| Naturschutztagebuch - Teil 15 |
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Gentechnik: Bündnis übergibt 4000 Unterschriften an Landrat 12. November 2008 ![]() Heute haben wir vom Bündnis für einen gentechnikanbaufreien Landkreis Ansbach 4000 Unterschriften an Landrat Schwemmbauer übergeben. Er sprach sich dabei gegen die Gentechnik im Essen und in der Landwirtschaft aus und wird mit einem Schreiben diese Unterschriften an die Bundeslandwirtschaftsministerin weiterleiten. Dieser Zeitungsartikel zählt zwar nicht unsere vielen sachlichen Argumente auf, dafür aber den entscheidenden Unterschied in unserer jeweiligen Auffassung: Der Landrat möchte es für den Landkreis Ansbach bei dieser "moralischen Unterstützung" belassen. Wir hingegen finden das als nicht ausreichend. Auch der Landkreis müsse aktiv werden und nannten dabei den benachbarten Ostalbkreis als Vorbild. ![]() Eisvogel ist der Vogel des Jahres 2009 3. November 2008 ![]() Heute hätte ich beinahe mit meinem Auto einen Eisvogel überfahren, als er schnurgerade und niedrig von einem Weiher zum nächsten flog. Er ist der nächste Vogel des Jahres 2009. Vielleicht wurde dieser schöne Vogel auch ausgewählt, weil er das Wappentier des LBV ist, der nächstes Jahr 100 Jahre alt sein wird. Ganz sicher aber ist dieser fliegende Edelstein unser schönster Botschafter für intakte Gewässer. Die letzte Exkursion, bei der ich eine Brutröhre gezeigt und der Eisvogel beim Fischfang beobachtet werden konnte, ist schon einige Jahre her. Doch auf der Internetseite des NABU können Sie bis zur nächsten Exkursion schon mal gucken und sich informieren: nabu-podcast zum Eisvogel als Vogel des Jahres 2009 Informationen zum Vogel des Jahres Das Eisvogel-Online-Spiel Brunner will Gentechnik vom Acker verbannen 3. November 2008 Heute in der Süddeutschen Zeitung gefunden: Bayerns neuer Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) spricht sich gegen die Produktion gentechnisch veränderter Lebensmittel aus. Im Bayerischen Rundfunk erklärte er, "dass in Bayern niemand gentechnisch veränderte Produkte will, weder der Verbraucher noch der Handel noch der Landwirt". Brunnter sagte: "Wir brauchen diese gentechnisch veränderten Produkte nicht, wir wollen sie nicht." Auch Kreistag Heidenheim tritt für die gentechnikfreie Landwirtschaft ein 2. November 2008 Newsletter Gentechnikfreie Region Ostalb Nach dem Main-Tauber-Kreis und dem Ostalbkreis hat jetzt der dritte Landkreis in Baden-Württemberg eine Resolution gegen die Agro-Gentechnik verabschiedet! Der Heidenheimer Kreistag appelliert an Landwirte, (Kirchen-)Gemeinden, Land und Bund, gegen die Agro-Gentechnik aktiv zu werden. Herzlichen Glückwunsch an das Aktionsbündnis Gentechnikfreie Anbau-Region Heidenheim (www.gfr-heidenheim.de) für diesen schönen Erfolg für ihre hartnäckige Arbeit! Kleiner Wermutstropfen: die Selbstverpflichtung, die landwirtschaftlichen Grundstücke des Landkreises in Zukunft nur noch gentechnikfrei zu verpachten, wurde vor der Abstimmung im Kreistag aus der Resolution gestrichen, so dass es beim reinen Appellcharakter bleibt. Umso wichtiger, dass die Kreisverwaltung jetzt die Ausschlussklausel für Agro-Gentechnik in ihre Landpachtverträge aufnimmt - auch ohne Kreistagsbeschluss. Beschlussvorlage: