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Naturschutztagebuch - Teil 1 |
Begleiten Sie einen ehrenamtlichen Naturschützer.
Lernen Sie die Natur
und den Naturschutz von einer anderen, persönlichen Seite kennen.
Impressum

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Laubaustrieb und Blüte der Kastanien 29. April 2007 Im Frühling ist der gleiche Spaziergang jeden Tag etwas anders. Es lohnt sich in dieser Jahreszeit ganz besonders mit offenen Augen durch die Natur zu gehen. Die Tage werden länger und die Pflanzen sind in der Lage das mitzubekommen und reagieren mit Blüte und Laubaustrieb. Das frische Grün unserer Wälder ist zurzeit einfach überwältigend. Ich hab mir mal die Zeit genommen, um den Laubaustrieb und die Blüte der Kastanien bei mir zuhause anzuschauen. Der Laubaustrieb zieht sich über mehrere Tage hin und es geschieht nicht bei allen Bäumen der gleichen Art gleichzeitig. Nehmen Sie sich doch einfach mal selbst die Zeit und beobachten Sie die spannende Entwicklung bei Ihnen zuhause. Aufnahmen vom 8. April ![]() ![]() ![]() ![]() Aufnahme vom 22. April ![]() Aufnahmen vom 28. April ![]() ![]() ![]() Ins Wasser und unter den Baum geschaut 28. April 2007 Heute war ich am Grafmichelhof um mich mit Kindern an einem Gewässer umzusehen. Ein kleiner Weiher, auf dem gerade der Wasserhahnenfuß weiß blüht und in dem keine Fische drin sind, erschien mir dafür sehr gut geeignet. Mit Keschern und Küchensieben wurde das Wasser behutsam nach Lebewesen im Wasser abgesucht... ![]() ...und dann gemeinsam unter die "Lupe" genommen, genauer gesagt unter die Becherlupe... ![]() ![]() Wenn Sie also ein kleines Gewässer haben, dann verzichten Sie ruhig auf Fischbesatz. Es wird sich ein so reichhaltiges Kleintierleben in dem Tümpel entwickeln, das Sie ganz begeistern wird. Zum Abschluß gab es zur Stärkung leckere Pizza ![]() Liselotte Unseld kam zufällig vorbei und stelle den Hesselberger-Saft vor. Lecker! ![]() Danach fuhr ich noch in den Wald. Herr Klopfer hatte unter einen Horstbaum eine junge Eule gefunden und mich angerufen. ![]() ![]() Wir
fuhren die erst wenige Tage alte Eule zu Reinhold Schuster. In seiner
Wildvogelpflegestation wird das junge Ding nun aufgepeppelt. Als erstes
bekam es eine Maus zur Stärkung. Der Mäuseschwanz hat dabei noch
herausgeschaut. ![]() ![]() Hier sind noch weitere Gäste in seinem Etablissement ![]() Heute war außerdem der Tag der erneuerbaren Energien. Gucken Sie doch einfach mal nach was bei uns im Landkreis Ansbach oder in den anderen Landkreisen geboten war. Sie wissen ja, über den Klimawandel und darüber was man dagegen tun kann, kann man nie genug wissen. Demo zum Internationalen Tag gegen Lärm 25. April 2007 Das kleine Dorf Greiselbach leidet unter dem zunehmenden Lkw-Durchgangsverkehr. Deshalb fordern die Bürger eine Umgehungsstraße. Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, haben sie zum Internationalen Tag gegen Lärm eine Demo organisiert. Es war das Ziel, die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 25 mit geparkten Fahrzeugen für Brummis unattraktiv zu machen. ![]() ![]() ![]() ![]() In die Natur hineingehört 22. April 2007 Einmal im Jahr - es ist schon eine kleine Tradition - treffen wir uns zu einem Spaziergang am Sonntagmorgen um den Vogelstimmen zu lauschen. ![]() Dieses mal ging es um 7 Uhr bei herrlichen Wetter los um die vielfältige Vogelwelt von Dinkelsbühl zwischen der Stadtmauer und dem Naturschutzgebiet "Walk- und Gaisweiher" kennenzulernen. Ich wurde dabei begleitet von Matthias Bräuer (BN) und Alfred Blaser (LBV) sowie von einigen Naturinteressierten, die einfach Freude an Unterschied und Unterscheidung haben. Ich muss mich jedes mal neu in das Vogelstimmenkonzert hineinhören. Aber ich finde, es lohnt sich allemal und ist eine Bereicherung für jeden Spaziergang. Die Vegetation ist heuer drei Wochen früher dran als sonst und wir waren gespannt, ob es in der Vogelwelt genauso ist. Zumindest mit den Mauerseglern hätten wir um diese Zeit noch nicht gerechnet. Zum ersten Mal konnten wir am Walkweiher - und damit schon eine kleine Sensation - ein Blaukehlchen beim Singen und Balzen beobachten. ![]() Wichtig ist uns Naturschützern auch, dass die Vogelwelt am Gaisweiher durch das dort neu entstehende Baugebiet nicht gestört wird. Insgesamt haben wir 38 Vogelarten gesehen oder gehört! Von den Bewohnern der Feldflur haben wir dieses mal leider nur wenig gesehen und gehört. Nach dem in den 70er und 80er Jahren die Wiesenbrüter weitgehend bei uns verschwunden sind, droht nun den Bewohnern der Feldflur durch eine neue Intensivierungswelle in der Landwirtschaft, ausgelöst durch den Boom der Biogasanlagen und dem großflächigen Anbau nachwachsender Rohstoffe, ein ähnliches Schicksal. Die vom Naturschutz erhoffte Extensivierung der Landwirtschaft ist ausgeblieben. Selbst um einst so häufige Arten wie die Feldlerche müssen wir uns heute bereits