Naturschutztagebuch - Teil 17

Begleiten Sie einen ehrenamtlichen Naturschützer.
Lernen Sie die Natur und den Naturschutz von einer anderen, persönlichen Seite kennen.

Neu: Naturschutztagebuch - Forum
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Veranstaltungshinweise

Immer wieder werde ich gefragt, wo man denn von meinen (und den anderen) Exkursionen und Veranstaltungen erfahren könne. Deswegen möchte ich sie ab sofort hier immer ankündigen. Sie sind herzlich dazu eingeladen.



Heidefest am Sonntag, den 5. Juli 2009
im Festzelt Großlellenfeld
Zufahrt Dennloher See
Nein zum Center Parc in der Heide
Weitere Informationen unter
www.rettet-unsere-Heide.de


Um den 1. Juli herum schlüpfen die Dinkelsbühler Storchenkinder
26. Juni 2009


Bald schlüpfen die Dinkelsbühler Storchenkinder

Um den 1. Juli herum rechnen wir mit dem Schlüpfen der Dinkelsbühler Storchenkinder. Sie können via Internet live dabei sein. Thomas Ziegler, unser Storchenexperte, schrieb dazu in einer Pressemitteilung:

Seit acht Jahren überträgt eine Kamera vom Dach des alten Rathauses in Dinkelsbühl Bilder aus dem Storchennest. Die Ortsgruppe Dinkelsbühl im Bund Naturschutz hatte 2001 die Idee, das Familienleben der Störche einem breiten Kreis Interessierter zugänglich zu machen. Anfangs gab es nur die Möglichkeit, über ein Fernsehgerät im Schaufenster einer Apotheke das Geschehen zu verfolgen. Doch danach reifte das Projekt und die Bilder wurden bald auch über das Internet weltweit verbreitet. Seitdem haben fast 3 Millionen Besucher die Website www.storch24.de angeklickt und diese Seite zu einer der beliebtesten und informativsten ihrer Art gemacht.
Kaum ein Detail aus dem Leben Adebars blieb den Sehern seitdem verborgen, doch das diesjährige Brutpaar setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Als niemand mehr – selbst die größten Storchenexperten – mit einer Brut rechnete, kam alles ganz anders.
Bereits im März hatte der Storchenmann mit einer Partnerin Hochzeit gefeiert, doch die verließ ihn, wie zwei andere später, bereits nach wenigen Tagen wieder. Erst Partnerin Nummer vier fand Gefallen am Storchenmann und blieb. Es war bereits der 13. Mai. Danach ging das Warten für die Storchenfreunde weiter und man hatte jegliche Hoffnung bereits aufgegeben. Doch am Morgen des 26. Mai lag plötzlich ein Ei im Nest. Papa Storch fackelte jedoch nicht lange und warf das Fortpflanzungsprodukt wenige Stunden später aus dem Nest. War er mit der neuen Situation überfordert? Man wartete dennoch auf das nächste Ei. Vier Tage später gab es eine weitere Überraschung um unser Nest. Ein neues Ei war gelegt und dieses blieb in der Storchenwohnung. Zwei Tage später folgte noch ein zweites Ei. Nun stand fest, dass das Dinkelsbühler Storchenpaar zu denjenigen zu zählen ist, die am spätesten mit Eiablage und Brut begannen. Es gibt nur einen einzigen bekannten Fall, bei dem solches noch später passierte. Also fast ein Weltrekord, den man da aus der Wörnitzstadt vermelden kann! Nun richten sich in den nächsten Tagen alle Blicke gespannt auf die Website www.storch24.de und damit auf das Storchennest auf dem alten Rathaus. Anfang Juli sollte es so weit sein! Das erste und vielleicht noch ein zweites Küken könnte das Licht der Welt erblicken. Man darf gespannt sein und hoffen, dass die Eltern, die so lange mit der Eiablage warten mussten, auch mit Nachwuchs belohnt werden.
 