http://www.landkreis-hdh.de/kreistag-sitzung/files/140_datei.pdfBeschlussprotokoll: http://www.landkreis-hdh.de/kreistag-sitzung/files/149_datei.pdf Zwei der größeren Städte im Ostalbkreis - Ellwangen und Schwäbisch Gmünd - haben sie schon: die Erklärung ihrer Gemeinderäte, dass auf den städtischen Pachtflächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden dürfen und dass Selbstverpflichtungserklärungen der Landwirte als deutliche Absage an die Agro-Gentechnik unterstützt werden.200 Hände für den Berg 18. Oktober 2008 ![]() ![]() 200 Hände für den Berg (Veranstaltungshinweis) Die vier Gemeinden um den Hesselberg - zum ersten mal gemeinsam - der Landschaftspflegeverband und viele Freunde des Hesselberges, wie der Bund Naturschutz, möchten Sie einladen zu einer gemeinsamen Entbuschungsaktion. Vier Stunden gemeinsam arbeiten ohne Streß. Los geht`s um 9 Uhr, um 11 Uhr ist eine Brotzeit eingplant und um 13.30 Uhr gibt`s zum Abschluß für alle Helfer ein Lammessen im Evangelischen Bildungszentrum. Dort ist auch Treffpunkt. Ich würde mich freuen, wenn zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit Handschuhen, entsprechender Kleidung und - falls vorhanden - mit Gabeln, Motorsensen und Motorsägen kommen würden. 100 Leute, 200 Hände ist unser Ziel. Tragen Sie zum Gelingen bei und verbringen Sie mit uns einen Tag am und für den Berg. In meinen Beitrag vom 27. Oktober 2007 können Sie sich die letzte Aktion, bei der ich dabei war, in Wort und Bild ansehen. ![]() ![]() 500 Milliarden Euro am Welttag des Hungers für die "Finanzwelt" 17. Oktober 2008 ![]() Gestern war Welternährungstag. 1 Milliarde Menschen, d.h. jeder 7. Mensch, leidet Hunger. Es ist eine Milliarde mal EIN Mensch der zu wenig zu Essen und infolgedessen Hunger hat. Heute ist der Internationale Tag für die Beseitung der Armut. Jeder kennt Bilder, Zahlen und Schicksale. Den starken Worten sind in den letzten Jahrzehnten nicht die notwendigen Taten gefolgt. Wie schnell die Politik jedoch imstande ist zu handeln, um ein Problem umfassend zu lösen, offenbarte sich uns ebenfalls in diesen Tagen. 500 Milliarden Euro möchte die Bundesregierung in die Hand nehmen, um der "Finanzwelt" zu helfen, die durch unendliche Gier sich selber ihr Grab geschaufelt hat. Man kommt gar nicht mehr aus dem Staunen heraus und kann die unvorstellbaren Summen gar nicht fassen. Man sieht wie ein Gesetz auf den Weg gebracht, im Bundestag abgenickt, den Bundesrat passiert und noch am selben Tag vom Bundespräsidenten unterschrieben wird, um es noch am nächsten Tag in Kraft setzen zu können. Offenkundig geworden ist das Versagen "der Wirtschaft", die sich der Kontrolle der Politik schon seit langem entzogen, die Fäden auf unseren Planeten zieht. Der ganzheitliche Blick dabei durch das Dollarzeichen getrübt. Die Verantwortlichen haben sich nun der Frage zu stellen: was dient dem öffentlichen Wohl. ![]() Apfelernte und Saftmachen mit der Grundschule Dinkelsbühl 16. Oktober 2008 Einmal im Jahr laden wir vom Bund Naturschutz die 4. Klassen der Grundschule Dinkelsbühl zur Apfelernte und zum Saftmachen in den Arche Noah Garten der Sinne ein. Wie eine solche Aktion aussieht, habe ich bereits in älteren Beiträgen beschrieben und mit Fotos und Filmchen dokumentiert: http://www.naturschutztagebuch.de/tagebuch6.html#021007 