| Naturschutztagebuch - Teil 13 |
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Bund Naturschutz reicht Eilantrag gegen die Urlas-Bebauung beim Verwaltungsgericht Ansbach ein 28. Mai 2008 Wir vom Bund Naturschutz haben einen Eilantrag gegen die Urlas-Bebauung beim Verwaltungsgericht Ansbach eingereicht. Zur Pressemitteilung. Drei Storchenküken sind in Dinkelsbühl geschlüpft 27. Mai 2008 ![]() Drei Storchenküken sind in Dinkelsbühl geschlüpft. Das Trio ist komplett. Nun wird es erneut spannend. Kann Schorsch, mit seinem abgebrochenen Schnabel, seiner neuen Rolle als fürsorglicher Vater gerecht werden? Für ein klares Verbot gefährlicher Pestizide 21. Mai 2008 Da wollte die Landwirtschaft ihr Saatgut vor dem Maiswurzelbohrer schützen und es sind ungewollt die Bienen gestorben. Kennen Sie noch das Buch von Rachel Carson, Der stumme Frühling? Es beschreibt ähnliche Fälle, allerdings geschehen vor 50 Jahren. Ich habe es mir in den letzten Wochen noch einmal zur Hand genommen, um darin zu lesen. Nicht viel anders als früher scheinen wir auch heute noch nicht die Wirkungen der chemischen Gifte zu kennen, die wir in allen Lebensbereichen so bedenkenlos einsetzen. Wenn wir die ganzheitliche Wirkung eines einzelnen Giftes nicht einmal kennen, wie sieht es dann erst aus mit den Wechselwirkungen, wenn sich in der Umwelt, also im Wasser, im Boden und in der Luft, ja in unserer Nahrung und in unserem Körper die vielen Wirkstoffe vermengen? Unglaublich wie leichtsinnig die Unternehmen und die staatlichen Stellen hier mit dem Leben spielen. Unserem Leben. Die Politik entscheidet gerade in Brüssel was auf das Leben zu- und losgelassen werden darf. Es sind wichtige Tage. Es geht um das Leben und um viel Geld. Die Lobbyisten heulen schon wie die Wölfe. So mancher "Volksverteter" entpuppt sich nun als das was er ist. Ein Wolf im Schafspelz. ![]() Hiltrud Breyer ist Abgeordnete des Europaparlaments und Mitglied des EP-Ausschusses für Umweltschutz, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Als Berichterstatterin des Ausschusses zur Zulassung von Pestiziden tanzt sie gerade mit diesen Wölfen. Dabei hat sie noch Zeit gefunden, meine Anfrage zu beantworten. Vielen Dank dafür Frau Breyer. Wir haben hier also Informationen aus erster Hand. Lesen Sie hier einen Diskussionsbeitrag von Hiltrud Breyer, der im April im dlz-Agrarmagazin veröffentlicht worden ist. Lesen Sie hier das Positionspapier von Hiltrud Breyer: Die Neuausrichtung der Pestizid-Zulassung (Stand 04/08). Bayer-Gift tötet Bienen 20. Mai 2008 "Nun also doch: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat Maissaatgut, das mit dem Insektizid Clothianidin behandelt wurde, die Zulassung entzogen. Untersuchungen haben eindeutig einen Zusammenhang zwischen dem Bayer-Gift und dem massiven Bienensterben in Baden-Württemberg ergeben. Noch kurz zuvor hatte das BVL Imkern geraten, die Bienenvöker doch von derartigen Maisfeldern fernzuhalten. Der Sinneswandel ist längst überfällig und nicht ausreichend"...Lesen Sie weiter auf der Internetseite von Greenpeace Badische Imker verzeichnen ein massives Bienensterben nach der Maisaussaat - ist die Firma Bayer daran Schuld? (Film) 19. Mai 2008 ![]() Badische Imker verzeichnen ein massives Bienensterben nach der Maisaussaat. Der Imker-Verband spricht vom schlimmsten Bienensterben in der Region "seit 30 Jahren". Das Sterben setzte in den vergangenen Tagen unvermittelt mit der Mais-Aussaat ein. Eine mögliche Ursache: Viele der Samenkörner waren vor der Aussaat zur Insekten-Bekämpfung mit dem giftigen Wirkstoff Clothianidin der Firma BayerCropscience behandelt. Das könnte der Killer sein, vermuten die Imker. Regierung, Industrie und Forschungsinstitute arbeiten seitdem an der Aufklärung des Phänomens. Den Verdacht gegen das Nervengift aus dem Bayer-Konzern begründet der stellvertretende Vorsitzende des Imker-Verbands Manfred Raff mit ähnlichen Erfahrungen italienischer Imker, bei denen die Mais-Aussaat schon vor einigen Wochen erfolgte. Dort fand sich in verendeten Bienen das Clothianidin. Der Wirkstoff ist als "bienengefährlich" eingestuft. Allerdings sollen die nützlichen Insekten bei sachgerechter Anwendung nicht mit dem Gift in Kontakt kommen. Clothianidin ist ein Bestandteil des Agrargiftes