Einladung zum Fest für die Heide am 5. Juli 
23. Juni 2009


Bild einer Center Parcs Baustelle in Frankreich

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
dieses Mail geht an einen sehr breit gestreuten Verteiler. Das hat seinen Grund:
 
Die Heide, das größte geschlossene Waldgebiet im Landkreis Ansbach, ist seit einiger Zeit dadurch bedroht, dass dort von einem internationalen Touristikkonzern auf einer Fläche von über 150 Hektar ein "Center Parc" errichtet werden soll. Die Umwandlung in eine gigantische Freizeitanlage für wetterunabhängigen Kurzzeit-Tourismus mit subtropischer Badelandschaft, Einkaufszentrum, diversen Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen, 800 Häusern etc. würde einen massiven Eingriff in den Naturhaushalt bedeuten - die gesamte Heide hätte ihren Charakter verloren. Ausführliche Informationen gibt es seit kurzem unter www.rettet-unsere-heide.de, auch wenn die Seite noch nicht endgültig gestaltet ist.
 
Die Initiative zum Schutz der Heide, der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz haben sich von Anfang an mit guten Argumenten gegen dieses Projekt gewandt und finden dafür große Unterstützung bei beträchtlichen Teilen der Bevölkerung, allerdings nur bei wenigen politischen Entscheidungsträgern. Einen Meilenstein des Widerstandes stellt das "Fest für die Heide" dar, das am
 
Sonntag, 05. Juli in Großlellenfeld
 
statt findet. Es bietet neben Unterhaltung und Bewirtung für die ganze Familie ein attraktives Kinderprogramm und fundierte Information. Die Bedeutung des Heidefestes wird u. a. dadurch dokumentiert, dass von den Verbänden jeweils die Landesvorsitzenden gewonnen werden konnten. Letztendlich geht es darum, als klares Signal an die Politik zahlenstarke Präsenz zu zeigen - die Heide geht uns alle an!
 
Wir laden Sie herzlich zum Heidefest ein.
 
Zugleich bitten wir um werbliche Unterstützung durch Weiterverbreitung der Einladung an Ihre jeweiligen Mailverteiler, persönliche Werbung im Bekanntenkreis, Weitergabe des handlichen Flugblattes, Auslegen in Geschäften etc. Toll wäre auch, wenn Sie noch A 3 Plakate in Geschäften oder am eigenen Gartentor bzw. bei Sympathisanten ausbringen könnten. Plakate und Flugblätter können wir gerne zur Verfügung stellen. Darüber hinaus könnten wir noch gut Helfer für Getränke- und Speisenausgabe, Backen von Kuchen etc. gebrauchen. Bitte melden Sie sich bei entsprechender Bereitschaft, falls noch nicht geschehen.
 
In jedem Fall freuen wir uns darauf, Sie am 05. Juli persönlich begrüßen zu können.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Helmut Altreuther
Geschäftsführer BN-Ansbach


Einladung zur 100. Sitzung des Agenda21 Arbeitskreises "Umwelt, Energie und Klimaschutz" mit tollem Programm
23. Juni 2009


Zur 100. Sitzung des Agenda21 Arbeitskreises "Umwelt, Energie und Klimaschutz" lädt Landrat R. Schwemmbauer persönlich ein. Das alleine ist schon ein Grund da hinzugehen. Ich möchte noch  auf unsere Top-Referenten und das gesponserte Buffett hinweisen. Das gibt es das nächste Mal erst wieder zur 200. Sitzung.

Also bis zum Freitag, den 26. Juni um 19.30 beim "Bergwirt" in Herrieden Schernberg.



Artenschutzwoche: Sonnenaufgang auf dem Hesselberg
21. Juni 2009


Dieses Wochenende hat die 5. Ansbacher Artenschutzwoche begonnen. Wenn Sie in Stadt und Landkreis Ansbach wohnen, ist bestimmt auch in Ihrer Nähe eine Veranstaltung. Günter Möbus hat mir einen lebhaften Bericht von seiner Tour am Hesselberg geschickt. Lesen. Lust. Los!

Günter Möbus schrieb (Bilder folgen):

Pünktlich um 3.30 Uhr standen 52 TeilnehmerInnen auf dem Gipfelparkplatz
unter einem grandiosen Sternenzelt und warteten, was wir zu bieten hätten.