http://www.naturschutztagebuch.de/tagebuch6.html#041007 Monatstreffen der BN-Ortsgruppe Dinkelsbühl 09. Oktober 2008 ![]() Das Monatstreffen der BN-Ortsgruppe Dinkelsbühl war nach einer längeren "Sommerpause" sehr gut besucht. Sogar unser Kreisgeschäftsführer, Helmut Altreuther nebst Gattin, schaute wieder einmal vorbei. Besprochen haben wir dabei die geplanten Aktivitäten für den Herbst und Winter. So möchten wir drei Vorträge anbieten. Helmut Altreuther wird einen zum Thema Regenwassernutzung halten und Klaus Eberhardt bereitet wieder einen seiner beliebten Reise-Dia-Vorträge vor. Dieses mal allerdings keiner in die entfernten Winkel dieser Erde, sondern - auch ein "Abenteuer" - eine Radtour mit Kind und Kegel an den oberbayrischen Seen. Zudem - nächstes Jahr feiern wir 30 Jahre Biotoppflege beim Bund Naturschutz - wird er an der kommenden Jahreshauptversammlung mit vielen Bildern darüber referieren. Weitere Themen, die besprochen wurden, waren natürlich u.a. die Verkehrsprobroblematik an der B25 und eine geplante Umgehung von Dinkelsbühl. Hier muss der Stadtrat sich jetzt entscheiden, ob und welche Umgehung er möchte. Eine erste Stellungsnahme von uns konnten Sie hier ja bereits lesen. Der Schwerpunkt an diesem Abend war aber die Vorbereitung der Apfelernte und das Saftmachen mit den Kindern der 4. Klassen von der Grundschule Dinkelsbühl im Arche-Noah-Garten. Info-Stand zur Gentechnik am Tag der Regionen in Wilburgstetten 05. Oktober 2008 ![]() Am Tag der Regionen in Wilburgstetten informierten wir - Bund Naturschutz und das Bündnis für einen gentechnikanbaufreien Landkreis Ansbach - zum Thema Gentechnik. An meinem Heimatort und mit diesem Thema war das für mich ein Heimspiel. Vorderseite (PDF) , Rückseite (PDF)Es gibt selten ein Thema, bei dem der Naturschutz die Bevölkerung in einer solchen Geschlossenheit hinter sich weiß. Die Menschen wollen keine Gentechnik im Essen und in der Landwirtschaft. Fast jeder Angesprochene hat mit seiner Unterschrift unsere Forderung nach einem gentechnikanbaufreien Landkreis Ansbach unterstützt. Unter den Unterzeichnern waren mehrere Bürgermeister - und wie auf dem Foto zu sehen - der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU). Wenn auch Sie aus Stadt und Landkreis Ansbach stammen und uns unterstützen möchten, tragen Sie sich bitte auf der Homepage vom Bündnis ein. Unser Informationsblatt vom Bündnis Weitere Informationen finden Sie im Naturschutztagebuch und unter keine-gentechnik.de. Fundstücke im Internet: Wieder eine Demo an der B25 wegen der mautflüchtenden Lkw und möglicherweise wortbrüchig werdenden Politikern 26. September 2008 Schon wieder ist eine Demo an der B25 wegen der mautflüchtenden Lkw und möglicherweise wortbrüchig werdenden Politikern notwendig geworden. Am Sonntag ist Landtagswahl in Bayern und noch immer stehen an der Bundestraße 25 keine Schilder, die den Fernverkehr dahin bringen, wo er hin gehört: auf die Autobahn. Es gibt bereits Gerüchte, dass nach der Wahl die gemachten Versprechungen vielleicht nicht mehr eingehalten werden. Vor der Wahl sollte also Klartext geredet werden. Deshalb hatte Frau Dr. Gerke eine gemeinsame Demo der Anlieger an der B25 von Fremdingen bis Feuchtwangen organisiert. Das war sehr spontan, aber trotzdem gut, denn am Vortag der heute stattfindenden Demo