgewiesene Fachleute handelt, kann man dort sich kompetent die heimische Flora zeigen und erklären lassen. Dabei wird keineswegs ein Schwerpunkt auf die Schutzgebiete und die botanischen Raritäten gelegt, sondern ganz im Gegenteil, die gesamte Pflanzenwelt soll in einem Gebiet erfasst werden. Normalerweise beginnte so eine Exkursion immer an einem Friedhof. Hier konnten sich manche Arten ein Refugium erhalten. Doch heute waren wir - ganz untypisch eigentlich, könnte man meinen - an einem Rastplatz der A7 unterwegs. Hier erholen sich Autofahrer von überall her und damit ist hier auch eine entsprechende Flora zu erwarten. Hier schaut sich Johannes Wagenknecht den Odermennig einmal ganz genau an. Ich wußte gar nicht, dass es hiervon mehrere Arten gibt. ![]() Es gibt lange Listen, die es abzuarbeiten gilt. ![]() Hier sehen Sie in einem kleinen Gewässer Laichkraut und Wasserlinsen ![]() Ich habe schon wieder vergessen, um welche Wasserlinse es sich genau gehandelt hat. Mir reicht "Wasserlinse". ![]() Zwischen den Pflastersteinen wächst das kahle Bruchkraut ![]() Entlang der Autobahn blüht es auch sehr schön. Hier sehen Sie das gelb blühende Bitterkraut - "Korblütler sind sich oft sehr ähnlich und sind Teufelszeug" - und eine Wickenart. ![]() Nostoc
- eine Alge am Wegrand. Sie sieht nicht nur unappetitlich aus, sie
fühlt sich genau so auch an. Vielleicht kennen Sie diese Alge von Ihren
Terassenplatten. ![]() Wenn Sie sich näher mit unserer Pflanzenwelt beschäftigen wollen, kann ich Ihnen einen Spaziergang mit fachkundigen Kennern nur empfehlen. Die können Sie so richtig mit Fragen löchern. Wie heißt eigentlich diese Pflanze?... Bilder von der Kunstaktion der 4c im Arche Noah Garten 5. Juli 2007 Die 4c hat mit einer Ausstellung ihre Kunstaktion im Arche Noah Garten der Sinne beendet. Die Aufnahmen habe ich freundlicherweise von Dr. Gerhard Weidringer bekommen. Sigrid Malike und Nina Kolb gaben den Kindern die Gelegenheit selber kreativ zu werden. Impressionen vom Kunstprojekt der 4c im Arche Noah Garten der Sinne ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Kommt es zur Energiewende im Landkreis Ansbach? 28. Juni 2007 Liebe Leser des Naturschutztagebuches, alle reden vom Klimaschutz in diesen Tagen. Doch was passiert eigentlich, wenn es konkret wird? Begleiten Sie mit mir hier den Werdegang eines Antrages, den die Kreistagsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN am 20. Juni 2007 an den Ansbacher Kreistag gestellt hat.
Teil 1 - Der Antrag ![]() An den Landrat des Landkreises Ansbach. Herrn R.
Schwemmbauer 91522 Ansbach Antrag an den Kreistag: Sehr geehrter Herr Landrat, die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die
Grünen stellt folgenden Antrag:
seinen Städten und Gemeinden und
den Bürgerinnen und Bürgern eine Energiewende im Landkreis einzuleiten. Zielsetzung: - bis zum Jahr 2015 sollen im Landkreis Ansbach 40 Prozent der fossilen durch regenerative Energien ersetzt werden - bis zum Jahr 2030 soll die Versorgung des Landkreises vollständig durch regenerative Energien erreicht werden Dieses Ziel soll realisiert werden durch: - Einsatz innovativer und effizienter
Technologien
Wertschöpfung für die Energieversorgung, des Energieverbrauches, des
Einsparpotentials und der regionalen Energieangebote zu ermitteln (Potentialanalyse) - einen „Runden Tisch“ mit Fachverbänden
der Industrie und des Handwerks, der Landwirtschaft, der Energieversorger und
der Naturschutzverbände zu
konstituieren - ein Konzept für eine begleitende
Öffentlichkeitsarbeit zur Unterstützung des Zieles der Energiewende im Landkreis Ansbach zu erarbeiten - fordert die Kommunen des Landkreises auf sich diesem Ziel anzuschließen
und im Rahmen ihrer Handlungsspielräume
zur Erreichung dieses Zieles beizutragen - erstattet jährlich Bericht über die in ihrem Bereich durchgeführten
Maßnahmen und die erzielten Erfolge.
Emission von Treibhausgasen und den dadurch bedingten Klimawandel sind die Industriestaaten. Der Pro Kopf CO2-Ausstoß in Deutschland liegt um den Faktor 2,5 über
dem weltweiten Durchschnitt und z. B. um den Faktor 8 über dem Indischen. Um
uns und unseren Kindern und Kindeskindern die Lebensgrundlagen zu erhalten,
sind wir in Deutschland besonders gefordert den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Vorraussetzung dafür ist die Energiewende. Darüber hinaus machen der im Zuge der Verknappung der fossilen Energien
weiter steigende Erdöl- und Erdgaspreis sowie die Versorgungssicherheit die
umwelt- und klimarelevanten Bestrebungen nun auch aus ökonomischer Sicht
absolut notwendig und sinnvoll. Deshalb muss das Ziel des Landkreises Ansbach
sein, schnellstmöglich unabhängig von fossilen Energien zu werden und sich
stattdessen komplett aus erneuerbaren und heimischen Ressourcen zu versorgen. Dadurch wird weiterhin erreicht, dass die Wertschöpfung in unserer Region
erfolgt und sich damit für unsere Land- und Forstwirtschaft sowie für unsere
heimische Wirtschaft generell erhebliche Potentiale erschließen. Schon in der Vergangenheit hat der Landkreis Ansbach erste Schritte zum
Umstieg von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbaren Energien unternommen,
z. B durch die Fotovoltaikanlagen (Bürgersolaranlagen) auf verschiedenen
Landkreisschulen bzw. auf den Dächern der Bauhöfe des Landkreises. Auch der Neubau der Dreifachturnhalle im Passivhaustandard in Herrieden ist
ein Beispiel für nachhaltiges Bauen im kommunalen Bereich. Darüber hinaus sind viele Landkreisbürger bereits dabei, für sich die
Energie-wende zu vollziehen, z. B. durch
die energetische Sanierung ihrer Häuser. Der Landkreis Ansbach setzt mit diesem Beschluss ein Zeichen gegenüber der
Bevölkerung, der Wirtschaft und allen Institutionen und wirbt dafür, dass sich
möglichst viele dem Vorhaben der Energiewende anschließen. Mit freundlichen Grüßen
(für die Kreistagsfraktion von B.