Nach einem kurzen Marsch in noch (fast) völliger Dunkelheit wanderte die
Gruppe zum Gipfelkreuz, wo im Osten über Hahnenkamm und Heidewald die
Dämmerung einen schönen Sonnenaufgang erhoffen ließ.

Erst spärlich, dann aber laut und aus allen Ecken schallend, lieferten
Singdrossel, Rotkehlchen, Kuckuck, Amsel, Goldammer, Garten- und
Mönchsgrasmücke und schließlich noch die Schlafmütze Kohlmeise das
versprochene Vogelkonzert.

Nachdem die morgendliche Kühle in die Gebeine kroch wurde ein kurzer
Aufwärmmarsch zu den Pflegefflächen oberhalb des  Evabgelischen
Bildungswerkes, zurück über den Gipfel auf die Osterwiese eingefügt.

Nachdem, die noch hinter dem Horizont stehenden Sonne ein feueriges
Lichspiel mit des Wolken zauberte, zeigte sich um  5.08 Uhr das erste mal
ein ganz schmaler, glühender Sonnenstreif über dem Horizont. Die Kälte in
den Gliedern war vergessen und die TeilnehmerInnen genossen das Schauspiel
des Sonnenaufganges. Schnell stieg sie in den morgendlichen Himmel und die
ersten wärmenden Strahlen waren erst zu erahnen und dann zu spüren.

Jetzt wussten alle, dass es sich gelohnt hat, mitten in der Nacht die
wärmenden Federn zu verlassen und sich auf den Hesselberg zu begeben.

Mit noch 27 Teilnehmerinnen wurde noch der Hesselberg-Nordhang, mit seinen
Bärlauch-Flächen, blühenden Türkenbunt-Lilien und einer, mit laut bettelnden
Jungvögeln besetzten, Butspechthöhle besucht.

Um ca. 7.30 waren wieder alle auf dem Gipfelparkplatz versammelt, um das
Erlebte mit dem Lied: "Danke für diesen guten Morgen" abzuschließen. Eine
Teilnehmerin hatte dafür ihre Gitarre mitgebracht.


Vorzeitig zurück von meiner Radtour
21. Juni 2009


Mein erstes Bier über dem Himmel von Bratislava

Meine Radtour von Passau entlang der Donau nach Budapest endete nach nur einer Woche leider in Wien. Dort wurde mir mein Rad aus meiner Pension heraus gestohlen. Bratislava besuchte ich mit dem Bahn. Das schöne Ungarn werde ich mir ein ander mal ansehen.

Die letzte Aufnahme meines Rades vor dem Diebstahl in Wien

Dennoch war es ein schöner Urlaub gewesen. Mit viel Natur, Kultur, interessanten Menschen und Städten auf dem Weg. Eine Radtour entlang der Donau kann ich - immer noch -  wärmstens weiterempfehlen. Nur das nächste Mal kommt mein Rad mit auf's Zimmer.
 

Eine Gänsesäger-Dame mit ihrem Nachwuchs auf der Donau

Die Kaiserkrone des ehem. Heiligen Römischen Reiches dt. Nation

Anastasija mit ihrem CCCP-Pass am ehemaligen Eisernen Vorhang


Ich bin dann mal weg ... und schwing mich auf das Rad in Richtung Budapest
13. Juni 2009




Die nächsten beiden Wochen werde ich hier keine Beiträge veröffentlichen. Ich schwing mich stattdessen auf mein Fahrrad und radel von Passau die Donau hinab bis Budapest. Unterwegs: drei Hauptstädte - mit Linz, der europäischen Kulturhauptstadt 09, sind es eigentlich vier - und ganz viel Natur wie den Nationalpark Donauauen oder am Neusiedler See. 