Sorgen machen. Die Rote Liste Bayerns führt sie als gefährdet. Die Löwenzahnblüte überzieht unsere Wiesen 19. April 2007 Die letzten Tage waren schön und warm. Das hat genügt, um unsere grünen Wiesen mit einem Meer aus gelben Löwenzahn zu überziehen. Schön ist sie, die Löwenzahnblüte und eindrucksvoll. ![]() Der Löwenzahn ist ein Überlebenskünstler ![]() Die frischen, jungen Löwenzahnblätter sind gesund und kann man in einen leckeren Frühlingssalat geben. Wer die Bitterstoffe nicht so mag, kann den Bittergeschmack durch Wässern etwas abmildern. Sein lateinischer Name Taraxacum officinale verrät eine früher weit verbreitete Verwendung als Heilmittel. Mit den gelben Blüten färbte man einst die Butter, daher rührt der volkstümliche Name Butterblume. Die Pflanze ist ein Stickstoffanzeiger, d.h. sie kommt mit der Überdüngung unserer Wiesen durch Gülle sehr gut zurecht und wird durch diese sogar gefördert. Ein weiterer Konkurrenzvorteil gegenüber den anderen Wiesenblumen ist die tiefliegende Blattrosette. Der Bauer mäht über diese einfach hinweg. Das Allgäu will mit seinen schönen gelben Löwenzahnwiesen für Touristen werben. Ob diese Touristen schon vergessen haben wie schön und artenreich diese Wiesen dort einst waren? Unterwegs an der Rothach - ein Flüsschen mit und ohne "h" 18. April 2007 In den letzten Tagen war ich dreimal an der Rothach. Ein schöner kleiner Fluss, der teilweise richtig verwildert durch die Landkreise Schwäbisch Hall, Ostalbkreis und Ansbach fließt. Auf der Seite von Baden-Württemberg schreibt sich das Flüsschen ohne "h", in Bayern dann mit "h". Heute war ich mit zwei Schulklassen aus Mönchsroth an der Rothach im Landkreis Ansbach unterwegs. Zuerst wird das Tier vorgestellt... ...dann nach seinen Spuren gesucht ...und die Biberburg besucht ![]() Am Dienstag war ich im Ostalbkreis bei der Konrad-Biesalski-Schule in Wört, einer Heimsonderschule für Körperbehinderte. Mit Rollis ins Biberrevier... ![]() ...zum Biberdamm... ![]() ...zum Bau... ![]() ...zur Brotzeit auf einer Brücke im Biberrevier ![]() Am 11. April war eine Exkursion mit Martin Zorzi vom Umweltzentrum Schwäbisch Hall an den Oberlauf der Rotach, einem Natura 2000-Gebiet. ![]() Kappelbucklämmchen 16. April 2007 ![]() Um die alte Kulturlandschaft am Kappelbuck bei Beyerberg erhalten zu können, ging man in der Gemeinde Ehingen im Naturschutz und in der Umweltbildung ganz neue Wege. Am 6. Mai lädt der Verein Genuss Erlebnis Kappelbuck zu einem Apfelblütenfest ein. Ob es das oben abgebildete leckere Kappelbucklämmchen geben wird, weiß ich noch nicht, sonst ist dort aber viel geboten. Ein kurzer Einblick in den für diesen Tag geplanten Ablauf soll Ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf das Fest geben. 7.00 Uhr Vogelstimmenwanderung mit Christoph Weber und mir vom BN, anschließend ist ein Frühstück geplant 10.00 Uhr Gottesdienst im Freien mit Umweltpfarrer Gerhard Monninger danach blabla Anschließend Mittagessen (Lammeintopf, Gegrilltes und Hitzplatz aus dem Holzbackofen) Kaffee und Kuchen, Apfelleberwurst und Käse. Den ganzen Nachmittag über werden Natur- und Kräuterführungen für Erwachsene und Naturerlebnisaktionen für Kinder in dem weitläufigen Gelände angeboten. Mehr hier über das Naturerlebnis Kappelbuck Vom Laich zum Fröschle 11. April 2007 Jetzt lohnt sich ein Spaziergang ans Wasser. Die Laichzeit der Frösche und Kröten gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen an einem Tümpel. Deshalb habe ich dieses Osterwochenende mal nach den Erdkröten und Grasfröschen am Hopfenweiher gesehen. Bei uns in Greiselbach ist es doch sehr ländlich und fast scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, wie diese Bilder belegen. Die Frösche und Kröten sind hier ohne größere Probleme an ihr angestammtes Laichgewässer gelangt. Im Wasser kann man schon die etwa faustgroßen bis zu 4000 Eier enthaltenden Laichballen der Grasfrösche und die zweireihigen Laichschnüre der Erdkröten, mit 2000 bis 6000 Eiern finden. ![]() ![]() Die Entwicklung des Lebens so hautnah beobachten zu können, hat mich schon als Kind fasziniert. Ob die Kinder von heute immer noch nach den Fröschen gucken? Zu wünschen wäre es den Kindern und den Fröschen. Der Laichballen des Grasfrosches am Karfreitag ![]() Der Laichballen des Grasfrosches am Ostermontag ![]() Die jungen Fröschle von heute (Kaulquappen) ![]() Fortsetzung folgt... Amphibienschutz für Kröten mit Profilneurose 7. April 2007 ![]() Wenn die Frühlingssonne den Boden erwärmt, wiederholt sich jedes Jahr eine kollektive Massenwanderung. Kröten, Frösche und Molche verlassen ihre unterirdischen Winterquartiere. Zielsicher krabbeln und kriechen sie unaufhaltsam zu ihren teils kilometerweit entfernten Laichplätzen. Vor allem in feuchtwarmen Abend- und Nachtstunden, vorzugsweise bei leichtem Regen und einer Temperatur von über 5°C, spielt sich dieses Naturphänomen ab. Wenn die Amphibien dabei