90/Die Grünen) All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? 27. Juni 2007 Was wir schon immer ahnten aber bisher nicht richtig wussten... All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? 08.05.2007 [Textilien, Bedarfsgegenstände und Spielzeug] Quelle:Südwind Der größte deutsche und europäische Discounter Aldi verkauft Textilschnäppchen zu einem hohen Preis: In seiner heute erschienenen Studie weist das SÜDWIND-Institut nach, dass bei chinesischen und indonesischen Aldi-Zulieferern Arbeitsrechte in bisher kaum bekannten Ausmaß verletzt werden. Ingeborg Wick, Autorin der Studie, fordert daher eine sofortige Änderung der Beschaffungspolitik des Konzerns, nicht zuletzt durch staatliche Rahmenbedingungen, wie sie das G8-Treffen in Dresden zur Zeit diskutiert. In China schleichen sich Beschäftigte nachts heimlich aus den Fabrik-Schlafsälen, weil sie befürchten, vom Management keine Erlaubnis zur Kündigung zu erhalten. Wochenlang müssen sie auf ihre Löhne warten. Schulen kassieren von den Fabriken Gelder für die Vermittlung von minderjährigen Beschäftigten. »Mit Beispielen wie diesen«, so Ingeborg Wick, »wird der Arbeitsalltag von Beschäftigten in chinesischen Bekleidungsfabriken und keineswegs eine Ausnahmesituation beschrieben.« Zum ersten Mal wird mit dieser Studie das Textilgeschäft des Discount-Pioniers Aldi untersucht. Nach zahlreichen Forschungen zur globalen Beschaffung von Markenunternehmen und Textileinzelhändlern wie adidas, Otto und KarstadtQuelle in den letzten Jahren widmet sich das SÜDWIND-Institut damit der Rolle von Discountern im weltweiten Wettbewerb dieser Branche. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sind Discountunternehmen in den letzten Jahren auf die Spitzenplätze des Textileinzelhandels in Deutschland vorgerückt. Zum Grundkonzept von Discountern gehört die drastische Kosteneinsparung beim Personal - sowohl in hiesigen Filialen als auch in globalen Zulieferbetrieben. Zusammen mit der Kampagne für Saubere Kleidung plant SÜDWIND in den kommenden Monaten öffentliche Aktionen zu Aldi. Diese richten sich an die Adresse der Unternehmensgruppe und politischer EntscheidungsträgerInnen mit dem Ziel einer ethischen Beschaffungspraxis von Unternehmen. In einer ersten Stellungnahme zu den Forschungsergebnissen der SÜDWIND-Studie zeigt sich Aldi dialogbereit. »Ob diese Bereitschaft zu Einkaufspraktiken führt«, so Ingeborg Wick, »die eine Einhaltung grundlegender Sozialstandards erlauben, wird sich zeigen.« (»All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien. Aktionsvorschläge für VerbraucherInnen und GewerkschafterInnen«, von Ingeborg Wick, hg. SÜDWIND Institut für Ökonomie und Ökumene, Siegburg 2007. Die Studie wurde finanziell gefördert von der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung.) Download der Studie: http://www.suedwind-institut.de/downloads/ALDI-Broschuere_dl.pdf Kontakt: SÜDWIND e.V. Lindenstr. 58-60 53721 Siegburg Fax 02241-51308 Ingeborg Wick, Tel. 02241 / 259530 E-Mail: wick@suedwind-institut.de http://www.suedwind-institut.de Hip-Hop gegen den Klimawandel (Energiesong zum Download) 25. Juni 2007 Energiesong - 100 Prozent Erneuerbare Energien zum Download Hip-Hop gegen den Klimawandel Die Aachener Gruppe Aixellent mit Jan Selbach und Jonas Volkenborn hat
die Forderung nach 100 Prozent Erneuerbare Energien in einem
Sprechgesang (Rap) aufgegriffen und ihren Song dem Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. geschenkt.Den Song finden Sie zum kostenlosen Download und Anhören unter: http://www.sfv.de/artikel/2007/hiphop_s.htm ![]() Sie können sich die CD auch vom SFV (in größerer Stückzahl möglich!) zusenden lassen. Bitte senden Sie dem SFV hierzu bei Einzelexemplaren einen frankierten Rückumschlag zu. Wenn Sie mehrere Exemplare anfordern, wird um eine Spende zur Weiterführung der Aktion (eine CD kostet 25 Cent) gebeten. Verschenken Sie die CD - auch an Jugendliche! Geben Sie sie an Ihre Kunden weiter. Informieren Sie andere über unsere Aktion. Spielen Sie die CD auf Ihren Veranstaltungen ab! Geben Sie die CD an den Lokalsender weiter. Als Wartemusik in Telefonanlagen oder Klingelton ist der Song ebenso geeignet. DIe Nutzung ist genehmigungs- und kostenfrei. Songtext (Den vollständigen Text sollte man wegen des Überraschungseffekts erst lesen, wenn man den Song gehört hat.) Strophe 1: Habt ihr heute schon mal aus dem Fenster geguckt und danach verdutzt euer Erstaunen runtergeschluckt? Und euch gefreut, dass es draußen jetzt schon so warm ist obwohl jeder zweite Baum da draußen noch kahl ist Wolltet Ihr nicht letzten Winter auch schon mal Schlitten fahr´n Doch selbst im Januar wars dafür noch ein bisschen warm? Habt ihr gedacht, das wär ne Laune der