www.storch24.de - wird es doch noch Nachwuchs geben?
09. Juni 2009


Zwei - wenn auch spät gelegte Eier - liegen im Storchennest

Mal ehrlich, haben Sie noch damit gerechnet, dass es im Dinkelsbühler Storchennest heuer noch zu einer Brut kommen wird? In der wissenschaftlichen Literatur steht...aber lassen wir das lieber...das haben schließlich unsere beiden Störche auch nicht gelesen. Fakt ist: zwei Eier liegen im Nest und werden bebrütet. Ein zuvor gelegtes Ei wurde vom Storchenmann selbst aus dem Nest geworfen. Aufregende Tage liegen nun vor uns. Vielleicht können wir schon bald wieder das Schlüpfen von Storchenkindern und ihr Aufwachsen beobachten. Thomas Ziegler, unser Storchenexperte, wird dann wieder spannende Geschichten zu erzählen haben: www.storch24.de

Wird es doch noch in Dinkelsbühl Nachwuchs geben?


Unser neues Biberfaltblatt ist online
08. Juni 2009


Diesen Biber habe ich erst neulich bei Wilburgstetten fotografiert. Haben Sie ihn schon entdeckt?

Das Biberfaltblatt unserer Kreisgruppe wurde jetzt aktualisiert und online gestellt.



Es war einmal...DER MENSCH - die letzte Folge einer Zeichentrickserie "für Kinder"
07. Juni 2009


Unvergessen ist mir diese Zeichentrickserie, die mich in meinen Kindheitstagen mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Menschheit nahm. In der letzten Folge wurde die Vergangenheit verlassen und das damalige Heute und das angenomme Morgen behandelt. Hier können Sie sich diese Folge einmal in drei Teilen ansehen, die heute selbst ein Teil der Geschichte geworden ist. Das Schlußwort von Josef Meinrad, "ihr müsst unbedingt gucken, dass alles richtig weitergeht", war für mich als Kind ein Auftrag.

Es war einmal...DER MENSCH - Heute und Morgen 1/3



Es war einmal...DER MENSCH - Heute und Morgen 2/3



Es war einmal...DER MENSCH - Heute und Morgen 3/3




B131 neu - ein weiterer geplanter Anschlag auf unsere Heimat
06. Juni 2009


Unglaublich! Es gibt Pläne, eine neue Bundesstraße durch den Hesselbergraum zu führen - eine Straße gegen die dort lebenden Menschen und als ein Geschenk für Mautflüchtlinge. Lesen Sie dazu unsere Presseerklärung:

Als entlarvend hat der Bund Naturschutz die Darstellung des Dinkelsbühler Oberbürgermeisters Dr. Hammer kritisiert, dass für den Fall, dass die vom Dinkelsbühler Stadtrat und vielen Bürgern abgelehnte Dinkelsbühler Ostumgehung nicht gebaut werde, auch die neue Bundesstraße „B 131 neu“ in Frage stehe. Damit, so BN-Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther und stellv. Kreisvorsitzender Thomas Joas, habe der OB die Maske fallen lassen und bestätigt, worum es in Wirklichkeit gehe: Die unnötige Dinkelsbühler Ostumgehung sei nur der teure und scheibchenweise Einstieg in diverse weitere millionenteure und landschaftszerstörende Straßenbauten. Hammer und die anderen Straßenbaubefürworter betreiben damit eine Verkehrsanziehungspolitik gegen die Bevölkerung und für Mautflüchtlinge, auf Kosten der Steuerzahler. Zu nichts anderem, als weiteren Durchgangsverkehr herzuziehen, sei nämlich diese Straße, die die A 9 mit der A 7 verbinden soll, gut, kritisieren Altreuther und Joas.