Straßen überqueren müssen, droht ihnen massenhafter Tod. Entweder sie werden überfahren oder von den Luftwirbeln schnell fahrender Autos erfasst, hochgewirbelt und tödlich verletzt. ![]() Um dieses Massensterben wenigstens zu begrenzen wird im Frühling eine der größten Artenschutzaktionen Deutschlands gestartet. An über 400 Wanderwegen in Bayern werden von den Straßenmeistereien und vom Bund Naturschutz mobile Zäune mit Fangeimern aufgestellt, an denen Tausende ehrenamtlicher Helfer/innen jährlich nahezu eine halbe Mio. Amphibien retten! ![]() Allein im Landkreis Ansbach sammeln seit 1985 inzwischen jeweils rund 80 Helfer/innen an 30 Wanderwegen mehrere Zehntausend Amphibien ein (2006 insgesamt 22.812 Tiere) und bringen sie sicher zu den Laichgewässern. Trotz zahlreicher fleißiger Helfer/innen ist dies aber nicht immer und überall möglich. Nur an besonders stark begangenen Wanderwegen und in der Hauptwanderzeit ist der hohe Aufwand zu bewältigen. Amphibienschutz ist dringend notwendig: Die Bestände in Bayern sind anhaltend rückläufig, 14 der 19 heimischen Amphibienarten stehen inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Tiere. Selbst früher häufige Arten wie Teichmolch und Grasfrosch sind in manchen Regionen Bayerns weitgehend verschwunden. Ausgeräumte Ackerlandschaften, viel zu intensive Landwirtschaft und immer noch zunehmende Landschaftszerschneidung mit neuen Straßen fordern ihren Tribut. Jährlich nur zeitweise aufgebaute Amphibienzäune sind wichtige Notbehelfe, aber keine Dauerlösung. Deshalb ist es wichtig, dass generell mehr Rücksicht auf wandernde Amphibien genommen wird - in jeder feuchten, warmen Nacht von März bis Oktober ist mit ihnen zu rechnen! Insbesondere aber müssen Kleintiere beim Neubau und Ausbau von Straßen berücksichtigt werden. Zwar gibt es eine Zusage der Obersten Baubehörde, die ca. 200 wichtigsten Übergänge Bayerns auch nachträglich mit Kleintiertunneln auszustatten, die Umsetzung läuft aber leider sehr schleppend. Im Stadt- und Landkreis sind erst wenige feste Anlagen installiert (z.B. Scheerweiher, Windsbach) oder geplant (Feuchtwangen, Südosttangente Ansbach). Allzu oft werden feste Anlagen auch bei Straßenneubauten von politischer Seite verhindert - nicht selten mit Argumenten auf Stammtischniveau. Ein zweites zentrales Element im zukünftigen Amphibienschutz ist die Renaturierung der Talauen. Dies würde nicht nur Hochwasserprobleme lösen, sondern auch zahlreichen Amphibienarten wieder natürliche, dynamische Lebensräume schaffen - gerade auch durch die Tätigkeit der Biber. Amphibien sind hervorragende Bioindikatoren und wichtige Glieder der Nahrungsketten - sowohl als Vertilger von (dem wirtschaftenden Menschen nicht immer wohl gesonnenen) Kleintieren, als auch als Nahrungsgrundlage für viele andere Tierarten, wie z.B. für Störche, Reiher und Greifvögel. Amphibienschutz bietet zudem auch vielen Kindern und Jugendlichen spannendes Naturerleben und die Möglichkeit, gefährdeten Arten mit persönlichem Einsatz direkt zu helfen. Informationen zu den Wanderwegen und Kontakte für die dringend erwünschte Mithilfe bei den Sammelaktionen erhalten Sie hier: www.amphibien.bund-naturschutz.de ![]() Der Text stammt von Dipl.-Biologe Uli Meßlinger und ist im Grünen Stachel erschienen, der Mitgliederzeitschrift der BN-Kreisgruppe Ansbach. Die Bilder sind von mir. Fledermäuse zu Besuch 6. April 2007 Vom Winterschlaf der Fledermäuse war hier ja schon einmal die Rede. Der ist jetzt zu Ende und die Tiere suchen ihre traditionellen Sommerquartiere auf. Je nach Fledermausart können das natürliche Baumhöhlen im Wald sein, die der Specht oder der Blitz gemacht hat... ![]() ...oder ganz normale Häuser. Hier sehen Sie einen Dachgiebel eines neuen Hauses. Der Einflug der Fledermäuse ist hier zwischen Dachziegel und Holzverschalung. Viele Fledermausarten verstecken sich ziemlich gut in ihren Quartieren. Doch ihr Kot verrät ihre Anwesenheit. Spätestens jetzt können Sie sicher sein, Fledermäuse als Untermieter zu haben. ![]() Diese Woche hat mich eine Familie darum gebeten, mir einmal ihr Haus deswegen anzusehen. Dabei hat mich der Fledermausexperte Björn Zacharias begleitet. Im Dachboden fanden sich tatsächlich Spuren von Fledermäusen. Da es aber nur sehr wenig Kot war, handelt es sich vermutlich um Einzeltiere. Wahrscheinlich ist es ein Männchenquartier. Diese verbringen den Sommer alleine. Es ist wichtig, dass die Tiere in Ihren Quartieren ungestört sind. Entscheidend ist dabei die Akzeptanz der Hausbesitzer. Bei der besagten Familie war das aber kein Problem. Zum einen sind sie Mitglied im Bund Naturschutz und zum anderen machen die Fledermäuse auch keine nennenswerten Probleme. Sie besiedeln nur bereits vorhandene Hohlräume und machen daher nichts kaputt. Ihr Kot ist für die Gesundheit des Menschen nicht gefährlich und ist als vorzüglicher Pflanzendünger bekannt. Mit einem Besen ist er schnell weggekehrt