Natur? Nein, Mutter Erde dreht durch wie die Reifen auf ner Tour! Der Treibhauseffekt war früher nur verschwommne Realität doch jetzt wird er sichtbar, man erntet was man sät! Die Welt ist im Wandel und jetzt wirds spürbar man hat verbarrikadiert, wo früher die Tür war Politiker behaupten, es gäb keinen Weg nach draußen dabei ist es nur soweit gekomm', weil wir es Ihnen glauben! Und unter Ihrem Gelaber liegt die Wahrheit begraben doch mittlerweile malen selbst sie in dunkleren Farben! Refrain: Wollt Ihr wirklich einfach nur weiter zuseh´n? Anstatt die Angebote der Natur zu nutzen Einfach zuseh´n wie die Probleme zunehm´? Und wir Schritt für Schritt uns´re Zukunft verschmutzen! Seid Ihr wirklich zufrieden mit diesem Trend? wenn nicht, nützt es nix vor der Wahrheit zu flieh´n was wir brauchen das sind 100 Prozent!! Anstatt AKW's, Erneuerbare Energien!!!! Strophe 2: Fakt ist: Irgendetwas müssen wir tun, Denn wenn nicht dann verschlimmert sich die Lage partout Ihr fragt was? Ich sag, es wird ein schwieriger Weg! und die Welt ist verlor´n, solang man Ihn nicht geht! Wir müssen umdenken und and´re Dinge in Betracht zieh´n statt Kohlekraft und AKW's, Erneuerbare Energien! auch wenn mans nicht glaubt, 100 Prozent sind möglich, der Gedanke daran ist nicht verschwendet, sondern nötig. Sonne, Wind und Wasserkraft zusammen vereint decken mehr des Energiebedarfs als es einem scheint! Stetig nutzbar sind auch Erdwärme und Biomasse die uns auch an bedeckten Tagen nicht frieren lassen! Und das Produkt dieses Dreamteams ist auch speicherbar, deswegen ist diese Umstellung für uns greifbar nah!!!! Doch all diese Erkenntnisse nützen uns nicht viel, solang Politik und Wirtschaft nicht dabei mitspiel´n! Refrain 3x * Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) * > * Herzogstraße 6 * D-52070 Aachen * zentrale@sfv.de * > * Tel. 0241-511616 * Fax 0241-535786 * http://www.sfv.de * > * Bankkonto: 100 541 5019 Pax Bank e.G. BLZ: 370 601 93 * Heilpflanzen am Wegesrand - Exkursion 24. Juni 2007 Mit offenen Augen durch Wald und Flur ging es bei einer Wanderung mit dem Bund Naturschutz in die Apotheke der Natur. Schwerpunkt dieser Wanderung waren die Bestimmung der Pflanzen am Wegesrand und deren Verwendung in der Heilkunde. In dieses interessante Thema führte uns, der auf diesem Gebiet erfahrene Apotheker Thure Etzold ein. Mit dabei war auch Susi Wolf aus Ansbach. Rund 30 Interessierte Pflanzenfreunde begleiteten uns bei einem Spaziergang rund um Greiselbach, der uns durch unterschiedliche Lebensräume führte. Hier erklärt Susi Wolf gerade die Unterschiede von Doldenblütlern. Es ist gar nicht so einfach, die verschiedenen Pflanzen auch richtig auseinanderzuhalten. ![]() Genau in diesem Moment fährt an uns die Dampflok der Museumsbahn vorbei. ![]() Dieser alte Bahndamm ist ein wertvoller Lebensraum - hier sehen Sie den Ackerthymian. ![]() Die Brennende Liebe ist ein Gartenflüchtling. ![]() Eine Blindschleiche ist uns über den Weg gelaufen. ![]() Die Tollkirsche ist giftig, aber auch eine alte Heilpflanze ![]() Wir haben viel gesehen... ![]() ...und gesammelt ![]() Susi Wolf und Thure Etzold haben wirklich zu jeder Pflanze etwas zu sagen. ![]() Vier Stunden lang waren wir unterwegs gewesen. Einige der Pflanzen, die wir dort gesehen haben, möchte ich Ihnen etwas später noch vorstellen. Ackerwildkräuter-Schutzgebiet Rankenäcker bei Minderoffingen 24. Juni 2007 Heute konnte ich mein letztes, frisch geschlüpftes Landkärtchen fliegen lassen. ![]() Gerd Höhenberger aus Nördlingen hat mir danach die Rankenäcker bei Minderoffingen gezeigt. Es ist heute ein Schutzgebiet für Ackerwildkräuter des Rieser Naturschutzvereins. Ich schicke es gleich voraus, dass ich ungeheuer von diesem Gebiet, gleich vor meiner Haustüre gelegen, begeistert bin. Hier zeigt mir Gerd Höhenberger den Zottigen Klappertopf. Wenn die Samen reif sind, dann kann man mit dieser Pflanze klappern, deshalb heißt sie im Ries auch Kläpperer. Sie zapft gerne andere Pflanzen an und war früher im Getreide wohl eine Problempflanze gewesen. ![]() Hier sehen Sie vom Baraberg aus die Terrassen der Rankenäcker. ![]() Unterhalb der Rankenäcker fließt die renaturierte Mauch vorbei. ![]() Am Sonntag fährt die alte Dampflok der Museumsbahn. ![]() Hier möchte ich Ihnen die atemberaubende Vielfalt und Schönheit der Ackerwildkräuter in den Rankenäckern vorstellen. Ackerwachtelweizen ![]() Die Kornrade ![]() Frauenspiegel ![]() Ackerrittersporn ![]() Färberkamille ![]() Sichelblättriges Hasenohr ![]() Rundblättriges Hasenohr ![]() Roter Gauchheil ![]() Roter und blauer Gauchheil zusammen ![]() Venuskamm (Fruchtstand) ![]() Sommerwurz ![]() Rundköpfiger Lauch ![]() Kartäusernelke ![]() Die wilde Möhre kann man am "Mohr" in der Mitte erkennen ![]() Die farbenfrohen Ackerstreifen und Böschungen waren voller Schmetterlinge Schachbrettfalter ![]() Der