Poncho Pro, welches in Deutschland für Kartoffeln, Mais, Zucker- und Futterrüben, Getreide und Raps eingesetzt wird. Hierzulande ist es seit zwei bis drei Jahren auf dem Markt. Clothianidin bildet einen Schutzfilm um das im Boden liegende Saatkorn und schützt auch vor dem im vergangenen Jahr erstmals aufgetretenen und gefürchteten Maiswurzelbohrer. Daher setzten Landwirte den Wirkstoff dieses Jahr verstärkt ein. Die Imker vermuten nun, dass die von den Saatmaschinen aufgewirbelten Stäube auf blühende Rapsfelder und Blumenwiesen wehten, wo das Gift von den Bienen aufgenommen wurde. Gegen die geplante Bebauung des Standortübungsplatzes am Urlas bei Ansbach durch die US-Armee hat der Bund Naturschutz am 30.04.08 Klage beim Bayerischen Verwaltungsgericht Ansbach eingereicht 19. Mai 2008 Der Bund Naturschutz sei ein Kampfverband. Diese Worte von Hubert Weiger, unserem Landesvorsitzenden, klingen mir noch im Ohr. Dass sich der Bund Naturschutz aber gleich die US-Army als Gegner aussuchen würde und dann noch bei mir in Ansbach, daran habe damals noch nicht gedacht. Über den weiteren Verlauf dieser juristischen Auseinandersetzung werden Sie hier informiert. Die unglaubliche Rede eines FDP-Umweltministers 19. Mai 2008 Dass dort, wo die FDP mitregiert, (behördlicher) Umweltschutz an die Wand gefahren wird, ist bekannt. Wie rigoros man dann, wenn man politische Mehrheit und vermeintliche gesellschaftliche Akzeptanz hat, gegen Naturschutz vorgeht und wie hervorragend das bei unseren Landwirtschaftsvertretern ankommt, illustriert beiliegender Artikel überdeutlich. Zum Artikel, der am 2. Mai im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt veröffentlicht worden ist. Ich bin dann mal weg. Morgen beginnt meine Radtour entlang von Tauber und Main 12. Mai 2008 ![]() Seit dem 3. Mai habe ich ein neues Trekking-Fahrrad. Ich habe mich für das Model Transterra Men von Steppenwolf entschieden. Ab morgen radel ich damit entlang von Tauber und Main. Die nächsten Tage werden hier also von mir keine neuen Beiträge veröffentlicht. Das landschaftlich reizvolle Taubertal mit der wunderschönen Stadt Rothenburg ist eine sehr beliebte Route bei Bikern. Im Internet ist die Tour gut beschrieben: http://www.schwarzaufweiss.de/deutschland/taubertal.htm http://www.fahrrad-tour.de/Taubertal/Taubertal.htm Der Bund Naturschutz in Ansbach ist jetzt die einzige Kreisgruppe in Bayern mit einer eigenen Maschinenhalle 08. Mai 2008 Der Bund Naturschutz in Ansbach verfügt jetzt als einzige Kreisgruppe in Bayern über eine eigene Maschinenhalle. Untergebracht ist dort alles, was zur Pflege der über 240 Hektar Biotopflächen notwendig ist. ![]() Zum Gelingen haben viele beigetragen, wofür wir uns herzlich bedanken. Trotzdem war viel Geld notwendig, insgesamt betrug die Bausumme einschließlich Grundstück und aller Nebenkosten etwa 60.000,- EUR. Finanziert wurde die Maßnahme von der Natur- und Umweltstiftung in Stadt und Landkreis Ansbach. Letztendlich spart der BN im Jahr ca. 3.600,- EUR Mietkosten, die für andere Naturschutzzwecke eingesetzt werden können, weil die Mietzahlungen an die Stiftung von dieser als Stiftungsertrag genauso wie Zinserträge wieder an den BN zurückfließen. Unter diesem Aspekt nutze ich die Gelegenheit, auch bei Ihnen für eine Unterstützung der uns nahestehenden Natur- und Umweltstiftung zu werben. Ob Geldzuwendungen, Immobilien oder andere Sachwerte, zu Lebzeiten oder als Vermächtnis: Alles was das Vermögen der Stiftung mehrt dient jedes Jahr aufs Neue dem Naturschutz. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Stiftung in den nächsten Wochen ein ökologisch hochwertiges Mittelwaldstück in der Nähe von Ansbach als Schenkung erhalten. Hierdurch ergeben sich zwar keine Erträge im finanziellen Sinn. Jedoch wird durch dieses „Selbst-Tätigwerden“ der Stiftung ein Stück Heimat dauerhaft gesichert und kommt in ökologische Betreuung. Vogelstimmenwanderung am Kappelbuck 04. Mai 2008 ![]() ![]() Zusammen mit Alfred Blaser, einem Kenner unserer heimischen Sänger und ihrer Gesänge, lauschten wir den Vögeln in diesem herrlichen, auf dem Feuerletten stehenden Streuobstbestand. ![]() Auf uns wartete schon ein reichhaltiges Frühstück, das wir unter freiem Himmel einnahmen. Wer wollte, konnte an dem sich anschließenden