und wer möchte, kann eine Plane an der Stelle auslegen. Übrigens sahen wir auf jeder Dachgiebelseite einen anderen Kot. Hier darf ich Ihnen nun die mutmaßlichen Untermieter vorstellen. ![]() Auf dem nächsten Bild erkennen Sie noch einmal vorne rechts den Dachgiebel. Während hier einzelne Männchen der Kleinen Bartfledermaus ein- und ausfliegen, sehen Sie im Hintergrund einen Kamin. Dort ist der Ein- und Ausflug einer bereits bekannten Wochenstube der Kleinen Bartfledermaus. Im Gegensatz zu den männlichen Einzelgängern ziehen Fledermausweibchen gemeinsam in einer Wochenstube ihren Nachwuchs groß. Hier sollen es 20-30 Tiere sein. Vielleicht gelingt es mir mal sie zu zählen. Sie haben auch Fledermausbesuch bekommen? Freuen Sie sich und seien Sie gute Gastgeber! Wenn Sie mögen, melden Sie doch einfach das Quartier an die entsprechenden Behörden und Verbände. In meinem Fall ist es die Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Nordbayern. Telefon: 09131 85 28788 Die beantworten Ihnen dann alle Ihre Fragen und können Ihnen dabei auch verraten, welche Fledermausart Sie denn nun als Untermieter beherbergen. Der Spatz hat Frühlingsgefühle 5. April 2007 Momentan ist das Wetter wunderschön und geht es richtig ab in der Natur. Bei den Spatzen sind schon die Frühlingsgefühle aufgekommen. Sie balzen und tragen Nistmaterial in die ausgewählten Behausungen. Bald werde ich wieder die Frage hören: "Sag mal, du bist doch Naturschützer, was kann ich denn gegen die Spatzen machen?" Sie beobachten und sich an ihnen freuen, sag ich dann immer und die Reaktion darauf ist dann meist ein verständnisloses Kopfschütteln. Mir ist das aber egal. ![]() Ein Spatzenpaar hat sich auf unserem Bauernhof ein altes Mehlschwalbennest als Behausung ausgesucht. Wie unschwer auf dem Foto zu erkennen ist. ![]() Bis die Mehlschwalben aus dem Winterquartier zurückkehren, werden sie von mir eine künstliche Nisthilfe angeboten bekommen. ![]() Wer mehr zum Spatz lesen möchte, dem empfehle ich diesen Download. Der Spatz hat es immerhin schon einmal zum Vogel des Jahres geschafft. Es gibt nichts, was ich diesem Racker nicht zutrauen würde: http://www.nabu.de/downloads/vogelschutz/jahresvogelbroschuere.pdf Im Anschluß nun zwei herrliche Gedichte von Wilhelm Busch zum Spatz. Spatz und Schwalben (Gedicht von Wilhelm Busch) Es grünte allenthalben. Der Frühling wurde wach. Bald flogen auch die Schwalben Hell zwitschernd um das Dach. Sie sangen unermüdlich Und bauten außerdem Am Giebel rund und niedlich Ihr Nest aus feuchtem Lehm. Und als sie eine Woche Sich redlich abgequält, Hat nur am Eingangsloche Ein Stückchen noch gefehlt. Da nahm der Spatz, der Schlingel, Die Wohnung in Besitz. Jetzt hängt ein Strohgeklüngel Hervor aus ihrem Schlitz. Nicht schön ist dies Gebaren Und wenig ehrenwert Von einem, der seit Jahren Mit Menschen viel verkehrt. Der Spatz (Gedicht von Wilhelm Busch) Ich bin ein armer Schreiber nur, Hab weder Haus noch Acker, Doch freut mich jede Kreatur, Sogar der Spatz der Racker. Er baut von Federn, Haar und Stroh Sein Nest geschwind und flüchtig, Er denkt, die Sache geht schon so, Die Schönheit ist nicht wichtig. Wenn man den Hühnern Futter streut, Gleich mengt er sich dazwischen, Um schlau und voller Rührigkeit Sein Körnlein zu erwischen. Maikäfer liebt er ungemein, Er weiß sie zu behandeln; Er hackt die Flügel, zwackt das Bein Und knackt sie auf wie Mandeln. Im Kirschenbaum frißt er verschmitzt Das Fleisch der Beeren gerne; Dann hat, wer diesen Baum besitzt, Nachher die schönsten Kerne. Es fällt ein Schuß, der Spatz entfleucht Und ordnet sein Gefieder. Für heute bleibt er weg vielleicht, Doch morgen kommt er wieder. Und ist es Winterzeit und hat`s Geschneit auf alle Dächer, Verhungern tut kein rechter Spatz, Er kennt im Dach die Löcher. Ich rief: Spatz komm, ich füttre dich! Er faßt mich scharf ins Auge. Er scheint zu glauben, daß auch ich Im Grunde nicht viel tauge. Vom kalten Altbau zum behaglichen 3-Liter-Haus 1. April 2007 Vor dem Hintergrund der derzeitigen Klimaerwärmung und in Hinblick auf die in den letzten sieben Jahren um durchschnittlich 12% gestiegenen Energiekosten, veranstalteten der Bund Naturschutz und die Sparkasse Dinkelsbühl einen Informationsabend zum Thema Energieeinsparung an Gebäuden. Die Veranstaltung war mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besucht und zeigt die Aktualität des gewählten Themas. ![]() ![]() ![]() Dabei wurde die Überlegung in den Raum gestellt, dass ein gut erhaltener Altbau, der von der Bausubstanz noch weitere fünfzig bis hundert Jahre genutzt werden kann, so saniert werden sollte, dass heutige Vorgaben für energieeffiziente Neubauten der Maßstab sind. In diesem Zusammenhang wurde aufgezeigt, welche Dämmstärken notwendig sind, um den gesetzlichen Energiestandard nach EnEV (Energieeinsparverordnung) um 30-50% zu unterschreiten. Dies ist hinsichtlich unserer endlichen fossilen