geologische Untergrund der Rankenäcker besteht aus Kalk, und zwar
Riessee- und Jurakalk. Das Foto zeigt Riesseekalk, der leicht zerbricht. ![]() Weiter
unten steht Grundgebirge an, das bei seinem Transport durch den
Meteoriteneinschlag aus mehreren hundert Metern Tiefe so stark
verändert wurde, dass z. T. ganz neue Gesteinstypen entstanden. Hier
sieht man hellen zerklüfteten Granit am Aufschluß Langenmühle. ![]() Hier stehen alte und neue Gold-Disteln nebeneinander. ![]() Danach
ging es noch kurz zum Baraberg. Herr Adler nannte die kleine Erhebung
scherzhaft, den Berg der Schmarotzer, weil wir dort vier solche Arten
gefunden haben, die gerne andere anzapfen. Die Sommerwurz und den
Klappertopf haben Sie ja schon kennengelernt. Hier ist jetzt noch ein "Schmarotzer", die Quirlblättrige Seide ![]() Hirschhaarstrang ![]() Gold-Aster (blüht im August) ![]() Büschel-Glockenblume ![]() Noch`n Gedicht Der Bauer und sein Kind Julius Sturm (1816-1896) Der Bauer steht vor seinem Feld Und zieht die Stirne kraus in Falten: "Ich hab' den Acker wohl bestellt, Auf reine Aussaat streng gehalten; Nun seh' mir eins das Unkraut an! Das hat der böse Feind getan." Da kommt sein Knabe hochbeglückt, Mit bunten Blüten reich beladen; Im Felde hat er sie gepflückt, Kornblumen sind es, Mohn und Raden; Er jauchzt: "Sieh, Vater, nur die Pracht! Die hat der liebe Gott gemacht." Albertus-Magnus-Tagung am Riegelberg 23. Juni 2007 Äcker und Ackerflora seit der Jungsteinzeit waren das Thema der diesjährigen Albertus-Magnus-Tagung der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg. Den Vorträgen ging eine Exkursion zu den steinzeitlichen Ofnethöhlen und auf den Riegelberg mit reicher Ackerflora voraus. Mehr zum umfangreichen Programm erfahren Sie auf der Homepage. Dort werden später auch die Zusammenfassungen der sehr interessanten Beiträge zu finden sein: http://natur-ostwuerttemberg.de/riegelberg.html Gisela Pösges stellte die geologischen Besonderheiten des Meteoritenkraters Ries und des Kraterrandbergs Riegelberg vor. ![]() Die Höhlen waren in der Steinzeit bewohnt. Hier sehen Sie die kleine Ofnethöhle. ![]() Hier sehen Sie den Biologen Martin Weiß vor der großen Ofnethöhle stehen. Mit seiner Frau Karin betreut er das Riesrandprojekt und eines seiner Schwerpunkte sind neben der Heidepflege die Ackerwildkräuter. ![]() Vor
der großen Ofnethöhle sehen Sie links Hans Wolf, der die
Albertus-Magnus-Tagung organisiert, im Gespräch mit Prof. Dr.
Claus-Joachim Kind, ein Kenner der Steinzeit (rechts). Er stellte
uns alte und neue Forschungsergebnisse über steinzeitliche
Schädelbestattungen in den Ofnethöhlen vor. In
die Ofnethöhlen haben Menschen der Mittelsteinzeit ungefähr 6350 vor
Christus menschliche Schädel mit Beigaben bestattet, darunter sind
Schnecken aus dem Mittelmeergebiet. ![]() Am Riegelberg gibt es auch ein Schutzgebiet für Ackerwildkräuter mit vielen seltenen Arten. Hier sehen Sie das Sommer-Adonisröschen. ![]() Möhren-Haftdolde ![]() Ackerrittersporn ![]() Rundblättriges Hasenohr ![]() Ein schöner Strauß voller seltener Ackerwildkräuter ![]() Leider
wurde dieser an Ackerwildkräutern reiche Acker kurz vorher abgemäht und
das noch grüne Getreide zu einer Biogasanlage gefahren, obwohl hier ein
Vertrag zum Schutz der Ackerwildkräuter abgeschlossen ist. ![]() Im
Ries gibt es an die 50 Biogasanlagen. Hier sehen Sie eine, die gerade
neu gebaut wurde. Damit kommen auf den Naturschutz neue
Herausforderungen zu, die uns bis dahin nicht bekannt waren. Der
Intensivierungsdruck auf die Flächen wird jetzt noch einmal
zunehmen. Ich habe allerdings kein Verständis dafür, dass die
Politik immer noch Anlagen in der "Pampa" fördert. Diese Anlagen
sollten nur noch genehmigt bzw. gefördert werden, wenn auch ihre
Abwärme sinnvoll genutzt werden kann. Die Politik schaut diesem Treiben
meiner Meinung nach schon viel zu lange zu. ![]() Doch
zurück zum Riegelberg, dort wachsen ungefähr 40 Moosarten und
mehr als 80 Flechtenarten. Durch das Riesereignis begegnen sich
gewöhnlich weit voneinader entfernt wachsende kalkliebende und
kalkfliehende Pflanzenarten und machen dieses Gebiet zu etwas ganz
Besonderem. Auf dem Foto sehen Sie eine kalkfliehende Flechte, die nur
den im Kalkstein eingeschlossenen kalkfreien Feuerstein