stellte Ministerpräsident Beckstein fest, dass sein Versprechen gilt: Die Bundesstraße 25 wird für den Mautausweichverkehr gesperrt werden. Wie wir etwas später erfahren mussten, ist aufgrund des schlechten Wahlergebnisses für die CSU Herr Beckstein als Ministerpräsident zurückgetreten (worden). Wir hoffen aber, dass das gegebene Wort eines Ministerpräsidenten weiterhin Gültigkeit hat. Ich selbst habe an dieser Demo nicht teilgenommen, da ich in der Zeit mit dem Rad von Prag, der Moldau und Elbe folgend, nach Dresden unterwegs war. Als Ortssprecher habe ich lediglich in der Vorbereitung meine Greiselbacher versucht zu motivieren, an der Demo zahlreich teilzunehmen. Regenwasser nutzen na klar! (Flyer PDF) 22. September 2008 ![]() Hinter den Kulissen haben wir uns zusammen mit der Interessengemeinschaft Kommunale Trinkwasserversorgung Bayern (IKT) mit dem Thema Wasser weiter auseinandergesetzt und wollen Ihnen hier unseren neuen Flyer zur Regenwassernutzung vorstellen. Bedanken möchten wir uns bei der Firma Ruf für die finanzielle Unterstützung unseres Vorhabens. Informationsbroschüre "Regenwasser nutzen, na klar!" als PDF zum Download: Es ist Zeit zum Pilze sammeln! (nabu-podcast) 12. September 2008 Andreas Gminder, NABU-Pilzexperte, entdeckt auf einem einzigen Spaziergang manchmal bis zu 300 verschiedene Pilzarten! Wie groß das Pilzreich ist, wissen die meisten von uns gar nicht. Die Welt der Pilze ist sehr bunt. So gibt es von den Lebewesen, die weder Tier noch Pflanze sind, wahrscheinlich über eine Million Arten! Hören Sie im Podcast auch, was Sie beim Sammeln und Zubereiten unbedingt beachten sollten. Die Eulenpost 10. September 2008 ![]() In Feuchtwangen ist eine Schleiereule angefahren worden. Bei meinem Telefonat stellte ich die taktisch unkluge Frage, ob der Finder die Eule in die Auffang- und Pflegestation für Wildvögel in Ellwangen fahren könne oder ob ich fahren soll. So fuhr natürlich ich die Eule zu meinem alten Freund Reinhold Schuster. Auf dem Rückweg nahm ich eine von ihm gesund gepflegte Schleiereule mit, um sie in der Scheune von Rolf Kübler in Erpfental freizulassen. Da sie zuvor von ihm beringt worden ist, können wir vielleicht eines Tages wieder etwas aus ihrem Leben erfahren. Wenn Sie in der Nähe wohnen und einen verletzten Vogel finden, können Sie Reinhold Schuster unter der Nummer 07961 6232 erreichen. Weitere Informationen über die Schleiereule finden Sie auf unserer Homepage: Gefährliche Beifuß-Ambrosie kann schwere Allergien auslösen und ist weiter auf dem Vormarsch 10. September 2008 ![]() Auf dem Bild sehen Sie Erwin Betz aus Neuses bei Windsbach vor der Ambrosia in einem Maisfeld stehen. Die gefährliche Beifuß-Ambrosie kann schwere Allergien auslösen und ist weiter auf dem Vormarsch. Im Landkreis Ansbach ist sie schon an mehreren Stellen entdeckt worden (u.a. bei Windsbach, Rothenburg und Schopfloch). In meinem Beitrag Gekauftes Vogelfutter enthält oft Samen der Allergie auslösenden Ambrosia vom 19. Dezember 2007 hatte ich bereits darauf hingewiesen. Die Ambrosia steht jetzt in voller Blüte. Ich möchte Sie bitten, sich ausführlich über die Ambrosia zu informieren, um eine weitere Ausbreitung dieser gebietsfremden Pflanze zu verhindern. Sie gehört zu den problematischen Neophyten. Bitte tragen Sie dazu