Allein das Teilstück zwischen Wassertrüdingen und Dinkelsbühl belege den Unsinn des Vorhabens: Diese großzügig ausgebaute Staatsstraße habe im Verhältnis dazu gottlob ein bescheidenes Verkehrsaufkommen. Die B 131 neu würde unter dem Vorwand stärkeren Verkehrs noch breiteren Ausbau und möglicherweise dann weitere Umfahrungen, z. B. für Gerolfingen und Wittelshofen bedeuten. Den ökologischen Supergau stelle dann die „Feuchtwanger/Schopflocher Spange“ dar, die dann im Bereich Schopfloch/Larrieden Waldgebiete, Biotope und das Wörnitztal zerschneide, um voraussichtlich in der Nähe der Spielbank die A 7 zu erreichen. Vor diesem erneuten „Anschlag auf unsere Heimat“, so Altreuther wörtlich, habe der BN schon im vergangen Sommer gewarnt. Damals habe beispielsweise der Schopflocher Bürgermeister Czech diese Realität entgegen besseren Wissens in Abrede gestellt und „von Plänen von 1978 gesprochen, die aufgrund des Eingriffs in die Landschaft nicht mehr zeitgemäß seien und schon in den 1980er Jahren zu den Akten gelegt worden seien. Man dürfe gespannt sein, ob er jetzt die Bevölkerung und Heimat davor schützt oder mit OB Hammer und anderen die Zerstörung des Wörnitztales forciert.

Thomas Joas, der auch Ortsvorsitzender des BN ist, zollte dem Beschluss des Dinkelsbühler Stadtrates, keine Ostumgehung bauen zu wollen, große Anerkennung. Dieser habe sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigt und eine sorgfältige Abwägung vorgenommen. Verwunderlich sei, dass OB Hammer diesen entgegen seiner Amtspflicht nicht vertritt, sondern ihn kritisiert. Auch das, so Joas, zeige einmal mehr, dass seine „demokratischen Anwandlungen, die er mit einem Ratsbegehren suggeriert hat“, eher relativer Art sind. In Wirklichkeit versuche OB Dr. Hammer die Dinge so hinzudrehen, wie es ihm gerade in den Kram passt. Es sei eine Doppelzüngigkeit, erst weiteren Verkehr in die Region zu ziehen, dann lautstark die Folgen zu beklagen und dann publikumswirksam in Mittelaltertracht gegen die herbeigerufenen Geister zu „kämpfen“.

Der BN fordert von der Politik, den „Straßenbauwahnsinn“ zu beenden. Statt in Straßen, die keiner braucht, die nicht finanzierbar sind, die Natur zerstören und Mensch und Klima schädigen, sollen die Politiker ihre Energie besser in eine grundsätzliche Änderung der Verkehrspolitik stecken, die Verkehr vermeidet statt verteilt, Schwerverkehr auf Schiene und Autobahn zwingt und die Bahnreaktivierung und den Stundentakt in Dombühl beschleunigt.



HOME - der Film ist seit dem Tag der Umwelt online
05. Juni 2009


Der Film HOME ist seit heute, dem Tag der Umwelt, online. Er zeigt die Schönheit und Zerbrechlichkeit unserer Erde. Betrachten Sie bitte die beeindruckenden Luftaufnahmen.


...und hier geht`s zur Homepage.


Exkursion in die Diederstetter Heide
24. Mai 2009


Hier sehen Sie einen Teil der Besuchergruppe

...und darauf schauten wir unter anderem

Lesen Sie dazu unsere Presseerklärung:

Seit 25 Jahren Biotoppflegearbeiten des BN

Mönchsroth/Diederstetten. „Diederstetter Heide und das Sandweihergebiet stellen ein ökologisches Kleinod und eine in Westmittelfranken sehr seltene Biotopkombination dar“. Das betonten BN-Ortsvorsitzender Thomas Joas und Kreisgeschäftsführer Helmut Altreuther bei einer Exkursion des BN. Die Besonderheit des etwa 5 Hektar großen Gebietes liege darin, dass - kleinflächig ineinander verzahnt – verschiedene Biotoptypen existieren würden. Altreuther hob besonders die Sandmagerrasen mit welligem Oberflächenrelief, die wechselfeuchten Senken und die Feuchtwiesenbereiche hervor. Trotz dieser unterschiedlichen Standortverhältnisse hätten sie alle eine große Gemeinsamkeit: Es handelt sich um extrem nährstoffarme Standorte. Entstanden seien diese durch sandigen Boden, früheren kleinflächigen Sandabbau und weiteren Nährstoffentzug durch Schafbeweidung bzw. Mahd und langjährigen Düngungsverzicht.