besiedelt. ![]() Wenn kalkliebende und kalkfliehende Pflanzen sich begegnen, kommt es manchmal zu einen merkwürdigen Artbastard, aus dem sich unter Umständen sogar eine eigene Art entwickeln könnte. ![]() Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Schutzgebiete für Ackerwildkräuter geben würde. Diese sich dort bildenden Samenbanken sind wichtige Stützpunkte für die Arterhaltung. Unsere Kulturlandschaft hat sich schon immer verändert und wird es auch in Zukunft tun. Verschiedenste Pflanzenarten wurden von Menschen kultiviert, angebaut und verschwanden auch wieder. In der Zeit von 1797 bis in die Gegenwart sind im Gebiet des heutigen Ostalbkreises 43 Arten des Ackers ausgestorben, etwas 30 davon sind nach Hans Wolf wohl nicht mehr zurückzuholen. Unsere Kulturlandschaft wird immer langweiliger. Doch dort wo alte Arten wie zum Beispiel der Dinkel oder der Emmer wieder angebaut werden, bekommen vielleicht auch andere Arten wieder eine neue Chance. Es ist an der Zeit, dass sich der Naturschutz dem Lebensraum Acker verstärkt widmet und Schutzgebiete für Ackerwildkräuter einrichtet. Kinder über Kinder im Arche-Noah-Garten der Sinne 22. Juni 2007 Heute war ich mit 63 Kindern, zwei 1. Klassen und einer 2. Klasse der Grundschule Pfahlheim, im Arche-Noah-Garten der Sinne in Dinkelsbühl. Unterstützt wurde ich dabei von Karin Weidringer. Kaum waren wir mit der Führung fertig, kam auch schon die nächste Gruppe zufällig vorbei - und dann noch eine. Kaum zu glauben, was hier manchmal los ist. Hier erkläre ich gerade "Licht und Farbe" ![]() ![]() Jede Menge Kinder im Arche Noah Garten ![]() FFH- und Vogelschutzgebiet Nördlinger Ries und Wörnitztal 20. Juni 2007 Das Wörnitztal ist Teil des europäischen Naturerbes
Heute war ich in Oettingen auf einer Informationsveranstaltung für das FFH- und Vogelschutzgebiet Nördlinger Ries und Wörnitztal. Diese Veranstaltung richtete sich vor allem an die Eigentümer und Landnutzer in dem betroffenen Gebiet. Diese sollen frühzeitig informiert und eingebunden werden. An einem Runden Tisch soll gemeinsam ein Managementplan erarbeitet werden. Mit dieser Vorgehensweise erhoffen sich die Vertreter des Naturschutzes die notwendige Akzeptanz für den Naturschutz bei den verschiedenen Nutzergruppen. Das Gebiet erstreckt sich über zwei Regierungsbezirke. Für das Wörnitztal oberhalb von Wilburgstetten ist Claus Rammler von der Regierung von Mittelfranken zuständig, für das Gebiet ab Wilburgstetten, Anton Burnhauser von der Regierung von Schwaben, obwohl es teilweise noch in Mittelfranken liegt. ![]() 2004 wurden ja, wie Sie vielleicht wissen, noch einige Flächen für das Netzwerk Natura 2000 nachgemeldet, nachdem Brüssel mit Bayern nicht zufrieden war. Erst nach Androhung von hohen Strafgeldern war Bayern bereit gewesen noch einige Gebiete als Teil des europäischen Naturerbes nachzumelden. In letzter Minute wurde noch das Wörnitztal nachgemeldet. Die Vorgehensweise und die Eile habe ich nicht nachvollziehen können. Schließlich ist die Vogelschutz-Richtlinie aus dem Jahr 1979 und die FFH-Richtlinie aus dem Jahr 1992. Die Zeit, das Notwendige zu tun, war also vorhanden. Wenn Ihnen also noch einmal ein Politiker erzählen möchte, wie ernst wir es in Bayern doch mit dem Naturschutz meinen, dann seien Sie bitte trotzdem höflich zu ihm. Und wenn er gar von einer Herzensangelegenheit sprechen sollte, dann regen Sie ihn bitte nicht auf, da er offensichtlich ein schwaches Herz zu haben scheint. Der Lebensraum Wörnitzwiesen hat sich in den letzten 10-20 Jahren verschlechtert. Ich hoffe, der von Anton Burnhauser von der Regierung von Schwaben moderierte Runde Tisch wird einen Managementplan erstellen, der das Wörnitztal zu einem Teil des europäischen Naturerbes macht und gleichzeitig den Menschen die vorhandene Angst vor dem Naturschutz nehmen kann. Ausführliche Informationen zu Natura 2000 und zum betreffenden Gebiet finden Sie hier: www.natur.bayern.de![]() Kräuterspaziergang - Unkräuter am Wegesrand (gemäht) 19. Juni 2007 ![]() Sie hat mit dem gleichen Problem zu kämpfen wie ich am kommenden Sonntag, wenn ich meine Heilpflanzenführung machen möchte. Viele Wegränder sind jetzt gemäht oder geschlegelt worden. Welch eine Augenweide war das noch vor wenigen Tagen, alles stand in voller Blüte. Den Insekten hat das gut gefallen. In den Wiesen und Feldern ist oftmals keine Blüte mehr zu finden und die Wegränder waren voller Blüten, an denen man naschen konnte. Öde und trostlos stehen nun so manche Wegränder da. Viele Blumen haben nicht einmal die Chance bekommen auszusamen. Der Radweg vor meiner Haustüre ist jetzt beidseitig gemäht. Die dort blühenden Pflanzen (Esparsette, Johanniskraut, etc.) waren von Insekten nur so umschwärmt gewesen und auch sonst eine Augenweide, ein Schmuck des Weges. ![]() Sogar entlang von Waldrändern, Waldwegen und völlig unnötigerweise entlang eines alten Bahndammes wurde gemäht - als ob es da jemanden gestört hätte. ![]() Ich musste deswegen schon meine für Sonntag geplante und bereits vorbereite Exkursion zu Heilkräutern am Wegesrand völlig