bei, dass diese wirklich gefährliche Pflanze sich nicht noch weiter ausbreiten kann. Weitere Informationen: www.ambrosiainfo.de Apfelernte und Saftmachen mit Kindern in Kirchheim 05. September 2008 Die Umweltgruppe in Kirchheim hatte heute mit Kindern Äpfel geerntet und Saft gemacht. ![]() ![]() Natürlich schossen die Kinder mit der Armbrust nicht auf den Schwarzstorch, sondern wie Wilhelm Tell auf einen Apfel. Die anderen Äpfel wurden kleingeschnitten und in einer Presse zu Saft verarbeitet. ![]() ![]() Das Piraten-Zeltlager der Hesselbergstrolche 23.-25. August 2008 Veranstaltungshinweis zum Zeltlager (hier geht`s zu den Berichten vom letztjährigen Zeltlager) ![]() Der Bund Naturschutz lädt zum Piratenlager am Hesselberg ein. Von Samstag, den 23. August bis Montag, den 25.August Ort: Badeweiher in Röckingen am Hesselberg Treffpunkt: 23.08.08 um 9 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Gerolfingen Alter: 8 – 12 Jahre Mitbringen: Zelt, Isomatte, Schlafsack, feste Kleidung, Regenjacke, Gummistiefel, Badesachen, Taschenlampe, Sonnenschutz, geeignetes Geschirr (Teller, Tasse, Besteck), selbstgebackener halber Kuchen o. Hefezopf. Handys müssen zuhause bleiben! Kosten: 30 Euro Abholung durch die Eltern am 25.08.08 um 18 Uhr. Bitte nicht früher. Anmeldung und weitere Informationen bei Thomas Joas unter 0171 958 42 08. Veranstalter: Bund Naturschutz, Ortsgruppe Dinkelsbühl Fledermausführung im Rahmen des Weiltinger Ferienprogrammes 22. August 2008 ![]() Es war mal wieder Zeit für eine Fledermausführung in Weiltingen. Ich habe mich kurz mit Pfarrer Günther Niekel zusammentelefoniert und schon stand die Führung. Um 19 Uhr ist es noch hell und so war genug Zeit vorher die St. Peters Kirche zu besichtigen. Im Dachboden fanden sich dann tatsächlich Spuren, die die Anwesenheit vereinzelter Fledermäuse verrieten. Pfarrer Günther Niekel versteht es die Zuhörer für seine Kirche einzunehmen. Doch die rund 30 Kinder kennen natürlich ihre Kirche. Aber hinter den Altar haben wohl auch sie noch nicht geschaut: Dort ist ein Bildnis von Adam zu sehen. Ein Pfarrer störte sich vor rund 150 Jahren an seiner Nacktheit und hatte ihm einen Tanga verpasst. Vielleicht ist er in diesem Augenblick erfunden worden, der Tanga. Der Pfarrer würde sich wohl anbetracht dessen im Grabe umdrehen. ![]() Apropo Grab. Weiltingen war ja einmal ein Fürstentum. Ein kleines nur. Zwei Dörfer. In der Fürstengruft ruht bis heute die fürstliche Familie. Von hier aus, in dieser Atmosphäre, begann ich die Geschichte der Fledermäuse zu erzählen. Aber die kennen Sie ja vermutlich schon. Ich möchte Ihnen hier noch einen Grabstein einer Familie mit 18 Kindern zeigen. Diese Darstellung war im Mittelalter weit verbreitet. Die Jungen sehen Sie auf der Seite des Vaters. Die Mädchen bei der Mutter. Über den meisten Köpfen stehen Kreuze, d.h. diese Kinder sind nicht erwachsen geworden. Die Kindersterblichkeit war in dieser Zeit sehr hoch gewesen. Diese Grabsteine können Sie immer wieder sehen. ![]() Wer sich dann doch mehr für Fledermäuse als für Geschichte interessiert, dem möchte ich zwei Links anbieten: Nabu-Podcast mit Annette Rosendahl zu den Fledermäusen in Schleswig-Holstein Die neue Fledermaus-Broschüre von LBV und LfU zum download (PDF) Von der Radtour bin ich nach 1000 Kilometern