Gemäß dem Exkursionsmotto „(Nährstoff-) Mangel treibt Blüten“ konnten sich die Teilnehmer mühelos von der Richtigkeit dieser Hypothese überzeugen: Als Charakterarten feuchteren Teilbereiche zeigten Altreuther und Joas z. B. verschiedene Binsen- und Seggenarten („typische Feuchtezeiger“), Kohldistel,   Kuckuckslichtnelke, Wiesenflockenblume, Wiesenknopf, Bachnelkenwurz, Engelwurz, Mädesüß, Sumpfkratzdistel, Herbstzeitlose und viele andere Arten. Das „Highlight“ stellten zahlreiche Exemplare des „breitblättrigen Knabenkrautes“, einer Orchideenart, dar. Alle Arten hätten gemeinsam, dass sie keine intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung vertragen würden und auf ungedüngte und damit magere Wiesen angewiesen seien. Dieser Blütenreichtum zu allen Jahreszeiten bedinge auch einen großen Artenreichtum an Insekten wie z. B. Tagfaltern, weil diese hier Blütenreichtum, Futterpflanzen für die Raupen und ungestörte Bereiche zur Verpuppung fänden. Zum Erhalt dieser Vielfalt werden Teilbereiche der gemeindeeigenen Flächen von einem örtlichen Schäfer mit Schafen beweidet. Der größte Teil wird seit über 25 Jahren vom Bund Naturschutz nach ökologischen Kriterien gepflegt. Konkret bedeute das ein- bis zweimalige Mahd zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit einem speziellen Mähgerät mit boden- und kleintierschonendem Busatis-Mähwerk und anschließendes Abräumen des Mähgutes. Dabei sei viel mühsame Handarbeit erforderlich. Der Effekt sei, dass der Fläche Biomasse und damit Nährstoffe entzogen werden.

Als besonders problematisch für den Naturhaushalt sieht der Bund Naturschutz die Silage-Wirtschaft im Grünland. Dies sei zwar betriebswirtschaftlich und arbeitstechnisch verständlich – die ökologischen Folgen seien aber verheerend. Silagewirtschaft bedeute, erklärt Altreuther, dass beginnend in der ersten Maiwoche vier bis fünf Schnitte pro Jahr von einer Wiese gewonnen werden. Dies geschehe zunehmend mit Großmaschinen – sowohl die Mahd, das Schwaden und das Bergen des Mähgutes. Dadurch werde insbesondere in Talwiesen beim ersten Schnitt der Boden verdichtet, Kleinststrukturen wie Mulden und Grenzgräben als Bewirtschaftungshindernisse betrachtet und Großgewanne zeitgleich bewirtschaftet. Innerhalb weniger Tage sei ein Talraum dann strukturlos und leer. Zusätzlich werde sofort anschließend mit Gülle oder Kunstdünger stark aufgedüngt, damit wenige Wochen später der nächste Schnitt erfolgen kann. Diese Art der Grünlandbewirtschaftung vertragen nur wenige Grasarten, es finde im Lauf der Jahre eine schleichende Artenverarmung statt – bei den Pflanzen genauso wie bei den Tierarten.

Der amtliche Naturschutz liegt am Boden

Am Beispiel des vor einigen Jahren errichteten Funkmastes verdeutlichten Joas und Altreuther, dass auch die wenigen amtlich geschützten Naturschutzflächen – es handele sich ohnehin nur um einen lächerlich geringen Anteil von 0,21 % im Landkreis – im Zweifelsfall nicht geschützt seien. Aufgrund politischen Drucks habe seinerzeit das Landratsamt gegen den Widerstand des BN den Masten im Schutzgebiet genehmigt, indem es die Teilfläche einfach aus dem Schutzgebiet herausgenommen hat. Es sei nicht akzeptabel, dass ein an sich unproblematischer und notwendiger Funkmast ausgerechnet in einem Schutzgebiet errichtet wird – es hätte genügend Alternativen gegeben. Aufgrund der unbefriedigenden Situation beim amtlichen Naturschutz sei der Bund Naturschutz in den letzten Jahren mit Hilfe von Spenden- und Fördergeldern verstärkt in den Ankauf sensibler Lebensräume eingestiegen.