umplanen. Warum also wurden so früh die Wegränder gemäht und nicht noch etwas gewartet? Die Gemeinde Wilburgstetten nennt mir hier den Grund... "Die Bauhofmitarbeiter und die Gemeinde wurden in den vergangenen Wochen von einigen Bürgern dafür kritisiert, dass die Straßen- und Wegränder noch nicht geschlegelt wurden." ....die Gemeinde Wilburgstetten schlägt vor: "Es ist in diesem Zusammenhang die Frage zu klären, inwieweit die Gemeinde verpflichtet ist aus Günden der Verkehrssicherungspflicht die Straßenränder zu schlegeln." "...gemeinsam die Bevölkerung aufklären..." "...einen Plan aufstellen, welche Stellen zweimal geschlegelt werden müssen und welche Bereiche um den Aufwuchs von Sträuchern zu vermeiden, vielleicht nur einmal (im Herbst) geschlegelt werden müssen." "Wir schlagen daher vor, dass wir dieses Thema zusammen mit den Bauhofmitarbeitern erörtern und das Ergebnis auch dem Gemeinderat vorstellen." Sie sehen liebe Leser, es ist durchaus sinnvoll mit offenen Augen durch seine eigene Gemeinde zu laufen und wenn es einem sinnvoll erscheint, auch dann den Mund zu öffnen. Wie sieht es eigentlich bei Ihnen zuhause aus? Mischen Sie sich ruhig einmal ein. Über sachlich-konstruktive Kritik freut sich jeder Bürgermeister. Um die Natur kümmern sich eh viel zu wenige Leute. Wie es in meiner Heimatgemeinde in Sachen Mahd von Wegrändern weitergeht, erfahren Sie natürlich hier. Wanderung entlang des Schäferwegs im Geopark Ries 17. Juni 2007 Der Rieser Naturschutzverein hatte zu einer Wanderung entlang des Schäferwegs im Geopark Ries eingeladen. Der Schäferweg führt teilweise auf dem kristallinen Hügelring des Rieses durch das Landschaftsschutzgebiet Marienhöhe zum Adlersberg, über das durch Kalkmagerrasen geprägte Schönefeld und den Lachberg zur Waldgaststätte Alte Bürg. Dort besuchten wir einen historischen Suevit-Steinbruch. Im weiteren Verlauf besichtigten wir einen römischen Gutshof und die Ofnethöhlen im Naturschutztgebiet Riegelberg mit seinen Juraheiden. Über die Eger ging es dann wieder zurück. Wir waren von 9 Uhr bis 17 Uhr unterwegs um die 18 Kilometer zurückzulegen. Allerdings haben wir uns ganz viel Zeit gelassen und viel angeschaut, z.B. die Reste alter Schanzengräben aus der Schlacht bei Nördlingen im Dreißigjährigen Krieg. Wer Kinder mitnehmen möchte oder weniger Zeit hat, dem ist eher eine Radtour zu empfehlen. Von vielen Stellen des Schäferwegs ist eine herrliche Aussicht ins Ries möglich. ![]() Das Nördlinger Ries (Luftbild). Vorne das waldbedeckte Juragebirge der Schwäbischen Alb (Härtsfeld und Riesalb). In der Mitte der Meteoritenkrater Ries in weiter Agrarlandschaft um die Stadt Nördlingen herum. Die Haufenwolken entstehen aus Abkühlung warmer, aus dem Rieskrater aufsteigender Luftmassen über kühlen Wäldern der Riesrandhöhen. Ich hoffe, die Rieser werden mit dem Geopark nicht nur den Tourismus fördern wollen, sondern auch etwas für den Erhalt der Geotope wie zum Beispiel der Steinbrüche tun. Die Idee, einen Wanderweg entlang des alten Schaftriebes auszuweisen, hatte Manfred Sittner vom Rieser Naturschutzverein. Hoffentlich gehen den Schäferweg nach der offiziellen Eröffnung auch viele Menschen und Schafe. Beide braucht`s zum Erhalt dieser alten und schönen Kulturlandschaft Impressionen vom Schäferweg Wanderung über Juraheiden mit toller Aussicht ![]() Unterwegs trafen wir den Schäfer Maurer mit seiner Herde an der Schafstränke ![]() ![]() Im Suevit-Steinbruch Alte Bürg Alles wird einem bei so ner Führung fachkundig erklärt und gezeigt ![]() Geologie ist im Ries besonders interessant ![]() Beim Meteoriteneinschlag ist Suevit (Schwabenstein) entstanden ![]() Ziegen beweiden den alten Steinbruch, damit er nicht zuwächst ![]() Hier sehen Sie ein "Flädle", entstanden beim Meteoriteneinschlag ![]() An dieser alten Rampe wurde früher der Suevit verladen ![]() Wir haben uns viel Zeit gelassen - hier ist mein Nachtisch ![]() Zur Abwechslung mal keine Schafe: Schottische Hochlandrinder ![]() Zurück ging an entlang der Eger. Sie sieht über weite Strecken aus wie ein Kanal ![]() Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in meinem Beitrag über eine Geologische Exkursion ins Ries vom 7. Mai. Hier ist noch etwas aus dem Internet zum Thema Ries. Schmetterlinge am Hesselberg 16. Juni 2007 Als Vorsitzener des Bund Naturschutz hatte ich heute zu einem Spaziergang am Hesselberg eingeladen, bei dem es viel zu entdecken gab. Der Schmetterlingsexperte Gerhard Engerer zeigte uns die dort lebenden Schmetterlinge sowie ihre Eier, Raupen und Puppen. Der Treffpunkt war am idyllisch gelegenen Badeweiher von Röckingen. ![]() Hier sehen Sie einen ziemlich blassen Distelfalter. Allerdings hat er auch schon ein Stück Weg hinter sich. Er kommt aus dem Süden Europas zu uns und hat die Alpen überquert, um hier seine Eier abzulegen. ![]() Gerhard Engerer hat zwei Raupen aus seinem Garten mitgebracht, die er auf einer Zitterpappel gefunden hatte. Die Raupe des Abendpfauenauges (Smerinthus ocellata) kann bis 8 cm lang werden und ist gar nicht selten. ![]() In Ruhestellung ist von der Augenzeichnung nichts zu sehen. Auf Baumrinde sitzend,