wieder zurück 19. August 2008 1000 Kilometer bin ich geradelt. Von Bayreuth den Main entlang bis Mainz und dann über Rhein, Neckar und Jagst wieder nach Hause. Ich sichte noch ein paar Bilder und schreibe dann noch was darüber. Zeit, nun wieder über den Naturschutz zu schreiben. Bis dahin können Sie ja, wenn Sie wollen, in den älteren Beiträgen blättern. Ich bin dann wieder mal weg. Geplant ist eine Radtour entlang des Main. Über Rhein, Neckar und Jagst fahre ich dann wieder zurück 8. August 2008 ![]() Ich muss zugeben, den Naturschutz und auch dieses Naturschutztagebuch in den letzten Wochen etwas vernachlässigt zu haben. Dabei gäbe es gerade sehr viel zu berichten. Da wäre zum Beispiel die Diskussion über eine mögliche Umgehung von Dinkelsbühl. Ein anderer Aufreger ist eine mögliche Ansiedlung von "Center Parks". Diese wollen im Herzstück des Waldgebiet "Heide" 800 Ferienwohnungen errichten. Nicht einmal zu den schönen Dingen, die ich so gerne mache, bin ich gekommen. Etwa die Organisation der Sternstunden am Hesselberg. Geplant war eigentlich im August die Sterngucker der Region auf den Hesselberg einzuladen. Diese können sich da kennenlernen und austauschen. Die Bevölkerung hätte bei dieser Gelegenheit kostenlos durch ein dutzend Teleskope in den Sternenhimmel sehen können und viel Wissenswertes über unsere Himmelskörper erfahren. Doch keine lange Rede... ...ich bin dann wieder mal weg. Geplant ist eine Radtour entlang des Main, die heute beginnt. Über Rhein, Neckar und Jagst fahre ich dann wieder zurück. Zum Zeltlager bin ich wieder da - danach gibt es hier wieder Beiträge von mir zu lesen. Ein Ansbacher Übrigens zur Walnuss 6. August 2008 Es gibt ein neues "Übrigens" von der Landschaftsarchitektin Susanne Wolf. Viele Natur- und Gartenfreunde haben bereits darauf gewartet. Diesmal geht es um eine Pflanze, die uns die Moskitos vom Leib hält (halten könnte, hätte man sie am Haus): http://www.gelbundblau.de/uebrigens.htm Sie hat wie immer interessante Links herausgesucht, mit denen Sie in die Tiefe gehen können. Die Plünderer der Meere 27. Juli 2008 Dieser Kommentar in der Süddeutschen Zeitung ist bereits am 16. Juni erschienen. Danach können Sie sich ein dazu passendes Lied von Reinhard Mey über das Meer anhören: Die Plünderer der Meere Wenn es um Artenschutz in fernen Ländern geht, heben europäische Politiker gern den Zeigefinger. Auf internationalen Konferenzen mahnen sie Brasilianer, Chinesen, Russen und Indonesier, mehr für den Schutz ihrer natürlichen Ressourcen zu tun. Wenn es aber um Artenschutz in den eigenen Hoheitsgebieten geht, sind die Europäer oft weniger streng. So warnen Wissenschaftler und Umweltschützer seit Jahren, dass der Rote Thunfisch kurz vor der Ausrottung steht, und erst jetzt, wo die riesigen Räuber aus dem Mittelmeer fast verschwunden sind, hat sich die EU-Kommission dazu durchgerungen, einen Fangstopp zu verhängen. Ab sofort dürfen die Fangflotten der EU-Staaten mit ihren Spezialnetzen keinen Roten Thun mehr aus dem Wasser ziehen. Ausgenommen sind einige spanische Boote, denen eine Frist bis zum 23. Juni gewährt wird. Das Fangverbot wird weder den Thunfisch noch die Glaubwürdigkeit der EU retten. Erstens kommt es zu spät. Zweitens ist völlig unklar, wie die Kommission das Verbot umsetzen will. Die