Energien und aufgrund des Klimawandels heute schon notwendig. Nur wenn bereits heute begonnen wird mit Passivhauskomponenten auch die bestehenden Gebäude zu sanieren, werden wir bis 2050 eine Halbierung des Heizenergieverbrauches hinbekommen. Dies wiederum sei notwendig um dann unseren Energieverbrauch mit regenerativen Energien decken zu können, so Regner. Anhand praktischer Beispiele und Baustellenbilder erläuterte Bauingenieurin Pia Regner anschaulich die Sanierungsmöglichkeiten an den unterschiedlichen Bauteilen eines Hauses und zeigte die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Herangehensweisen auf und wie mit energieeffizienter Haustechnik zusätzlich der Wohnkomfort verbessert werden kann. So sollten zum Beispiel Dachsparren überdämmt werden oder neue Fenster wärmebrückenfrei in eine wärmegedämmte Wand angebracht werden und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung Verwendung finden. An einem Reihenmittelhaus wurde die schrittweise Sanierung erläutert und das Ergebnis, ein moderner, gut gedämmter Bau mit großzügiger Südverglasung, Holzpelletheizung und 90% Primärenergieeinsparung anschaulich dargestellt. Staatliche Fördermittel erhöhen zudem die Wirtschaftlichkeit einer energetischen Altbausanierung. Gefördert wird eine Energieberatung vor Ort mit Berechnung des Energieverbrauchs und Untersuchung mehrer Sanierungsvarianten. Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen bietet derzeit die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Seit dem 1.1.2007 werden zudem verstärkt Gebäudesanierungen mit bis zu 20% Zuschuss gefördert, die den gesetzlichen Energiestandard um 30-50% unterschreiten. Der Stromtod - mit N-ERGIE im Dialog 31. März 2007 Dafür haben Naturschützer 30 Jahre lang gekämpft: 2006 lag kein einziger toter Storch mehr unter einer Stromleitung in Mittelfranken. In anderen Regionen sieht das leider immer noch anders aus. ![]() Ein kleiner Rückblick...es ist erst wenige Jahre her, dass diese Bilder bei uns in der Region noch schreckliche Realtiät waren. Hier zu sehen sind die beiden Weiltinger Jungstörche, die bei ihren ersten Flugversuchen im Jahr 2001 an einem ungesicherten Strommasten auf eine schreckliche Art und Weise sterben mussten. ![]() http://www.bn-ansbach.de/storchcam/stromtod.htm Seitdem lädt N-ERGIE einmal im Jahr die Vertreter von LBV und Bund Naturschutz zu einem Runden Tisch ein. Am Donnerstag war das 6. Treffen der Projektgruppe "Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen" und ich bin der Einladung, auch wenn ich kein Fachmann bin, gerne nachgekommen. ![]() 2006 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ca. 1.730 Strommasten in den drei Landkreisen Ansbach, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen gesichert und dabei 482.000 Euro in den Vogelschutz an Freileitungen investiert. Erdverkabelungen sind in diesem Betrag nicht enthalten. Ein Schwerpunkt der Schutzmaßnahmen 2007 wird der noch weitgehend ungesicherte Bereich um das Seeadlervorkommen am Altmühlsee sein. Damit sind bis jetzt, es ist gerade Halbzeit, 40% der Strommaste im Bereich der N-ERGIE gesichert worden. Das Unternehmen wird seine Anstrengungen verstärken müssen, um die uns gegenüber gemachte Zusage, bis 2012 komplett fertig zu sein, einhalten zu können. ![]() Nicht so glücklich sind wir mit der Linie des Umweltministeriums. Andere Stromversorger wehren sich gegen "flächendeckende Schutzmaßnahmen" und stoßen dabei im Ministerium anscheinend auf Verständnis. Da ist mir persönlich der Dialog und die Zusammenarbeit mit der N-ERGIE schon wesentlich lieber. Das sage ich nicht nur, weil das Unternehmen den Betrieb unserer Storchenkamera unterstützt und in unserem Bereich die Strommasten als erstes gesichert hat. Vielmehr ist es die Tatsache, dass bei uns 2006 kein einziger toter Storch mehr unter einer Stromleitung lag. In anderen Regierungsbezirken sieht es da ganz anders aus. Es gibt immer noch Stromversorger, die bis heute noch nicht in die Gänge gekommen sind. Und wir haben einen Staat, dem das offenkundig am Arsch vorbeigeht. Monitoring von Biberrevieren in Westmittelfranken Kurzfassung der Untersuchung vom Dezember 2006 (PDF) 30. März 2007 ![]() Hier möchte ich Ihnen die angekündigte Kurzfassung einer Monitoring-Studie von ausgewählten Biberrevieren in Westmittelfranken vorstellen, die der Bund Naturschutz in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse sind sehr lesenswert: http://www.bn-ansbach.de/biber/Kurzfassung_Biber_06.pdf Text der "Biberresolution von Dürrwangen" 29. März 2007 Hier möchte ich Ihnen wie versprochen, den Text der "Biberresolution von Dürrwangen" unkommentiert vorstellen. Je nach Weltanschauung werden Sie vielleicht der Resolution Kritik oder Zustimmung entgegenbringen. Ich frage mich nur, und vielleicht Sie auch, warum die Abgeordneten, die dieses so vehement fordern, nicht einfach ihr Anliegen in Form eines