Colmberg: Unbekannte vergiften Silberreiher
20. April 2009


Schreckliche Bilder aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft zeigt das Komitee gegen den Vogelmord

Lesen Sie dazu eine PRESSEMITTEILUNG vom Komitee gegen den Vogelmord e.V. :
 
Ansbach. Vogelschützer sind entsetzt. Im Landkreis Ansbach wurden in den
letzten Wochen mehr als ein Dutzend Reiher, darunter fünf streng
geschützte Silberreiher, Opfer illegaler Nachstellungen. Die
Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt gegen Unbekannt. Wie das Bonner
Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurden drei Silber- und ein
Graureiher am 18. März von Zeugen auf einem Feld zwischen Colmberg und
Bieg entdeckt. „Die Tiere wiesen deutliche Anzeichen einer Vergiftung
auf und wurden noch am selben Tag dem Veterinäramt in Ansbach zur
weiteren Untersuchung überstellt“, berichtet Komiteepräsident Heinz
Schwarze.

Jetzt liegen die Untersuchungsergebnisse vor: Die vier Vögel hatten
kurz vor ihrem Tod kleine Fische gefressen, die mit dem hochgiftigen
Insektizid E605 (Parathion getränkt waren. Damit steht fest, dass die
geschützten Tiere Opfer einer Straftat wurden. Der Fall wurde am Freitag
bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ansbach zur Anzeige gebracht,
wo sofort ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet wurde. Als
mögliches Motiv für die Tat führt das Komitee fischereiwirtschaftliche
Interessen an. „Reiher gelten bei vielen Anglern und Teichbesitzern als
unerwünschte Konkurrenz und Schädlinge. Wir haben die Staatsanwaltschaft
darauf aufmerksam gemacht, dass sich in der Nähe des Fundortes bei
Colmberg eine Fischzucht befindet“, so Schwarze. Ob der Besitzer der
Anlage etwas mit den Giftködern zu tun hat, muss nun von der Polizei
geklärt werden. Da das in den Reihern nachgewiesene Gift auch für
Säugetiere hochgefährlich ist, bittet das Komitee alle Hundehalter, ihre
Schützlinge bei Spaziergängen im Bereich Colmberg an die Leine zu nehmen.

Dass die illegale Verfolgung von Reihern im Landkreis Ansbach kein
Einzelfall ist, belegt auch ein weiterer Fund aus Wallersdorf. Dort
wurden Anfang Februar bereits 9 tote Reiher (2 Silber- und ein
Graureiher) gefunden, denen die Brustmuskeln fachmännisch entfernt
worden waren. Auch hier gehen die Vogelschützer aufgrund der
Fundumstände „mit Sicherheit“ (Schwarze) von menschlicher Verfolgung aus.

Silber- und Graureiher stehen in Deutschland unter dem Schutz den
Bundesnaturschutz- und des Tierschutzgesetzes. Wer einen der seltenen
und deshalb streng geschützten Silberreiher tötet, begeht eine Straftat
und kann mit hohen Geldstrafen und sogar mit Freiheitsentzug bis zu 5
Jahren bestraft werden. Um bei der Suche nach den Vogelhassern im
Landkreis Ansberg zu helfen, hat das Komitee gegen den Vogelmord jetzt
eine Belohnung von 2000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung
der Täter führen. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich bei
der Telefonhotline des Komitees unter (0700)864356673 oder direkt bei
der Polizei in Ansbach melden.

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V.i.s.d.P. und Kontakt für Rückfragen sowie Bildmaterial: Komitee gegen
den Vogelmord e.V., Dipl.-Biol. Axel Hirschfeld, Auf dem Dransdorfer
Berg 98, 53121 Bonn, axel.hirschfeld@komitee


Mutschachfest
19. April 2009

Ein rundum gelungenes Fest

Hier konnten sie die Stimmen der Mutschachwaldbewohner hören

 

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