Überwachung obliegt den Mitgliedstaaten, und ein Bericht des EU-Rechnungshofs hat gezeigt, dass in Ländern wie Italien und Frankreich selbst minimale Kontrollstandards nicht eingehalten werden. Die Inspekteure sitzen lieber in der Hafenkneipe, als den Fang der Fisch zu kontrollieren. Die Thunfisch-Krise ist symptomatisch für die verfehlte Fischereipolitik der EU. 88 Prozent aller Fischbestände in europäischen Gewässern gelten heute als überfischt. Seine Wälder hat Europa schon vor Jahrhunderten abgeholzt, nun plündert es die Meere. Kein Wunder, dass die Schwellenländer die Nachhaltigkeitslektionen aus Paris, Rom, Brüssel und Berlin nicht hören wollen. mko Agrartreibstoff Ethanol bedroht Kenias grösstes Flußdelta Jetzt mitmachen bei der Protestaktion! 25. Juli 2008 20.000 Hektar der ökologisch einmaligen Landschaft am Tana Fluss in Kenia sollen abgeholzt und mit Zuckerrohr für Agrartreibstoff bepflanzt werden. Weil diese Monokultur große Mengen an Wasser und Pestizide benötigt ist auch der Rest des artenreichen Tana-Deltas betroffen. Der Landschaft droht Austrocknung, den Bewohnern Vertreibung. Bitte unterstützen Sie die einheimischen Umweltschützer in Kenia und die betroffene Bevölkerung und protestieren Sie bei den Verantwortlichen. Ein Protest kann abgeschickt werden von der Seite http://www.regenwald.org Chronik der Agenda21 im Landkreis Ansbach 25. Juli 2008 ![]() Lesen Sie hier die Chronik der Agenda21 im Landkreis Ansbach. Rettet die Donau - Stoppt den Kanal (WWF Kurzfilm) 24. Juli 2008 Seit Jahrzehnten schon kämpft der Bund Naturschutz für eine frei fliessende Donau. Doch noch immer wollen welche die Donau an die Schiffe anpassen, anstatt die Schiffe an den Fluß. Ich möchte ja nicht schon wieder auf der bayerischen Staatsregierung herumreiten, aber die CSU gehört hier eindeutig wieder zu den selbstzerstörerischen Kräften unserer Heimat. Gemäß dem alten Spruch geht es also für uns unaufhörlich weiter: Es kämpft sich nicht schlecht, für Heimat und Recht. Kurzfilm vom WWF Sendung "Quer" im Bayerischen Fernsehen: Bienen-Asyl: Imker fliehen vor Genmais 23. Juli 2008 Die berüchtigte Stromleitung von Lehrberg soll verkabelt werden 22. Juli 2008 ![]() Eine gute Nachricht gibt es von einem Ortstermin mit N-ERGIE in Lehrberg zu vermelden. Die berüchtigte Stromleitung von Lehrberg soll noch in diesem Jahr verkabelt werden. Die sogenannten Lyra-Maste aus dem Jahr 1913 (in dem Jahr ist auch der Bund Naturschutz in Bayern gegründet worden) wurden zuvor von Bruno Täufer als elektrische Stühle für Vögel bezeichnet. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unserem regionalen Energieversorger und hoffen auf weitere Verkabelungen. Mautausweichverkehr und Ortsumfahrungen im westlichen Landkreis Ansbach 21. Juli 2008 Die B25, die sogenannte "Romantische Straße", ist gänzlich unromantisch geworden seitdem der Schwerlastverkehr die Maut und damit die Autobahnen meidet. Der Politik fehlt der Wille die Brummis auf die Autobahnen zurück zu zwingen. Viele Speditionen stehen vor dem wirtschaftlichen Aus. Die Bevölkerung leidet unter einer verfehlten Verkehrspolitik. Immer mehr Lkw fahren durch unsere Ortschaften. Einseitige lokale Fahrverbote würden die Menschen anderswo belasten. ![]() Auch das kleine Dorf Greiselbach, mein Heimatort, leidet unter