Antrages im bayerischen Landtag einbringen. Hier ist der von mir unkommentiere Text der Biberresolution: „Mensch und Biber brauchen bessere Regelungen für ihr Zusammenleben“ Resolution des Bayerischen Gemeindetags im Landkreis Ansbach, der Teichgenossenschaft des Landkreises Ansbach, des Bayerischen Bauernverbandes im Landkreis Ansbach, den zuständigen Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Ansbach sowie der unterzeichnenden Personen Im Landkreis Ansbach verursachen Biber seit einiger Zeit enorme Schäden, was auch bereits zu Beinahe-Unfällen führte. Angesichts des Ausmaßes dieser Schäden ist für Landwirte, Teichbesitzer und sonstige Betroffene wie Städte und Gemeinden die derzeitige Situation, nach der wegen des EU-Status des Bibers als geschütztes Tier die Abfangmöglichkeiten nicht ausreichend sind, nicht mehr länger hinnehmbar. Die Mitglieder der Teichgenossenschaft des Landkreises Ansbach sind für den Schutz des Bibers. Angesichts der von ihm verursachten Schäden und angesichts der Tatsache, dass er mittlerweile erfreulicherweise nicht mehr vom Aussterben bedroht ist, muss aber eine Lösung gefunden werden, mit der auch die betroffenen Landwirte, Teichbesitzer und Kommunen leben können. Um diesem untragbaren Zustand abzuhelfen, müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden: 1. Schaffung von ganzjährig biberfreien Zonen in Schwerpunktbereichen der öffentlichen Gewässer, der Teichwirtschaft und der Erwerbsfischerei Begründung: Neben der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommt es für alle Beteiligten zu einer unzumutbaren Schädigung ihres Eigentums. In manchen Fällen reicht diese Schädigung bis zur Gefährdung der Existenz von betroffenen Fischzüchtern und Teichwirten. Den Kommunen entstehen erhebliche Kosten für die Wiederherstellung eines ordnungsgemäßen Zustandes von den in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden Gewässern, Wegen und Straßen. 2. Regelung der Haftungsfrage bei vom Biber verursachten Personen oder Sachschäden: o Übernahme der Kosten der vom Biber verursachten Schäden durch den Freistaat Bayern oder die Bundesrepublik Deutschland. o Erlass einer Härtefallregelung (Fond) zur sofortigen Entschädigung von entstandenen Schäden durch Biberaktivitäten. o Aufnahme von Versicherungsschäden, die durch den Biber entstehen, bei den Versicherungsunternehmen. Ankaufsprojekt "Storchen- und Biberlebensraum Wörnitzwiesen" 27. März 2007 ![]() Es ist so weit!!! Unser Ankaufsprojekt "Storchen- und Biberlebensraums Wörnitzwiesen" ist abgeschlossen. Über die Hintergründe und den weiteren Verlauf mit ähnlichen Projekten finden Sie hier einen ausführlichen Bericht: http://www.bn-ansbach.de/storchcam/ankaufwoernitz. Der Hummelstaat - Teil 1: Das Nest 26. März 2007 Am Wochenende ist in Greiselbach der Winter eingekehrt ![]() Hummeln gehören zu meinen liebsten Frühlingsboten. ![]() ![]() Agenda21 besucht innovative Firma im Baubereich 24. März 2007 Die Agenda21 im Landkreis Ansbach, der Arbeitskreis Energie und Umwelt, schaut sich immer mal wieder Projekte und Vorhaben an, die innovativ und zukunftsfähig sind. Am Freitag sind wir im Landkreis Ansbach geblieben und haben die Firma Greisel in Dorfgütingen bei Feuchtwangen besichtigt. Diese Firma hat mit dem Twinstone light einen interessanten Stein entwickelt, der passivhaustauglich ist. Der Arbeitskreis hält das Passivhaus für die heute wirtschaftlichste Bauform. Passivhäuser sind ein wichtiger Beitrag zur Schonung der Energievorräte und zum Klimaschutz. Wer sich darüber etwas informieren möchte, bitte sehr: www.passiv.de ![]() Mit dem Twinstone light hat die Firma Greisel eine Weltneuheit auf den Markt gebracht und sich gar nicht ausmalen können, in was für eine Lücke sie da hineinstoßen. Mit dem Twinstone light können ohne zusätzliche Wärmedämmung problemlos Niedrigenergie- und Passivhäuser gebaut werden. Er besteht aus zwei Teilen, einer Porenbeton Dämmplatte, und einem Klimanorm Stein. Er hat traumhafte U-Werte, kann nicht brennen und ist wirtschaftlich. Von Fachleuten wurde dieses Produkt als "einmalig bezeichnet, das beste auf dem Markt und geeignet für die, die heute schon wo bauen wollen, wie es in 5 Jahren Standard sein wird." ![]() Anschließend trafen wir uns zur 79. Sitzung des Agenda21-Arbeitskreises Energie und Umwelt in einer Gaststätte, das ist auch eine Art der "Wirtschaftsförderung", um neue Vorhaben zu besprechen. Die Biber-Resolution 24. März 2007 Hören Sie sich doch beim Durchlesen des Textes das Biberlied der Gruppe Herrenholz als MP3 ( 3MB ) an: http://www.bn-ansbach.de/biber/biber.mp3 Ich war einige Jahre lang ehrenamtlicher Biberberater bei der Regierung von Mittelfranken. Deswegen habe ich mir am Freitag auch die Zeit genommen, um bei einer Veranstaltung mir anzuhören, welche Probleme der Biber verursachen kann und was man dagegen tun kann. Denn diese können in der Tat beträchtlich sein und es