wäre der Falter sehr gut getarnt. Bei Beunruhigung (z.B. durch einen Fressfeind) reißt er die Flügel auseinander
und dann werden die Augen sichtbar. Den Moment der Verwirrung kann der Falter
oft zur Flucht nutzen! ![]() Die
Raupe des Großen Gabelschwanz (Gerura vinula) frißt auch an der
Zitterpappel und wird bis zu 8 cm lang. Die auffallend große Raupe kann
recht imposant drohen. Wenn das nicht hilft, kann sie dem Angreifer
schließlich noch bis bis auf etwa 30 cm einen Tropfen Ameisensäure
entgegenspritzen. ![]() Man muss nicht weit laufen, wenn man sich mit kleinen und scheinbar unscheinbaren Dingen beschäftigten will. ![]() Hier hat gerade der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) direkt vor unseren Augen ein Ei abgelegt. Sehen Sie den winzigen Punkt? ![]() In
der Becherlupe sehen Sie zwei Grillen. Links ist das Weibchen mit
kurzen Fühlern und einer geraden Legeröhre am Hinterteil, die
Flügel regelmäßig geadert. Beim Männchen, rechts, sind die Flügel
auffallend skulpturiert und sind damit Resonanzboden zur Verstärkung
des Gesangs. Es hat lange Fühler. Das zirpen der Grillen
begleitete uns die ganze Zeit. ![]() Ein Baumpilz mit Wassertropfen auf der Unterseite ![]() Der Natternkopf ![]() Nahaufnahme Natternkopf ![]() Besonders
schön und auffällig ist die Raupe des Wolfsmilchschwärmers auf der
Zypressenwolfsmilch. Diese Pflanze hat einen giftigen Milchsaft und
wird deshalb nicht von den Schafen abgefressen. Der Falter ist
ausgeprochen wärmeliebend. ![]() Bei meinen Schmetterlingen hat sich auch etwas getan. Die Raupen des Landkärtchens haben sich verpuppt. ![]() Links ist eine frische Puppe, rechts die etwas ältere. Unten liegt ein Teil der alten Raupenhaut. ![]() Die Stürzpuppe des Landkärtchens ![]() Beim Tagpfauenauge sind die Falter aus der Puppe geschlüpft. ![]() Ich hab nicht schlecht geguckt, als plötzlich die Falter da waren. ![]() Es dauert seine Zeit bis die Flügel sich entfaltet haben. ![]() Voila - das Tagpfauenauge ![]() Wir haben natürlich noch viel mehr gesehen. Das können wir hier gar nicht alles zeigen. Am besten Sie gehen mal weg vom PC und schauen selber nach den Schmetterlingen vor Ihrer Haustüre. Ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, wenn Ökostrom zum Aufladen der Batterien Verwendung findet - ein Elektroauto. ![]() Es ist Fledermauskot. Scheinbar habe ich zuhause heimliche Untermieter. ![]() Mein Internettipp zum Thema: http://www.schmetterling-raupe.de/ Von dieser Seite stammen auch einige der Bilder aus diesem Beitrag. Ein kleiner Turmfalke fällt vom Mönchsrother Kirchturm 15. Juni 2007 Heute ist mein erster Urlaubstag. Ich freue mich schon auf's ausschlafen....um 7 Uhr klingelt das Telefon. Ein junger Turmfalke liegt unten am Kirchturm und ob ich nicht... Der Kirchturm von Mönchsroth ![]() Nach jahrzehntelanger Abwesenheit nistet hier endlich wieder ein Dohlenpaar Hier sehen Sie das frei erbaute Dohlenest über dem Schallladen an der Ostseite ![]() Zwei kleine Dohlenkinder sind im Nest. Schauen Sie genau hin: blaue Augen! ![]() Es ist erfreulich, wie sich die Dohlen gerade ausbreiten. Doch von meinem Dohlenprojekt werde ich Ihnen ein anderes Mal erzählen. Ich werde mal nachfragen, ob die Kinder von Mönchsroth nicht im Ferienprogramm einige Nistkästen für Dohlen bauen und im Kirchturm anbringen können. Zurück zu den Turmfalken. Die nisten in einem Nistkasten im Kirchturm und das schon seit Jahren. Die Aufnahme ist schon ein paar Wochen alt und zeigt sechs Jungfalken im Nest. ![]() In diesem Fall habe ich mich jedoch entschieden, den kleinen Turmfalken in die Wildvogelpflegestation von Reinhold Schuster nach Ellwangen zu bringen. Reinhold Schuster untersucht den jungen Turmfalken ![]() ![]() ![]() Der
kleine Turmfalke hat den Sturz unbeschadet überstanden. Bis er
selbständig geworden ist bleibt er bei Reinhold. Wie Sie auf dem
unteren Bild selber sehen können, ist er nicht der einzige "Tollpatsch". ![]() Interessiert es Sie, welche anderen Pfleglinge Reinhold gerade zu versorgen hat? Erinnern Sie sich noch an meinen kleinen Waldkauz? ![]() Drei kleine Hausrotschwänze ![]() Eine Dohle ![]() Eine Rabenkrähe ![]() Zwei süße Fuchswelpen (nur einer wollte mit auf`s Foto) ![]() Ein Mäusebussard ![]() Ein Wespenbussard ![]() Ich
komme eigentlich ganz gerne in die Wildvogelpflegestation von Reinhold