Gottesdienst im Grünen teilnehmen. Danach gab es ein gemeinsames Mittagessen. Testen Sie Ihr Wissen beim NABU-Vogelstimmen-Quiz Schon wieder ein Stromopfer 02. Mai 2008 Schon wieder ein Stromopfer. Jeden Tag und überall müssen Vögel sterben, weil die Energieversorger das technisch lösbare Problem des Stromtods jahrzehntelang ignoriert haben. Auch bei mir in Greiselbach, einem kleinen Dorf. Ein Turmfalke - ein junges Männchen aus dem letzten Jahr - hatte das Pech an einen Leitungsmasten zu geraten, der nicht dem Stand der Technik entspricht. Ein Mädchen hatte diesen Vogel gefunden, gerade an dem Tag, an dem es in den Urlaub fahren wollte. Sie wollte nicht eher in den Urlaub, bis sie sich sicher war, dass der Vogel gut versorgt wird Ich habe den Turmfalken in die Vogelpflegestation von Reinhold Schuster nach Ellwangen gebracht. Er meinte, dass der Turmfalke ein Stromopfer sei und zeigte mir die Strommarken. Der Vogel ist in der darauffolgenden Nacht verstorben. Die Fotos zeigen die Verletztungen an Flügel und Bein. Das Bein war schon lahm. Der Flügel sieht deshalb so schlimm zugerichtet aus, weil Turmfalken die schlechte Angewohnheit haben, sich an den verletzten Stellen selber anzufressen. ![]() In diesem kurzen
Film zeigt Reinhold Schuster die Strommarken und
Verletzungen Studenten wieder am geologischen Lehrpfad am Hesselberg 01. Mai 2008 Nach dem ich die Studenten Manuela Aiglstorfer, Stephan Lautenschlager und Philipe Havlik im Oktober bei ihrer Grabung im Posidonienschiefer am Hesselberg begleitet habe, freute ich mich heute auf ein Wiedersehen. Bei einer dreitägigen Fahrt zeigten sie Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität aus München den Jura und machten Station am Hesselberg. Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag von Oktober letzten Jahres: Junge Wissenschaftler "wühlen" am Hesselberg in altem Meeresboden ![]() Ein
geschulter Blick kann vieles erkennen und erklären. So sieht
man die damalige Meeresströmung noch heute
im Gestein.
Die Hand zeigt den Verlauf der Strömung. Doch auch der Mensch kann die
Landschaft formen. Diese Unebenheiten sind nicht natürlichen Ursprungs.
Der Mensch hat hier früher Kalkstein gebrannt. ![]() Geologen
am Hesselberg sind es gewohnt, bei jedem Wetter draußen zu sein. Mitten
in der Exkursion sind wir in einen kleinen Hagelschauer geraten, dem
ein schöner Regenbogen folgte. ![]() Der geologische Lehrpfad am Hesselberg ist mit seinen vielen beieinander liegenden Aufschlüssen ideal geeignet für eine Zeitreise durch den Jura. Mit geringem Aufwand könnte er für Besucher noch interessanter gestaltet werden. Die fachkundigen Studenten wollen mir helfen, den Lehrpfad etwas aufzupeppen. Besonders schön blüht gerade die Traubenkirsche 01. Mai 2008 ![]() Die überwinternden Larven der Traubenkirschen-Gespinstmotte werden bald über die eine oder andere Traubenkirsche herfallen, die Blätter alle fressen und das Gehölz mit einem gespenstisch anmutenden Gespinst überziehen. Das sieht dann echt gruselig aus und jeder denkt, das war es jetzt für den schönen Baum. Doch schon nach kurzer Zeit regt sich neues Leben und junges Grün überzieht die Traubenkirsche. Behalten Sie die Traubenkirschen einmal im Auge und versuchen Sie selber einmal dieses fasziniertende Schauspiel zu beobachten. Zugriffe auf das Naturschutztagebuch bis April 01. Mai 2008 Die aktuellen Zugriffe
auf das Naturschutztagebuch bis April ![]() Vogelstimmenwanderung in Greiselbach am 1. Mai 01. Mai 2008 ![]() Kurz bevor der Maibaum in Greiselbach aufgestellt worden ist, habe ich bei einem kleinen Spaziergang unsere heimischen Sänger vorgestellt. Im Beitrag "Welcher Vogel singt denn da" vom 20. April können Sie einmal testen, welche Vogelstimmen Sie bereits kennen. ![]() Der Maibaum von Greiselbach wird noch traditionell mit "Schwalben" aufgestellt, also mit langen Holzstangen, die an einem Ende mit einem Strick zusammengebunden sind. Er ist das Symbol für eine intakte Dorfgemeinschaft, da er nur gemeinsam aufgestellt werden kann. Jeder hilft mit. Danach sitzt man noch gemütlich bis zum Abend zusammen. ![]() Dorfkemmathen hat immer einen etwas anderen Maibaum. In diesem Jahr haben sie sich die Olympische Fackel in das Dorf gestellt. Freiheit für Tibet! Eine Super Idee. |