gibt Härtefälle, bei denen die Betroffenen von der Gesellschaft mit ihren Problemen immer noch allein gelassen werden. Ich möchte das auf keinen Fall schön reden. Eingeladen hatte der Bayerische Gemeindetag im Landkreis Ansbach, die Teichgenossenschaft Ansbach und die hiesigen Landtagsabgeordneten der CSU, mit dem Ziel, eine Resolution zum Thema Biber zu verabschieden. Ein Politiker hat es mir gegenüber auf den Punkt gebracht: Abschuss und Entschädigung. Entschuldigen Sie bitte die verkürzte Darstellung. Solche Termine sind für ehrenamtliche Naturschützer meist unangenehm, man ist deutlich in der Minderheit und das Niveau derartiger Veranstaltungen lässt erfahrungsgemäß doch sehr zu wünschen übrig. Hier sind meine persönlichen Eindrücke. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, es sollen 24 Bürgermeister, drei Landtagsabgeordnete der CSU, der Landrat und viele andere mehr dagewesen sein. So einen haufen Bürgermeister würde ich mir beim Thema Klimaschutz auch mal wünschen, ehrlich wahr. ![]() Positiv fand ich eine Bemerkung von MdL Günther Babel (CSU), der im Umweltausschuss des Landtages sitzt. Er möchte die Betroffenen nicht mit den Biberschäden alleinlassen. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn bisher hatte die CSU jeden Versuch in dieser Richtung mit ihrer Mehrheit stets abgelehnt. Er spricht von einer "Biberplage" und fordert "biberfreie Bereiche", auch in Schutzgebieten. In meiner Zeit als Biberberater hat er kein einziges Mal das Gespräch mit mir gesucht. Franz Winter, der dem Gemeindetag hier vorsitzt und Bürgermeister von Dürrwangen ist, hielt sich nicht lange mit Fakten auf und sprach im Zusammenhang mit einer vom Bund Naturschutz in Auftrag gegebenen Monitoring-Studie von Biberrevieren von "schaumartigen Phrasen" und will Maßnahmen...auch "wenn`s radikal ist". In meiner Zeit als Biberberater hat er kein einziges Mal das Gespräch mit mir gesucht. Seit dem 1. September 2006 ist nicht mehr die Regierung von Mittelfranken sondern das Landratsamt für den Biber (und Hornissen) zuständig. Herr Landrat Rudolf Schwemmbauer ist ein Mann, der den Ausgleich sucht. Er will "keine permanente Auseinandersetzung der verschiedenen Interessengruppen", möchte aber "Signale an die Gesetzgebung" schicken. Diese solle sich an die geänderte Lage anpassen. Es hat sich zwar die Zuständigkeit geändert aber nicht die Rechtslage, an die man sich halten werde. Herbert Ebert, stellvertretender Vorsitzender der Teichgenossenschaft Ansbach und auch Biberberater, sagte: "Wir können nicht mehr stillhalten". Sein Vortrag war für einen Biberberater ungewöhnlich einseitig und viele seiner Bilder waren mit dem Kommentar versehen: "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit - Gefahr für Leib und Leben!" und einmal war sinngemäß zu vernehmen: "Der Schutz der Biber geht vor dem Schutz unserer Kinder".
![]() Dr. Gabriele Kluxen von der Regierung von Mittelfranken stellte die aktuelle Rechtslage vor und sagte "Ziel des Bayerischen Bibermanagements ist es, den Biber als Bestandteil der bayerischen Kulturlandschaft zu erhalten, gleichzeitig aber auf eine Minimierung der Schäden in Konfliktbereichen durch geeignete Abhilfemaßnahmen hinzuwirken, um so auch die Akzeptanz bei den Betroffenen zu verbessern. Die drei Säulen des Bibermanagements sind Beratung, Prävention und Zugriff". Herr Faas vom Umweltministerium: "Biberfreie Zonen sind nicht möglich". Der Fang von Bibern und deren Tötung ist bereits heute unter bestimmten Voraussetzungen möglich. ![]() ![]() Ich selbst habe mich auf das Zuhören verlegt und mich nur einmal ganz zum Schluß zu Wort gemeldet. Es wäre doch wünschenswert, wenn alle Versicherungen bei einem Autounfall mit einem Biber genauso reagieren würden wie bei einem Unfall mit "Haarwild". Es gibt nämlich immer noch Versicherungen, die nicht mitbekommen haben, dass bei uns wieder Biber leben und bei einem Unfall nicht zahlen wollen. Ich glaube, diese Anmerkung von mir ist dann auch in die Resolution mit eingeflossen. Sobald mir der Resolutionstext vorliegen sollte, werde ich ihn hier veröffentlichen. Es folgt auch noch demnächst ein Hinweis auf die vom Bund Naturschutz in Auftrag gegebene Monitoring-Studie von Biberrevieren, die demnächst ins Netz gestellt werden soll. In einem anderen Beitrag werde ich noch ausführlich auf die möglichen Biberschäden eingehen. Die möchte ich Ihnen hier nicht verschweigen, wenn ich Ihnen schon vom Biber vorgeschwärmt habe. Hier wird im laufe der Zeit das Thema in all seinen Facetten und in seiner gesamten Komplexität beleuchtet werden. Fragen Sie doch mal bei Ihrer Versicherung nach, ob sie bei einem Autounfall mit einem Biber bezahlen würde. Weitere Informationen zum Thema: www.bibermanagement.de Mein lieber Biber! 21. März 2007 Heute ist Frühlingsbeginn, doch dem Wetter hat das scheinbar keiner gesagt und so hat es diese Woche noch einmal Winter gespielt.