Schuster, denn wann sieht man schon mal einen Wespenbussard? Im
Vergleich zum Mäusebussard fallen die gelben Augen des Wespenbussards
auf. Auch fehlt ihm die halbmondähnliche Brustzeichnung
und der Schwanz ist anders. Während der Mäusebussard, der Name
lässt es schon vermuten, eine Vorliebe für Mäuse hegt, sucht der
Wespenbussard ganz gezielt Wespennester. Diese gräbt er auch aus und
bringt die Waben seinen Jungen im Nest, wo er sie dann mit den
Wespenlarven füttert. Dieser Vogel ist mir sehr sympathisch. G 8 - Das Versagen der Politiker in Heiligendamm 09. Juni 2007 Diese Karikatur sagt alles ![]() Das Ergebnis hat den Aufwand nicht gerechtfertigt. Hilfsorganisationen und Umweltschützer sind enttäuscht. Die Afrikaner warten weiterhin auf das Einhalten längst gegebener Versprechen und beim Thema Klimawandel haben es die Politiker tunlichst vermieden, sich auf konkrete Ziele festzulegen. Herbert Grönemeyer bewertet in seinem Interview mit Anne Will von den Tagesthemen den G8-Gipfel und sagt dabei in klaren Worten deutlich seine Meinung. Hier finden Sie den sehenswerten Filmbeitrag des Interviews. Weitere Infos zum Klimaschutz finden Sie beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Der Hummelstaat wächst und gedeiht 08. Juni 2007 Schönes Wetter bedeutet zu dieser Jahreszeit Heumahd Mit Front- und Seitenmähwerk wird heute gemäht ![]() Das Heu wird gewendet, um es zu trocknen Für den herrlichen Heuduft sorgt dabei das Ruchgras ![]() Natürlich sind dann erstmal die Blütenpflanzen für die Hummeln weg Im Hintergrund sehen Sie den Hummelnistkasten stehen ![]() Die Arbeiterinnen sind jetzt schon zahlreicher und auch größer Wo finden sie jetzt noch blühende Pflanzen in unserer Landschaft? Hier ist eine Steinhummel auf blühendem Liguster Steinhummeln sind einfach zu bestimmen: Schwarz mit einem roten Arsch ![]() Die Esparsette ist ebenfalls sehr beliebt bei den Hummeln (zwei Bienen auf Foto) ![]() Reger Verkehr am Einflugsloch. Hier läuft eine Steinhummel in den Nistkasten ![]() Im vorsichtig geöffneten Vorraum sitzen lauter Hummeln Es summt und brummt. Fächern sie ihrer Brut Frischluft zu? ![]() Ich habe mich sehr über die vielen Steinhummeln gefreut Das Volk wächst und gedeiht anscheinend prächtig Vielleicht
finde ich am Ende des Hummeljahres ein solches Nest in der Polsterwolle
wie auf dem Foto unten. In den Wachstöpfchen wächst die Brut heran und
darin werden anschließend auch die Vorräte gespeichert. Haben Sie bitte
dafür Verständis, wenn ich jetzt noch nicht stören möchte, nur weil ich
so unendlich neugierig bin. ![]() Wer mag schon die Brennnessel? - Na Schmetterlinge! 07. Juni 2007 Wer mag schon die Brennnessel? Schmetterlinge mögen die Brennnessel Sie ist eine der wichtigsten Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen Zwei besonders schöne Vertreter möchte ich Ihnen heute hier kurz vorstellen: Das Tagpfauenauge ![]() Die Flügelunterseite ist dunkel ![]() Die Eiablage erfolgt an der Brennnessel ![]() Viele Raupen fressen auf einmal an der Brennnessel ![]() Die Raupe Nimmersatt ![]() In der Puppe findet die Umwandlung zum Schmetterling statt Die "hässliche" Raupe verwandelt sich in einen wunderschönen Schmetterling ![]() Jetzt möchte ich Sie aber noch um 2 Wochen Ihrer Geduld bitten Vielleicht werden wir Zeugen eines der Wunder in der Natur Das Landkärtchen Die Frühlingsform des Landkärtchens ![]() Die Sommerform des Landkärtchens ![]() Die Unterseite soll an eine Landkarte erinnern, daher der Name Landkärtchen ![]() Die eigentümlichen Eitürmchen des Landkärtchens ![]() Hier sind die Raupen des Landkärtchens in einem Raupenspiegel versammelt ![]() Nahaufnahmen von der Raupe des Landkärtchens
![]() ![]() Von der Verpuppung liegen mir noch keine Aufnahmen vor
Das Landkärtchen ist der Schmetterling des Jahres 2007 Mein Internettipp zum Thema: http://www.schmetterling-raupe.de/ Von dieser Seite stammen auch viele der Bilder aus diesem Beitrag Mit dem Freundeskreis von Menschen mit und ohne Behinderung im Wolfertsbronner Tal 06. Juni 2007 Einmal im Jahr unternehme ich etwas mit dem Freundeskreis von Menschen mit und ohne Behinderung. Ich mache das jetzt schon im vierten Jahr. Dieses mal haben wir einen gemütlichen Spaziergang ins Wolftersbronner Tal unternommen. Dabei habe ich die Pflanzen am Wegesrand und die Arbeit und Ziele des Bund Naturschutz in diesem wunderschönen Tal vorgestellt. Danach hat uns Susanne Vaas noch zum Hitzplotz-Essen eingeladen. Sie organisiert alle 14 Tage diese Treffen, an denen viele Behinderte aus dem Raum Dinkelsbühl-Feuchtwangen regelmäßig zusammenkommen um etwas gemeinsam zu unternehmen. Hitzplotz, Radler, Apfel-Holler-Secco ![]() Gemütliches Beisammensein nach dem Spaziergang ![]() ![]() |