dem zunehmenden Lkw-Durchgangsverkehr. Die B25 zerschneidet das Dorf regelrecht. Die Brummis donnern Tag und Nacht an unseren Schlafzimmerfenstern vorbei. Die engen Kurven und die darin liegenden unübersichtlichen Ausfahrten machen einen jeden Versuch von seinem Grundstück zu kommen zu einem gefährlichen Abenteuer mit unsicheren Ausgang. Das obere Foto zeigt unsere erste Demo, dieser Link führt sie zu einer weiteren Demo anlässlich des Internationalen Tages gegen den Lärm. Die Planungen einer Umgehungsstraße sind weitgehend abgeschlossen und werden im Herbst vom Straßenbauamt vorgestellt. Nun wird auch in Dinkelsbühl über eine Umgehung diskutiert. Das Straßenbauamt hat drei Varianten untersucht und das Ergebnis am 18. Juni den Dinkelsbühler Bürgern vorgestellt. Die Behörde hat sich auf die Ostvariante festgelegt. Es beginnt gerade ein Meinungsbildungsprozess in der Stadt. Argumente werden hin- und hergewogen. Erster Widerstand hat sich formiert um das Naherholungsgebiet "Mutschach" zu bewahren. B25-Ortsumgehung-Dinkelsbühl: Vorstellung der Variantenuntersuchung am 18. Juni 2008 durch das Straßenbauamt in Dinkelsbühl. Ich persönlich setze mich für eine umweltverträgliche Umgehung von Greiselbach ein und lehne eine mögliche Ostumfahrung von Dinkelsbühl ab. Ob meine differenzierte Sichtweise von der Bevölkerung nachvollzogen werden kann - eine Umgehung befürworte ich, die andere lehne ich ab - wird sich in den nächsten Tagen erweisen. Es ist in meinen Augen der Einsatz für die jeweils beste Lösung. Die Kreisgruppe Ansbach im Bund Naturschutz hat sich mit dem Mautausweichverkehr und Ortsumfahrungen im westlichen Landkreis Ansbach beschäftigt und warnt vor einer Straßenbauorgie. Es werden dadurch Zwänge geschaffen, die weitere Umgehungen nach sich ziehen werden und die Menschen werden durch mehr Verkehr belastet. Denn wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Positionspapier des Bund Naturschutz zu Mautausweichverkehr und Ortsumfahrungen im westlichen Landkreis Ansbach. Bedauerlicherweise ist heute in der Fränkischen Landeszeitung nachzulesen, ich wäre gegen eine Umgehung von Greiselbach. Dem möchte ich mit diesem Beitrag widersprochen haben. Die Umgehung von Dinkelsbühl möchte in einem anderen Artikel behandeln und darin meine Sichtweise ausführlich begründen. Auf den Spuren der Kelten und Römer mit dem Drahtesel wird verschoben 13. Juli 2008 Großes Interesse und dann der Regen. Deshalb möchten wir die nachfolgende Radtour noch einmal anbieten. Der Termin ist voraussichtlich im September, steht aber noch nicht fest. ![]() Auf den Spuren der Kelten und
Römer mit dem Drahtesel Eine gemütliche Radtour zu den geheimnisvollen Viereckschanzen der Kelten und zu den sichtbaren Spuren der Römer am Limes. Die Tour führt an der Keltenschanze beim Burgstallhof vorbei durch das „Tal der 100 Pferde“ entlang des Limes mit den Resten eines Limesturms zur Weiltinger Keltenschanze. Die Radtour endet mit einem Besuch des Weiltinger Museums mit kostenlosem Einritt zur Römer- und Keltenausstellung mit anschließender Möglichkeit der gemütlichen Einkehr. Leitung: Limes-Cicerone Georg Stich und Thomas Joas Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Spende für das Weiltinger Museum wird erbeten. Weitere Informationen unter 0171 958 42 08. |