In einer solchen Woche will natürlich keiner freiwillig raus in die Natur
und deswegen haben wir die geplante Biberführung mit der
Konrad-Biesalski-Schule in Wört, einer Heimsonderschule für
Körperbehinderte, auf einen anderen Termin verschoben.
Was wir vor allem in Deutschland brauchen, das sind Wildnisgebiete.
Flächen auf denen die Natur ohne uns, für uns, arbeiten kann. Hier findet
natürlicher Hochwasserschutz statt. Breitwasser statt Hochwasser! Das
Wasser wird zurückgehalten und es kann sich Grundwasser bilden.
Veranstaltungshinweis: Vom kalten Altbau zum behaglichen 3-Liter-Haus
Vom kalten Altbau zum behaglichen 3-Liter-Haus Al Gore "Eine unbequeme Wahrheit"
Der frühere Chefökonom der Weltbank, Herr Nicolas Stern, hat im
vergangenen Oktober eine Studie vorgestellt, die die ökonomischen Folgen
des Klimawandels eindringlich aufgezeigt. Der Klimabeirat der UNO hat auf
Grundlage von Expertenaussagen aus mehr als 100 Ländern Geschwindigkeit
und Folgen des Klimawandels aus naturwissenschaftlicher Sicht dargelegt.
Jahreshauptversammlung Bund Naturschutz, Ortsgruppe Dinkelsbühl
Von links: Martin Schuster, Bürgermeister von Weiltingen; Klaus Eberhardt,
2. Ortsgruppenvorsitzender; Bernd Horbaschek, Kreisvorsitzender; Matthias
Bräuer, Beisitzer; Thomas Joas, Ortsgruppenvorsitzender; Reinhold
Schuster, NABU-Wildvogelpflegestation Ellwangen
Sehr gut wird der Arche Noah Garten der Sinne in Dinkelsbühl angenommen. Alleine bei unseren Veranstaltungen haben 600 Personen teilgenommen und auch sonst sind dort immer wieder Leute und Gruppen anzutreffen. Das nächste Projekt ist schon in Vorbereitung. Es soll eine Wildblumenwiese und ein Insektenhotel entstehen. Konfirmanden und Firmlinge werden dann wieder die Ärmel hochkrempeln und mit anpacken. Die Holzarbeiten übernehmen die angehenden Schreiner aus dem Berufsgrundschuljahr.
"Unseren" Störchen haben bisher mehr als 1.800.000 Besucher ins Nest geschaut. Das Storchentagebuch von Thomas Ziegler ist einmalig. Über das faszinierende Lebewesen Storch wollen wir die Menschen für die Natur und den Naturschutz gewinnen. Mit den Einnahmen sind wir gerade dabei ein Grundstück in den Wörnitzauen zu erwerben. Um unser Ziel, den Stromtod von Vögeln an Stromleitungen zu verhindern, sind wir immer wieder mit N-ERGIE im Gespräch.
Reinhold Schuster, der seit 20 Jahren ehrenamtlich eine
NABU-Vogelpflegestation in Ellwangen betreibt, bekam den Arche Noah Preis
der Ortsgruppe überreicht. Viele Vögel aus unserem Raum wurden und werden
von ihm gesund gepflegt. Nach seinem reich bebilderten Dia-Vortrag
spendeten die Anwesenden ihm warmen Applaus und zahlreiche "Mäuse".
Fledermäuse im Winterschlaf
Jetzt im März halten die Fledermäuse noch ihren Winterschlaf. Den haben
sie sich durch das Fangen von ungezählten Stechmücken und anderen
Plagegeistern wohlverdient, und dabei wollen wir sie auch nicht stören.
Im Herbst fliegen Fledermäuse in frostsichere, feuchte Winterquartiere,
wie Höhlen, Stollen oder Keller. Während des Winterschlafs sinkt die
Körpertemperatur auf wenige Grad über Null, der Stoffwechsel und
Energieverbrauch sind stark herabgesetzt. Der Winterschlaf wird öfters
unterbrochen. Die Tiere wechseln den Hangplatz und z.T. auch das Quartier,
etwa wenn sich die mikroklimatischen Bedingungen als ungünstig erweisen.
Da das Aufwachen aus dem Winterschlaf mit einem besonders hohen
Energieverbrauch verbunden ist und stark an den Reserven zehrt, sind
Störungen im Winterquartier, die ein zusätzliches Aufwachen verursachen,
gefährlich für die Fledermäuse.
Bei uns ist Winterquartier gleich Bierkeller. Diese sind nicht selten in
einem schlechten Erhaltungszustand, davon ist besonders der meist
gemauerte Eingang betroffen.
Die Tür fällt bei diesem Keller schon auseinander und die Bäume drücken auf den gemauerten Eingangsbereich:
Die beiden Beispiele zeigen typische Bilder von eingefallenen Eingängen:
Wenn die Fledermäuse aufgewacht sind und ihre Winterquartiere verlassen haben, werden wir noch einmal die Keller besuchen, und hoffen dabei die Eigentümer für den Erhalt der Bierkeller als altes Kulturgut gewinnen zu können. Storch-TV
Naturdenkmal "Alter Steinbruch Illenschwang"
Leider sind gut einsehbare geologische Aufschlüsse in unserem Naturraum
immer seltener zu finden. Deshalb möchten wir die wenigen noch vorhandenen
erhalten und aufwerten. Die Gemeinde Wittelshofen unterstützt uns dabei.
Ein Bericht vom Schülerprojekt des Bund Naturschutz mit der Grundschule
Weiltingen
Noch`n blog - ein Naturschutztagebuch
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Storchencam Dinkelsbühl |